Die New York Fashion Week startet Anfang September mit einer grossen Ankündigung und einer Protestkampagne: Das britische Modehaus Burberry wird ab sofort auf echten Pelz in seinen Kollektionen verzichten.

Moderner Luxus bedeutet soziale Verantwortung. Das ist ein Grundsatz von Burberry und Schlüssel zu unserem langanhaltenden Erfolg„, erklärt Burberry CEO Marco Gobbetti den richtungsweisenden Schritt.

Nun ist Los Angeles auf dem Weg, die grösste Stadt in den Vereinigten Staaten zu werden, die den Verkauf von Pelzbekleidung und Accessoires verbietet.

Gestern Abend, Dienstag den 18.9.2018, stimmte der Stadtrat einstimmig für ein Verbot und wies die Stadt Los Angeles an, eine Gesetz zu formulieren, dass den Verkauf von Pelz illegal macht. Das Verbot wird spätestens zwei Jahre nach dem Tag der Unterzeichnung in Kraft treten.

Ratsmitglied Bob Blumenfield, der den Antrag einbrachte, sagte: „Das ist L.A., die Stellung bezieht und sagt, dass wir nicht länger Komplizen im unmenschlichen und niederträchtigen Pelzhandel sein werden, der seit Jahren andauert.“

Los Angeles ist jetzt eine von mehreren Städten in Kalifornien, nebst San Francisco und West Hollywood, wo der Verkauf von Pelz verboten sein wird.

Tierpelz in der Mode nicht mehr „en vogue”

Die Mehrheit der Verbraucher will nichts mit dem Pelzhandel zu tun haben, einige grosse Modemarken haben bereits angekündigt, auf die Verwendung von Echtpelz zukünftig zu verzichten. Länder wie Norwegen, die Niederlande und Belgien distanzieren sich von Tierquälerei, indem sie die Pelztierhaltung verbieten. Auch andere Grossstädte wie São Paulo haben den Verkauf von Pelzen verboten.

Die Verbraucher unterstützen Unternehmen, die sich für den Schutz von Tieren einsetzen. Deshalb sind viele Konkurrenten von Prada bereits pelzfrei. Prada sollte sich anderen führenden Marken anschliessen und auf Pelz verzichten, anstatt das extreme Tierleid im Pelzhandel zu unterstützen„, sagt der Vorsitzende der Fur Free Alliance, Joh Vinding.

Die furchtbaren Auswirkungen der Pelztierindustrie

Wilde Tiere auf Pelzfarmen verbringen ihr ganzes Leben in engen Käfigen, deshalb fehlt ihnen die Fähigkeit, natürliches Verhalten zu entwickeln. Schlussendlich werden sie grausam getötet. In der Wildnis werden die Tiere tagelang in Fallen gehalten, ohne Nahrung oder Wasser, bis Pelzfänger kommen, um sie zu holen. Oft nagen sie aus Verzweiflung an ihren eigenen Gliedmassen, um zu entkommen.

Pelzproduktion ist auch eine schwerwiegende Umweltbelastung. Pelzfarmen und Gerbereien pumpen Abfälle und giftige Chemikalien in Erde und Wasser. Die Fallen, die für das Fangen von Wildtieren verantwortlich sind, verstümmeln und töten häufig auch andere Tiere, wie gefährdete Arten und sogar Haustiere.

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