Georgien: Tote Schweine im Meer „entsorgt“

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Tiere wie Müll im Meer verklappt: Aktuell von PETA veröffentlichtes Bildmaterial zeigt, wie Schweine auf einem Tiertransport vom bulgarischen Warna nach Batumi in Georgien leiden und sterben. Vier Tage mussten die Tiere Ende Juli während der Überfahrt mit der Fähre durch das Schwarze Meer bei sengender Hitze in Lkws ausharren – ohne Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung.

Ein Zeuge beobachtete, wie etwa 40 vermeintlich tote Schweine aus den Transportern geholt und über Bord geworfen wurden – auch noch lebende Tiere sollen darunter gewesen sein. Auf einem Video ist ein verdurstendes Schwein zu sehen, das zu geschwächt ist, um aufzustehen. PETA hat sich mit Briefen an die zuständigen Behörden in Bulgarien und Georgien gewandt. Die Tierrechtsorganisation fordert ein Verbot der Tiertransporte.

Laut unserem Informanten herrschen diese Zustände auf Tiertransporten über das Schwarze Meer seit mehreren Jahren – sie sind also die Regel und keine Ausnahme. Das ist nicht hinnehmbar“, so Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA. „Dieser Fall macht erneut klar, dass Tiere wie leblose Ware behandelt und Gesetze europaweit missachtet werden. Kontrollen versagen komplett. Nur ein Verbot der Transporte kann den Tieren wirklich helfen.“

Dass Schweine und andere Tiere weite Strecken über Landesgrenzen hinaus transportiert werden, hat rein wirtschaftliche Gründe. Die tierhaltende Landwirtschaft ist sehr spezialisiert. Das bedeutet, dass die meisten Tiere in ihrem Leben mehrmals transportiert werden: Beispielsweise vom Aufzucht- zum Mastbetrieb und dann nochmals zum Schlachthof. Zudem ist es billiger die Tiere lebendig zu exportieren und vor Ort zu töten, anstatt ihr Fleisch in einer ständigen Kühlkette ins Ausland zu befördern. Auf den Transportern oder Schiffen leiden die Tiere dann meist tagelang unter extremen Wetterbedingungen, Durst, Hunger und Stress. In ihrer Verzweiflung fügen sich die Tiere gegenseitig Verletzungen zu oder sterben langsam und qualvoll. Die EU-Transportverordnung, die auch außerhalb der Grenzen gilt, sofern die Tiere aus der EU stammen, wird dabei regelmäßig und dramatisch missachtet. Kontrollen finden kaum statt und Strafen gegen Verstöße sind meist gering. Deshalb setzt sich PETA in einer Petition gegen Langstreckentransporte in Nicht-EU-Staaten ein und spricht sich für die vegane Lebensweise aus.

PETAs Motto lautet in Teilen, dass Tiere nicht da sind, um für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht.

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