Liechtenstein ist beim Management von Grossraubtieren eng in die Strukturen der Schweiz eingebunden. Nun haben die beiden Länder zwei Leistungsvereinbarungen zu Herdenschutz und Wolfsmanagement unterzeichnet.

Zur Sicherung der Leistungen von schweizerischen Einrichtungen für Liechtenstein und des harmonisierten Vollzugs im Management insbesondere des Wolfs hat die Regierung zwei Leistungsvereinbarungen mit schweizerischen Fachstellen im Zusammenhang mit dem Herdenschutz und dem Wolfsmanagement beschlossen.

Durch den Schutz von Restpopulationen von Wolf, Bär und Luchs konnten sich deren Bestände während der letzten Jahrzehnte in ganz Mitteleuropa erholen. Das Vorkommen dieser Grossraubtiere in von Menschen dominierten Landschaften birgt aufgrund vielfältiger Nutzungsansprüche Konfliktpotential zwischen Mensch, Nutz- und Wildtieren.

Konfliktfelder minimieren

Professionelles Grossraubtiermanagement beinhaltet die sachliche Information der Öffentlichkeit, Beratung der betroffenen Personenkreise sowie die internationale Zusammenarbeit und hat zum Ziel, Konfliktfelder zu minimieren und das Zusammenleben der Menschen mit heimischen Wölfen, Luchsen, Bären und Goldschakalen zu gewährleisten.

In Liechtenstein werden regelmässig Luchse nachgewiesen, die insbesondere das Berggebiet als Teillebensraum ihrer durchschnittlich 100-150 km2 grossen Streifgebiete nutzen. Im Frühjahr 2018 erfolgte der erste Nachweis eines Goldschakals in Liechtenstein. Das als „Calanda-Rudel“ bekannt gewordene geografisch nächste Wolfsvorkommen befindet sich in einer Entfernung von weniger als 30 km Luftlinie zu Liechtenstein.

Dem Amt für Umwelt obliegt die Verantwortung über das Management von Grossraubtieren in Liechtenstein, worunter neben den Kenntnissen über nachgewiesene Individuen auch der Schutz von Nutztieren fällt. Aufgrund der Kleinheit des Landes können sich keine eigenen Populationen von Luchsen oder Wölfen etablieren. Dies ist einer der Hauptgründe, weshalb im Grossraubtiermanagement intensiv mit der Schweiz zusammengearbeitet wird. Liechtenstein orientiert sich eng an der Vollzugspraxis der Schweiz und hat Einsatz in die „Interkantonale Kommission“ (IKK), in der es sich als Teil eines Kompartiments mit den Kantonen Graubünden, St. Gallen (südl. Sarganserland) sowie Tessin über das Management der Grossraubtiere in der Region Südostschweiz austauscht.

Überwachung der Grossraubtiere und Herdenschutz

Um die Überwachung der Grossraubtiere in Liechtenstein zu gewährleisten, wurde auf der Basis einer Leistungsvereinbarung die Zusammenarbeit mit der Schweizer Stiftung KORA beschlossen. KORA erforscht die Lebensweise der Raubtiere und überwacht die Entwicklung ihrer Populationen. Die KORA unterstützt neben Liechtenstein auch das Schweizer Bundesamt für Umwelt BAFU sowie alle Schweizer Kantone bei der Umsetzung von Massnahmen für ein konfliktarmes Zusammenleben.

Da Liechtenstein zu klein für eine eigene Herdenschutzstelle ist und über verhältnismässig wenige Schafe und bestossene Alpen verfügt, wurde im Bereich Herdenschutz ebenfalls eine Leistungsvereinbarung beschlossen. Die Fachstelle Kleinvieh des Landwirtschaftlichen Zentrums St. Gallen in Salez, die bereits mehrjährige Erfahrung im Bereich Herdenschutz aufweisen kann, unterstützt das Amt für Umwelt neu in der Beratung von Nutztierhaltern sowie bei der Umsetzung von Herdenschutzmassnahmen.

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Laut Tierschutzgesetz (Art. 26 TSchG) muss ein “vernünftiger Grund” für das Töten eines Tieres vorliegen – bei der Jagd auf Füchse handelt es sich jedoch lediglich um die Befriedigung eines blutigen Hobbys. Für Füchse gibt es keine rechtliche Abschussplanung.

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