In den Wäldern von Vietnam, Laos, Indonesien, Myanmar und Thailand spielt sich eine von der Welt kaum wahrgenommene Tragödie ab: Immer mehr Wildtiere sterben in den Schlingfallen von Wilderern – vom Elefanten bis zum Pangolin. Die Opferzahlen sind so hoch, dass Wissenschaftler einige Schutzgebiete als „leere Wälder“ bezeichnen. 

Sie sind aus Metall, Kunststoff oder Seil – Schlingfallen töten und verstümmeln in den Wäldern Südostasiens massenhaft und wahllos Wildtiere. In einem einzigen geschützten Bergwaldgebiet in Kambodscha, dem Southern Cardamom National Park, sammelten Ranger der Organisation Wildlife Alliance innerhalb der letzten sechs Jahre 109.217 Fallen ein. Das geht laut britischem Guardian aus einem aktuellen Bericht der US-Umweltorganisation hervor, die sich in Kambodscha für den Wildtierschutz einsetzt. „In einigen Wäldern in Vietnam leben keine Tiere mehr, die grösser sind als Hörnchen“, schreibt Thomas Gray, wissenschaftlicher Direktor der Wildlife Alliance. „Wenn man bedenkt, wie vielfältig diese Wälder einst waren, wird klar, was dieser Verlust für das gesamte Ökosystem und die Artenvielfalt bedeutet.“

Laut Gray ist das Problem in Vietnam und Laos am grössten, gefolgt von Kambodscha, Myanmar, Indonesien und Thailand. In einigen Regionen, sogar in Schutzgebieten, ist die Lage so ernst, dass die Forscher von „leeren Wäldern“ sprechen. Dort haben Jäger dafür gesorgt, dass es keine mittleren und grossen Tiere mehr gibt.

Die Wilderer töten nicht unbedingt allein, um ihre Familien zu versorgen, so der Bericht. Das Fleisch wird vor allem auf den Märkten der Städte verkauft, um Asiens wachsende Mittel- und Oberschicht zu versorgen.

Normalerweise, so Gray, benutzen Jäger diese Schlingfallen, um Wild und Wildschweine zu fangen. Doch tatsächlich können sie jedes Tier damit zur Strecke bringen. Ein einfaches Motorrad-Bremskabel kann einen Tiger, einen Bären und sogar einen jungen Elefanten töten.

Im Kardamom-Nationalpark sind die Ranger inzwischen dazu ausgebildet, die oft gut versteckten Fallen zu finden. Doch so wichtig die Arbeit der Ranger ist – um das Artensterben in Asiens Wäldern aufzuhalten und die Fauna zu erhalten, sind strengere Gesetze und Kontrollen von staatlicher Seite nötig. „Und eine Bewusstseinsänderung bei den Menschen“, fügt Thomas Gray hinzu:

Wenn Wildtiere, nicht nur Säugetiere, sondern auch Vögel und Reptilien, in Südostasien überleben sollen, muss der Handel von Tierprodukten für Luxusfleisch und Medizin aufhören.

Im Leuser Ökosystem auf der indonesischen Insel Sumatra unterstützt Rettet den Regenwald die wichtige Arbeit der Ranger, die nicht nur Fallen einsammeln, sondern auch Wilderern das Handwerk legen. Ausserdem arbeiten unsere Partner vom Forum Konservasi Leuser eng mit Behörden und Entscheidungsträgern zusammen.

Die IG Wild beim Wild unterstützen

Ihre Spende kann von den Steuern abgezogen werden. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Wildtiere. Helfen Sie mit, tierquälerische Jagdmethoden zu beenden, bei der Herstellung von Informationsmaterial, Initiativen, Recherchen, Rechtsbeistand usw.

Fr
Zahlungsmethode auswählen
Persönliche Informationen

Um eine Spende via Bank oder Post zu tätigen, befolgen Sie bitte folgende Anweisungen:

Bankverbindung:

IBAN: CH49 00767 000U 5074 2536
Adresse: Wild beim Wild, Arisciöö 45, 6571 Indemini
Banque Cantonale Vaudoise
Place St-François 14, CP 300
1002 Lausanne
Clearingnummer: 767
SWIFT/BIC: BCVLCH2LXXX
CCP: 10-725-4

Alle Zuwendungen werden dankbar entgegengenommen und sind steuerlich abzugsfähig.

Spendensumme: Fr 5.00

Jetzt Petitionen unterschreiben:

Hobby – Jäger in den Schulen? Nein Danke!

Seit geraumer Zeit ist zu beobachten, dass Hobby-Jäger in Kindergärten und Schulen eine sektenartige Image – Kampagne betreiben, mit dem Ziel, unsere tierliebenden Kinder an die grausame Hobby Jagd heranzuführen.

 

Schluss mit der Tierquälerei der Jäger

Laut Tierschutzgesetz (Art. 26 TSchG) muss ein “vernünftiger Grund” für das Töten eines Tieres vorliegen – bei der Jagd auf Füchse handelt es sich jedoch lediglich um die Befriedigung eines blutigen Hobbys. Für Füchse gibt es keine rechtliche Abschussplanung.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen