Designer Jean Paul Gaultier sagt „adieu“ zu Pelz

Jean Paul Gaultier ist der neueste Modedesigner, der Pelz für seine künftigen Kollektionen verbannt. Der Designer gab seine Entscheidung live im französischen Fernsehen bekannt, in der er behauptete, die Art und Weise, wie Tiere für ihr Fell getötet werden, sei „absolut bedauerlich„.

Jean Paul Gaultier

Jean Paul Gaultier

Jahrelang  hatten PETA und ihre Partnerorganisationen vor dieser bahnbrechenden Ankündigung Druck auf den Designer ausgeübt: 2002 eroberten PETA-Unterstützer den Laufsteg des Designers und zeigten den Zuschauern eine wichtige Botschaft: „Pelz tötet“. Auch Gaultiers Boutique in Paris wurde 2006 unter Anleitung von PETA-Gründerin Ingrid Newkirk gestürmt. Nun folgt der Kult-Designer dem Beispiel von Designern wie Armani, Versace, Ralph Lauren, Vivienne Westwood, Stella McCartney und vielen weiteren und streicht Pelz aus seinen Kollektionen.

Diese Entscheidung entspricht dem Zeitgeist“, so Johanna Fuoß, Campaignerin für Tiere in der Bekleidungsindustrie bei PETA Deutschland. „Die überwiegende Mehrheit der Menschen will keine Produkte, für die ein Tier eingesperrt und per Elektroschock getötet oder erschlagen wurde. Neben diesen grausamen Methoden werden viele Tiere auch in Fallen gefangen, in denen sie langsam und qualvoll an Blutverlust sterben – wie die Kojoten, die für den Pelzbesatz an den Jacken der Marke Canada Goose sterben müssen. Pelz ist heute so tot wie die Tiere selbst, denen ihr Fell gestohlen wurde. Wer das als Designer noch immer nicht erkannt hat, kann seinen Job auch gleich an den Nagel hängen.“

PETAs Motto lautet in Teilen, dass Tiere nicht dazu da sind, dass wir sie anziehen. In den vergangenen Jahren enthüllten die Tierrechtsorganisation und ihre Partner unvorstellbare Tierquälereien auf Pelzfarmen in Polen, Deutschland und Kanada. Füchse und Nerze müssen dort in verdreckten Drahtkäfigen ausharren, bis sie schliesslich erschlagen, vergast oder per Stromschlag getötet werden. Viele Tiere sind noch am Leben, wenn ihnen die Haut abgezogen wird. In Deutschland ist derzeit noch eine Farm in Betrieb.

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