Wildfleisch vom Jäger ist Aas

Indemini – Herbstzeit ist Erntezeit. Insbesondere im Hobby-Jäger-Milieu gilt Wildbret als ein zentraler Bestandteil der Ernährung. Der Verband Jagd Schweiz schreibt auf deren Website dazu:

„Ökologisch, fettarm und gesund – Reh, Hirsch, Wildschwein und Co. ist im Trend und gesund. Viele wissen gar nicht, dass Wildfleisch viel gesünder und naturbelassener als jedes andere Fleisch ist.“

Jagd Schweiz macht offensichtlich wieder Werbung für etwas, dass bei einer genauen Analyse nicht dem gesunden Menschenverstand entspricht. Viele wissen gar nicht, dass mehrere Behörden vor Wildfleisch warnen. Diese wichtigen Warnhinweise fehlen auf der Internetseite von Jagd Schweiz gänzlich.

Der militante Hobby-Jäger David Clavadetscher von der Firma Sandona Gmbh in Zofingen, publiziert regelmässig unwahre und gefährliche Behauptungen wider besseres Wissen öffentlich auf der Webseite von Jagd Schweiz, Facebook usw. Gegen David Clavadetscher und den Verband Jagd Schweiz hat die IG Wild beim Wild bei den zuständigen Staatsanwaltschaften, unter anderem aus diesem Grund, unlängst je eine Strafanzeige deponiert.

PETA

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Die Summe des gesamten Giftcocktails, welche Schweizer Bauern auf den Feldern entsorgen, setzt auch den Wildtieren massiv zu – bis hin zu schweren Krankheiten. Wildbret ist keinesfalls so naturbelassen und Bio, wie es die Hobby-Jäger der Bevölkerung vorgaukeln. Bio ist zudem ein geschütztes Label mit Richtlinien und kann gar nie für Wildfleisch vom Hobby-Jäger gelten.

Gerade Wildbret ist mit Rückständen von Pestiziden, Spritzmitteln, Gülle, Antibiotika usw. aus dem Futter und Wasser von den Feldern belastet, nebst der potenziellen Schwermetallbelastung, wie Blei durch Munitionspartikel der Hobby-Jäger. Wildtiere sind teilweise auch noch deutlich mit radioaktivem Cs-137 belastet, als Folgen des Reaktorunfalls von Tschernobyl vor drei Jahrzehnten.

Für 400 Gramm Schweinefleisch werden zum Beispiel zehn Liter Gülle produziert. Mit gravierenden Folgen: Aus den Nitraten in der Gülle entsteht das krebserregende Nitrit. Dennoch erhalten Betriebe, die Tiere ausbeuten, die Umwelt zerstören und die menschliche Gesundheit gefährden, Subventionen und werden damit von der Allgemeinheit finanziert.

Kann etwas gesund sein, dass genetisch und anatomisch nicht zum Mensch passt?

Die Antwort ist ganz klar NEIN! Nur, weil der Mensch alles essen bzw. fressen kann, heisst dies nicht, dass er ein Mülleimer ist, der alles in sich aufnehmen soll. Das Essen des Homo sapiens ist laut Studien seit je hauptsächlich pflanzlich geprägt. Fleisch wurde eher nur in Notzeiten zum Überleben verarbeitet. Der Fleischanteil unserer Vorfahren war bei rund 5 %. Darauf deuten viele anatomische und physiologische Merkmale im heutigen Menschen hin.

Dazu gehört der Schluckmechanismus des Menschen: Tierische Fleischfresser können ihre Nahrung in grossen Brocken hinunterschlingen, die Verdauung beginnt erst im Magen. Für Pflanzenfresser gilt dagegen: Sie müssen gut kauen, damit sie ihre Kost verwerten können. Der menschliche Speichel enthält ein Enzym, das den Abbau von Stärke schon beim Kauen ermöglicht.

Echte Fleischfresser verspeisen ihr Fleisch somit roh, Menschen bevorzugen dagegen gekochtes oder gebratenes Fleisch. Durch die Erhitzung werden jedoch die natürlichen verdauungsfördernden Enzyme wiederum im Fleisch zerstört. Die Bauchspeicheldrüse muss daher mehr eigene Enzyme produzieren, wodurch sie allmählich überstrapaziert und geschwächt wird. Dann ist es nicht mehr weit bis zum Ausbruch einer Krankheit.

Und während der Körper klassischer Fleischfresser selber Vitamin C bilden kann, ist der Mensch darauf angewiesen, dieses Vitamin über die Nahrung aufzunehmen: Wahrscheinlich war der Wirkstoff in seiner Kost immer derart reichlich vorhanden, dass er auf die Eigensynthese verzichten konnte.

Die Leber im Organismus des Menschen ist nicht ausgerüstet, um die Harnsäure im Magen zu verarbeiten während der Verdauung von Fleisch, was zu Rheuma, Arthrose, Gicht, Leberkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, usw. führen kann, welches typische Jägerkrankheiten sind.

Im Magen eines Fleischfressers hat es viel konzentrierte Salzsäure, um die zähen Tiermuskeln zu verdauen. Der Mensch hat eine 20 Mal schwächere Magensäure als Fleischfresser. Darüber hinaus bringt Fleisch während der Verdauung bekanntlich steroide Metabolite hervor, welche krebserregende Eigenschaften haben. Rund drei Viertel der Menschen sterben heute in der westlichen Welt an chronischen Folge-Krankheiten wegen dem Fleischfrass. Die Nieren eines durchschnittlichen Fleischessers müssen dreimal so viel leisten, wie die eines Veganers.

Wildfleisch vom Jäger ist ungesundes AasAlle Fleischfresser in der Natur haben einen sehr kurzen Darm, (3-mal so lang wie der Körper) durch den sich das Fleisch in ca. 3 Std. hindurch bewegt.  Da Fleisch sehr schnell verdirbt und noch toxischer wird, können sie es so schnell wieder ausscheiden.

Der menschliche Organismus hat einen sehr langen Darm (12-mal so lang wie der Körper), indem diese Toxine beim Fleischkonsum den Körper schädigen, während ihres bis zu 18-stündigem Aufenthaltes. Da die Umgebung des Verdauungstraktes warm und feucht ist, verfault das Fleisch und produziert freie Radikale – instabile und destruktive Sauerstoffatome, die Krebs verursachen, die Alterung beschleunigen und andere gesundheitliche Schäden anrichten.

Der Mensch hat auch keine eigentlichen Reiss- bzw. Fangzähne oder Krallen, wie sie die fleischfressenden Tiere in der Natur haben. Fleischfresser haben scharfe und spitze Vorderzähne zum Reissen, aber kein Kaugebiss zum Zermahlen. Fleischfresser verschlingen ihre Nahrung in der Regel ohne, zu kauen. usw.

Eine Nahrung, aufgezwungen wider der Genetik, als der Signalsteuerung des informellen Netzwerkes, hat grosse Nachteile und fördert laut der Wissenschaft mentale und physische Krankheiten. Bei den Kühen ist dies zum Beispiel Rinderwahnsinn bzw. BSE.

Fleischkonsum spielte bei der Evolution des Menschen keine so entscheidende Rolle. Fleisch ermöglichte auch nicht die Vergrösserung des Gehirns. Dies sind Behauptungen, die ihren Ursprung in Schnapsideen, wilden Fantasien, stumpfsinniger Jagdliteratur und derartigen unwissenschaftlichen Quellen haben (Wild beim Wild informierte – Das Gehirn). Das evolutionär bedingte Wachstum des menschlichen Gehirns dürfte viel eher mit der Entdeckung des Feuers zu tun gehabt haben, sodass sich eine Fülle neu verfügbarer Energie zur Verfügung stellte.

Wildbret ist Aas

Fleisch ist ein hochsensibler Füllstoff für Hobby-Jäger, der eigentlich durchgehend Kühlung benötigt. Ist das nicht gewährleistet, wird das Fleisch sehr schnell von Keimen und Fäulnisbakterien heimgesucht, die der Gesundheit alles andere als zuträglich sind.

Wie es um den Zustand von Wildfleisch aussieht, ist vielen Menschen gar nicht bewusst,

mahnt Carl Sonnthal von der IG Wild beim Wild immer wieder.

Schon 8 Minuten nach Eintritt des Wildtier-Todes beginnt das Blut in den Adern zu gerinnen. Im Grunde genommen hat man es also schon nach noch nicht einmal 10 Minuten mit etwas zu tun, was unter Aas bekannt ist.

Das Wort Aas bezeichnet ursprünglich auch den toten Körper eines Tieres, dass nicht durch rituelle Schlachtung getötet wurde. Nach dem Tod beginnt unmittelbar in verschiedenen Stufen der Verwesungsprozess.

So oder so, Kadaver, Tierleichen, Luder bzw. Aas ist in erster Linie Nahrung für bestimmte Tierarten, die genetisch und anatomisch dafür gebaut sind und sicher nicht für normale Menschen.

Geschossenes Wild liegt nun aber nicht nur runde 10 Minuten ungekühlt und unverarbeitet in der Gegend herum, sondern manchmal mehrere Stunden, bevor es eingesammelt und zur Verarbeitung transportiert wird.

Dies ist unter anderem so, weil eine Jagd nicht grundsätzlich endet, wenn das erste Tier erlegt ist, zum Beispiel bei einer Treibjagd, langen Transportwege usw. Oft folgen noch sektiererische Rituale wie Verblasen der Strecke, Schüsseltreiben, Saufgelage, Trophäenfotos usw.

Damit keiner der Jäger in die Schusslinie eines anderen Jägers geraten kann, bleiben die erlegten Tiere daher zunächst solange an Ort und Stelle, bis das Ende der Jagd signalisiert wird.

In dieser Zeit ist längst Aas aus den erlegten Tieren geworden, was man auch riechen kann. Eigentlich ist das für normale Menschen schon abstossend genug. Normale Menschen ekelt es schon, tote Tiere zu berühren. Darauf noch rumzukauen, ist für Hobby-Jäger ein Genuss.

Aas

Aas

Sieht so sachgerechter Umgang mit Fleisch aus? Auf gar keinen Fall! Was auf diesem Bild zu sehen ist, ist weit mehr, als nur empörend, doch es ist Realität.

Da wurde Wild, welches erstmal Stunden ungekühlt in der Gegend gelegen hat, auch noch draussen auf der Wiese aufgeschnitten und ausgenommen. Wird das Fleisch des Wilds unsachgemäss behandelt, verdirbt es schnell. Ausgenommen ist nicht ausgeblutet!

Kühlung = NULL!
Hygiene = NULL!

Wird sowas auch noch gegessen, sind nachhaltige Lebensmittelvergiftungen, Verdauungsstörungen und Krankheiten praktisch programmiert!

Bei Kuh, Schwein und Co. erfolgt die Schlachtung in der Regel sachgerecht. Da wird Fleisch gekühlt und hygienisch verarbeitet. Nicht so steril geht es offensichtlich bei der Jagd der Hobby-Jäger zu und her.

In entsprechenden Verordnungen ist nachzulesen, dass dieser Schnitt innerhalb von 60 Sekunden nach Eintritt des Todes zu erfolgen hat. Dies hat seinen Grund: Die Tiere sollen auf keinen Fall zu Aas werden, was genau dann gewährleistet ist, wenn sachgerecht vorgegangen wird.

Der Schlachtvorgang selbst läuft normalerweise wie folgt ab: Das Tier wird zunächst betäubt und dann getötet. Anschliessend wird der Schnitt gesetzt, durch den die Tiere ausbluten.

Aus diesem Grund hat Wildfleisch der Hobby-Jäger einen roten bis dunklen Farbton, ekelerregenden Geruch usw. weil die Leichenteile viel geronnenes Blut und Kadavergifte aus dem Verwesungsprozess enthalten.

Wildtiere leben in ständiger Angst wegen den Hobby-Jäger. Insbesondere, wenn sie real von ihnen gejagt werden, produzieren sie Unmengen giftige Hormone, Adrenalin usw. welche sich im Fleisch zusammen mit den anderen bereits vorhandenen Giften und Schlacken vereinigen. Treibjagd, Drückjagd oder Bewegungsjagden produzieren noch minderwertigeres Fleisch, welches nicht selten auch noch mit Munitionspartikeln verseucht ist.

Diese Fach- und Sachbezüge einer geordneten Schlachtung sind im Hobby-Jagd-Betrieb nicht zu verwirklichen. Wer glaubt, dass Hobby-Jäger, die schon auf der Jagd in vielen Belangen wie Tierschutz, Naturschutz, Gesetze, Ethik usw. überfordert sind, auch noch fachgerechte Metzger sind, ist einfach nur naiv.

Selbst die Bibel warnt vor derartigem unreinen Fleisch bzw. Aas gleich aus mehreren Gründen und dass man kein Blut essen oder trinken soll. Juden, Hindus usw. würden solche Produkte vom Hobby-Jäger zu Recht nicht einmal anfassen.

Und zu behaupten, man müsse Fleisch essen, wegen den Vitaminen und Nährstoffe, ist genau so einen Unsinn, wie zu sagen, man müsse an den Nordpol fahren, um Ferien zu machen. Diese Vitamine und Nährstoffe findet man in hochwertigerer Qualität auch anderswo.

Erlegtes Wild ist daher grundsätzlich Aas und daher eigentlich gar nicht für den Verkauf statthaft.

WildfleischIn Kanada ist es in der Regel verboten, Wildfleisch der Jäger in Restaurants oder Geschäften zu verkaufen, weil es eher als Gift bewertet wird, als ein Nahrungsmittel laut einem Artikel in „The Globe and Mail“. Zum einen soll das Verbot dem Artenschutz dienen und zum anderen, weil es nicht sicher ist. Unkontrolliertes Fleisch kann auch für die menschliche Gesundheit – Magen- und Darmparasiten – sehr gefährlich sein. Weil Wildtiere frei umherwandern können, sind sie Krankheitserregern wie Tuberkulose, Giardia, E. coli, Salmonellen, Sarcocystis usw. viel mehr ausgesetzt. Wildfleisch ist öfter mit gefährlichen Bakterien und Keimen belastet als angenommen. Auch die Fütterung von Haustieren mit und insbesondere rohem Wildfleisch ist höchst problematisch, wenn es vom Hobby-Jäger kommt.

Verkauft wird das Zeug mit Fäkalaroma in der Schweiz natürlich trotzdem an die ahnungslose Bevölkerung – sowohl direkt vom Hobby-Jäger, als auch in Restaurants oder Geschäfte.

Was sagen die Behörden dazu?

Verarbeitetes Wildfleisch sei wie Zigaretten, Asbest oder Arsen krebserregend, erklärt die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bei Wildliebhabern, wie zum Beispiel Jägern und ihren Familien zeigen Studien aus der Schweiz, dass in diesen Haushalten bis zu 90 Portionen Wildfleisch im Jahr verzehrt werden. Als bedenklich stuft das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit die Situation von Jägern und Familien ein, die ein oder mehrmals pro Woche Wildfleisch essen.

Während Kupfer und Zink essenziell für den Menschen sind, gilt Blei als hochgiftig. Behörden empfehlen deshalb seit Jahren Kindern, Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch auf den Verzehr von Fleisch mit Bleimunition erlegtem Wild zu verzichten.

Wildfleisch ist zudem weniger lang haltbar, als Fleisch von geschlachteten Nutztieren. Mehrere Faktoren verursachen den schnelleren Verderb: das fehlende Ausbluten, der verzögerte Eintritt in die Kühlkette und ungünstige hygienische Bedingungen.

Rohes Wildfleisch kann mit Krankheitserregern wie Trichinellen, Salmonellen, E.-coli, Hepatitis E-Viren usw. belastet sein. Deshalb sind beim Umgang mit Wildfleisch wie Reh oder Wildschein besondere hygienische Sorgfalt geboten.

Am wichtigsten jedoch bei Gerichten vom toten Wildtier sind Gewürze und tagelanges Einlegen – wer will schon, dass der Aasgeschmack durchschlägt?

Für die IG Wild beim Wild ist Tierschutz immer auch Menschenschutz.

Wer viel Aas ist, sollte auch diese Studie konsumieren: Demnach kann der Verzehr von verarbeitetem Fleisch wie Wildbret schwere psychische Probleme wie wochenlange manische Phasen oder auch Hyperaktivität und Schlafstörungen begünstigen.

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Hobby – Jäger in den Schulen? Nein Danke!

Seit geraumer Zeit ist zu beobachten, dass Hobby-Jäger in Kindergärten und Schulen eine sektenartige Image – Kampagne betreiben, mit dem Ziel, unsere tierliebenden Kinder an die grausame Hobby Jagd heranzuführen.

 

Schluss mit der Tierquälerei der Jäger

Laut Tierschutzgesetz (Art. 26 TSchG) muss ein “vernünftiger Grund” für das Töten eines Tieres vorliegen – bei der Jagd auf Füchse handelt es sich jedoch lediglich um die Befriedigung eines blutigen Hobbys. Für Füchse gibt es keine rechtliche Abschussplanung.

 

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