Der Bauer Murray James Silvester bekennt sich schuldig, während über 2 Jahre im Staat Victoria Adler vergiftet zu haben. Ihr Tod sei absichtlich herbeigeführt worden und stelle das bisher grösste Massensterben von Adlern in dem Staat im Südosten Australiens dar, sagte ein Mitarbeiter des Umweltamtes. Die Spezies Keilschwanzadler ist der grösste Raubvogel in Australien.

Die Kadaver und Schädel der teils schon verwesten Raubvögel fanden sich über 2000 Hektar verstreut im Buschland und auf Grundstücken.

Tierschutzgruppen kritisieren nun die zweiwöchige Haftstrafe gegen den Mann, der die 406 Adler getötet hat, als zu nachsichtig.

Murray James Silvester wurde vor dem Gericht in Sale am vergangenen Montag abgeurteilt, weil er sich schuldig gemacht hatte, die Adler zu vergiften und ihre Kadaver während zwei Jahren zu verstecken, als er in Tubbut in East Gippsland arbeitete.

Er wird 14 Tage inhaftiert und erhält eine Geldstrafe in der Höhe von 2’500 Dollar, für die Zerstörung einer geschützten Tierart. Es ist das erste Mal, dass jemand wegen einer solchen Straftat in Victoria inhaftiert wird.

Geschützte Keilschwanzadler

Geschützte Keilschwanzadler

Die Humane Society International ist jedoch der Meinung, die milde Strafe sei mit der öffentlichen Empörung über die Morde nicht in Einklang zu bringen.

Sprecher Evan Quartermaine sagte, dass die Strafe weniger als eine Stunde pro Adler dauert und die Busse nur 6 Dollar pro getötetem Adler.

Dieser Strafe ist eindeutig unzureichend und bis die Strafen, in denen wild lebende Tiere betroffen sind, dem Verbrechen nicht angemessen abschreckend sind, werden Menschen, die die Natur nicht wertschätzen, bei ihrer Vernichtung unbeirrt weiter machen„, sagte Quartermaine, laut dem Online Portal The Guardian.

Die Höchststrafe für Jagdvergehen, die Zerstörung oder das Auslöschen von bemerkenswerten Wildtieren im Rahmen des „Victorian Wildlife Act“ beträgt sechs Monate Gefängnis und eine Geldstrafe von 8’000 Dollar, mit einer zusätzlichen Strafe von 800 Dollar für jeden Kopf der getöteten Tieren. In diesem Fall könnte die Strafe mehr als 330’000 Dollar betragen.

Keilschwanzadler wurden 1998 in Victoria, als schützenswerte Wildtiere gelistet.

Der Richter Rodney Higgins sagte, dass die Strafe höher ausgefallen wäre, hätte Silvester sich nicht bei den beiden Anklagen zum frühestmöglichen Zeitpunkt für schuldig erklärt und dem Ministerium für Umwelt, Land, Wasser und Planung geholfen, die Morde zu untersuchen.

Der 59-Jährige wird nach seiner Entlassung nach Neuseeland deportiert.

Das Gericht führte weiter aus, dass Silvester im Mai seine Handlungen den Behörden selbst angezeigt hat. Er sagte, er habe die Adler getötet, indem er Lannat, ein Carbamat-Insektizid, in Lammkadaver injiziert habe. Angeblich wurde er von einem anderen Mann instruiert, der gerade verhört wird.

Letzte Woche wurde ein junger Bauer und Jäger aus Cowangie, ebenfalls aus dem Staat Victoria, wegen Tierquälerei angezeigt, weil er mit seinem Auto wahllos Emus überfuhr.

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