Heute besitzen ungefähr drei von vier Kühen keine Hörner mehr. Der Film „Das liebe Rindvieh“ zeigt das Beispiel von drei Milchbauern die eine Umstellung gewagt haben – „Lasst mich Bauer sein, früher war ich Zerstörer“, sagt Franz-Josef Kögel, Bauer im Allgäu. Ein Film von Bertram Verhaag.

Die porträtierten Milchbauern aus dem Allgäu, Deutschland, wollen ihren Kühen wieder ein artgerechteres und behorntes Leben bieten und trotzen dem, was sie ursprünglich mal gelehrt wurden. Bis vor kurzem hatte für sie einzig der Profit-Gedanke gezählt, doch unter den Bauern findet ein Umdenken statt und sie wollen weg von der Hochleistungsmilchwirtschaft. Anstatt die Kühe den ganzen Tag im Stall einzusperren und ihnen Kraftfutter und Medikamente zu füttern, stehen jetzt täglich Weidengänge und als Nahrung nur noch Gras und Heu auf dem Programm.

Das liebe Rindvieh“ zeigt Bauern, denen das Wohl ihrer Tiere und die Naturverbundenheit am Herzen liegt und dass sowohl Mensch als auch Tier von der Umstellung profitieren. Durch den Film wird den Zuschauern bewusst, wieviel Bedeutung und Funktionen die Hörner der Tiere wirklich haben.

Gegen das grausame Enthornen machen sich auch Familie Schwärzler und Familie Josef Notz stark. Haltungs- und Lebensbedingungen sollten dem Tier angepasst werden und nicht umgekehrt.

Bauer und Tiere

Bauer und Tiere

Selbst Tierärzte, wie der Neuburger Tierarzt Dr. Rupert Ebner, wollen den Rindern die Hörner nicht mehr nehmen, nur damit mehr Tiere in einen Stall passen. Schöne Aussichten – hoffentlich nicht nur fürs Allgäu, wo man wieder viele Kühe mit Hörnern auf der Weide sehen kann.

Der Film ist im Filme für die Erde Shop als DVD erhältlich und kostenlos in der ARD Mediathek online zu betrachten. Dieser Film sowie weitere Filme zu diesem Thema sind auf der Filmseite Essen Global aufgelistet.

Passend zum Film: Am 25. November 2018 kommt die “Hornkuh-Initiative” zur Abstimmung vor das Schweizer Volk, welche die Bauern dazu ermutigen will, sowohl ihren Kühen als auch ihren Ziegen die Hörner zu belassen.

 

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