Elefant stürzt bei Circus Krone-Gastspiel in Osnabrück in Zuschauerbereich

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Bei der Premierenvorstellung von Circus Krone in Osnabrück ist am Mittwoch ein Elefant von zwei Artgenossen gerammt worden und in den Gästebereich gestürzt. Mindestens ein Zuschauer wurde verletzt. Der Vorfall zeige wieder einmal, dass Wildtiere wie Elefanten nicht in die Manege gehören, so Dr. Yvonne Würz, Fachreferentin für Tiere in Zoos und Zirkussen bei PETA. Die Tierrechtsorganisation fordert die Bundesregierung eindringlich auf, endlich ein Wildtierverbot in Zirkussen zu beschließen. Deutschland ist eines der letzten EU-Länder ohne ein Zirkus-Wildtierverbot.

Unfälle in Zirkussen wie der in Osnabrück werden sich immer wieder ereignen, solange die Tierquälerei in der Manege nicht beendet wird“, sagt Würz. „Die Politik ist in der Pflicht, Menschen und Tiere vor der Verantwortungslosigkeit der Zirkusmitarbeiter zu schützen. Das Wildtierverbot muss kommen, sonst werden bald wieder Verletzte oder sogar Tote zu beklagen sein. Ein rollender Zoo mit unter Zwang dressierten Elefanten, Tigern und anderen Tieren ist eine tickende Zeitbombe.

Erst kürzlich kam es zu einem anderen Vorfall im Circus Krone. In Neuwied entkam ein Elefant aus seinem Gehege, lief durch die Stadt und überquerte vielbefahrene Straßen. Unfälle mit und Ausbrüche von Wildtieren wie Elefanten, Tigern oder Bären aus deutschen Zirkusbetrieben sind vielfach dokumentiert. Insgesamt kam es zwischen 2009 und 2018 zu mindestens 47 Ausbrüchen von Bären, Elefanten, Flusspferden, Großkatzen, Nashörnern und Primaten aus Zirkusbetrieben in Deutschland. Dabei wurden in den vergangenen Jahren mehrere Menschen getötet und verletzt. EU-weit ist Deutschland das Land mit den mit Abstand meisten Zwischenfällen mit Tieren aus Zirkussen.

Zirkus-Wildtierverbot in Deutschland längst überfällig

Nach wie vor werden Hunderte Wildtiere auf Lkws durch Deutschland gefahren und mit der Peitsche oder dem sogenannten Elefantenhaken gezwungen, unnatürliche Bewegungsabläufe vorzuführen. Bereits 27 europäische Länder haben Wildtierdressuren im Zirkus komplett verboten oder zumindest eingeschränkt. Allein 2017 haben Schottland, Italien, Irland, Rumänien, Estland und Lettland neue Gesetze zum Verbot von Wildtieren im Zirkus erlassen.

Neben der Bundestierärztekammer hat sich auch der Bundesrat bereits drei Mal für ein Verbot bestimmter Tierarten im Zirkus ausgesprochen. Einer repräsentativen forsa-Umfrage vom Mai 2014 zufolge vertreten 82 Prozent der Deutschen die Auffassung, dass Wildtiere nicht artgerecht im Zirkus gehalten werden können. Vor diesem Hintergrund kritisiert PETA insbesondere die CDU/CSU-Fraktion, die als einzige Partei im Bundestag ihre Zustimmung zu einem Wildtierverbot bislang verweigert.

PETAs Motto lautet in Teilen, dass Tiere nicht da sind, um uns zu unterhalten. Die Tierrechtsorganisation fordert ein grundsätzliches Verbot von Tieren im Zirkus, denn die Unterbringung in kleinen Gehegen, die ständigen Transporte sowie die von Gewalt und Zwang geprägte Dressur führen zu Verhaltensstörungen, Krankheiten und oftmals zu einem frühen Tod.

Um ein Zeichen gegen Tierquälerei im Zirkus zu setzen, ist das freiwillige PETA-ZWEI-Streetteam aus Osnabrück vom 4. bis 6. Juli jeweils ab 15:30 Uhr mit einem Infostand in der Großen Straße vertreten, um Unterschriften zu sammeln. Zudem demonstrieren die Tierfreunde am 7. Juli ab 14:15 Uhr und am 8. Juli ab 12:45 Uhr mit Schildern und Flyern in der Nähe des Zirkuseingangs, um Passanten über das Leid der Tiere in Zirkusbetrieben zu informieren.

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Hobby – Jäger in den Schulen? Nein Danke!

Seit geraumer Zeit ist zu beobachten, dass Hobby-Jäger in Kindergärten und Schulen eine sektenartige Image – Kampagne betreiben, mit dem Ziel, unsere tierliebenden Kinder an die grausame Hobby Jagd heranzuführen.

 

Schluss mit der Tierquälerei der Jäger

Laut Tierschutzgesetz (Art. 26 TSchG) muss ein “vernünftiger Grund” für das Töten eines Tieres vorliegen – bei der Jagd auf Füchse handelt es sich jedoch lediglich um die Befriedigung eines blutigen Hobbys. Für Füchse gibt es keine rechtliche Abschussplanung.

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