Ägypten: Archäologen finden Katzenmumien

Einbalsamierte Katzen, vergoldete Holzkatzen und eine bronzene Katzengöttin: Südlich von Kairo haben ägyptische Archäologen einen spektakulärer Fund gemacht.

In drei Gräbern seien die konservierten Tiere gefunden worden, teilte Antikenminister Chaled al-Enani mit. Die Kammern hätten als Nekropole für die mehr als 3000 Jahre alten Katzen gedient. Drei weitere Sarkophage aus der Zeit des Neuen Reichs von 1550 bis 1070 vor Christus beherbergten laut dem Minister Dutzende einbalsamierte Katzen sowie 100 vergoldete Holzkatzen und eine Bronzestatue der Katzengöttin Bastet. Katzen genossen im alten Ägypten eine besondere Stellung. Sie galten als heilig und wurden oftmals als religiöse Opfergaben einbalsamiert.

Schon vor rund 4000 Jahren hielten reiche Ägypter Katzen als Haustiere. Sie wurden sogar aus dem Reich der Alten Ägypter exportiert. Tiere allgemein spielten für die Verehrung der Götter eine grosse Rolle. Forscher gehen davon aus, dass Dutzende Millionen Tiere mumifiziert wurden.

Nach Angaben des Generalsekretärs des Obersten Antikenrats, Mostafa Wasiri, grub das Team auch zwei Kalksteinsarkophage mit mumifizierten Skarabäen aus. Laut der Antikenverwaltung entdeckten die Forscher darüberhinaus mehrere Holzsarkophage mit einbalsamierten Kobras und Krokodilen. Die Ausgrabungen starteten im April.

Ägypten hat in den vergangenen Monaten eine Reihe archäologischer Entdeckungen bekanntgemacht – wohl auch in der Hoffnung, damit seine Tourismusindustrie anzukurbeln. Der Tourismus ist eine Haupteinnahmequelle für das Land im Nordosten Afrikas.

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