Indemini – Die IG Wild beim Wild führt mit spannenden Themen und Begriffserklärungen eine Online-Aufklärungsreihe, welche nicht nur für die Hobby-Jägerin und den Hobby-Jäger in der neuzeitlichen Kulturlandschaft interessant sind.

Immer wieder werden aus dem Hobby-Jäger-Milieu Dinge behauptet, die bei einer genauen Analyse ihren Ursprung in Schnapsideen, wilden Fantasien, Jagdliteratur und derartigen unwissenschaftlichen Quellen haben. Das liegt vor allem an der häufig unzulänglichen Ausbildung in den Kursen zur Jägerprüfung, die überwiegend von teils militanten Fanatikern mit einem sektenartigem Gedankengut durchgeführt werden und keinen regulären Qualifikationsnachweis brauchen. Nach der Ausbildung bewegt sich der Hobby-Jäger nur noch im Echoraum der Jagdpresse, die ihre schiefen und oft auch falschen Darstellungen stetig wiederholt.

In den Jagdvereinen wie bei „Jagd Schweiz“ bestätigt man sich dann gegenseitig in seiner Sicht der Dinge. Auf diese Weise ist eine abgeschottete Sekte entstanden, die für neue Informationen kaum zugänglich ist. Das fatale dabei ist, dass die Lokalpresse und Politik immer noch glaubt, dass unter dem Jägerhut Sachwissen bereitstünde und bei allen Naturthemen gerne den örtlichen Hobby-Jäger befragt. So kontaminieren diese problematischen Hobby-Jäger-Sekten dann auch noch den öffentlichen Raum.

Der Fleischkonsum spielte bei der Evolution des Menschen eine entscheidende Rolle. Fleisch ermöglichte erst die Vergrösserung des Gehirns.

Ist zum Beispiel ein immer wieder hervorgebrachtes Argument der Hobby-Jäger.

Dabei wird aber nicht beantwortet, weshalb andere, reine Fleischfresser kein grösseres Gehirn entwickelten. Hund, Katze und andere Beutegreifer haben sichtbar nicht die grössten Gehirne.

Die aktuelle Wissenschaft weiss heute jedoch, dass Vegetarier länger leben und dass wenn man vegetarisch lebenden Tieren Fleisch verfüttert, sich Geisteskrankheiten entwickeln, zum Beispiel BSE.

Der Mensch ist gemäss seiner Genetik in erster Linie Nüsse-, Gemüse-, Obst-, Hülsenfrüchte also auch ein Pflanzenesser und nicht Karnivore. Natürlich kann der Mensch alles Fressen, nur ist er eben kein Mülleimer.

In Tat und Wahrheit weiss die moderne Wissenschaft wenig über die Evolution des Gehirns. Es gibt von Forschern praktisch im Jahreszyklus neue Theorien darüber.

Die Grösse oder das Gewicht des Gehirns hat auch nichts mit dem Intelligenzquotienten zu tun. Intelligenz entsteht durch Neuronenverbindungen im Gehirn. Das Gehirn eines Mannes ist grösser, als das einer Frau, beide haben aber im Schnitt die gleiche Anzahl Neuronenverbindungen, beim Mann sind diese einfach nur länger.

In den vergangenen Jahrzehnten ist der Fleischkonsum in unvorstellbare Höhe geschnellt, dennoch wächst das menschliche Gehirn oder Intelligenz nicht – wie es aufgrund der These der Hobby-Jäger naheliegend wäre. Anders als bei den Schimpansen, die sich in der Regel vegetarisch ernähren, schrumpft das menschliche Gehirn jetzt sogar laut aktuellen Studien und die Intelligenz nimmt ebenfalls ab. Das Gehirn zieht sich zum Beispiel auch zusammen bei lang anhaltenden Depressionen.

Aus neurowissenschaftlicher Sicht ist besonders interessant, das Gewalttaten wie das Jägerdasein ein Gehirn verändern. Das Gleichgewicht der intellektuellen Fähigkeiten und der niederen animalischen Triebe gestört wird. Hobby-Jäger fehlt oftmals der Respekt vor Mitlebewesen. Ihre inneren Dämonen reagieren ungehalten auf Einschränkungen, Ratschläge und Kritik von der normalen Bevölkerung. Dies können Bürger im Selbsttest immer wieder in Gesprächen mit Hobby-Jäger feststellen, wenn diese aus dem „Nähkästchen“ plaudern.

An der Stelle wo Gewalt sich entlädt, werden genauso Schäden verursacht, wie am Punkt, auf den sie gerichtet ist. Und dies denkbar konkret auf neuronaler Ebene.

Neuropsychologen bestätigen: Die Amygdala, das Gefühlsortierbüro im Gehirn, ist bei Gewalttätern wie Hobby-Jägern und Psychopathen auffällig zurückgebildet oder gestört. Ist dieser zentrale Teil des Gehirns defekt, ist unter anderem das Ekelgefühl ausgeschaltet. Die Amygdala wird auch als Mandelkern bezeichnet.

Das evolutionär bedingte Wachstum des menschlichen Gehirns dürfte viel eher mit der Entdeckung des Feuers zu tun gehabt haben, sodass sich eine Fülle neu verfügbarer Energie zur Verfügung stellte, hält die IG Wild beim Wild fest.

Wenn Menschen aus der Not heraus gejagt haben und kannibalistisch veranlagte Hobby-Jäger jetzt behaupten, Fleisch sei für die Entwicklung des Gehirns und dessen Grösse das essenzielle Nahrungsmittel gewesen, ist dies, dem Naturell der Hobby-Jäger, einfach etwas kurz gedacht.

Fleisch enthält zudem immer einen hohen Anteil an Giften und macht extrem anfällig für Krankheiten körperlicher und geistiger Natur. Dies ändert auch nicht mit dem Etikettenschwindel der Hobby-Jäger; Wildbret sei Bio oder ein veredeltes Naturprodukt usw.

Die Summe des gesamten Giftcocktails welche Schweizer Bauern auf den Feldern entsorgen, setzt auch den Wildtieren massiv zu. Wildbret ist keinesfalls so naturbelassen und bio, wie es die Hobby-Jäger der Bevölkerung vorgaukeln. Gerade Wildbret ist mit Rückstände von Pestizide, Spritzmittel, Gülle, Antibiotika usw. aus dem Futter und Wasser von den Feldern belastet, nebst der potentiellen Schwermetallbelastung durch Munitionspartikel der Hobby-Jäger.

Gülle enthält ausserdem viel Schwermetall, da den Tieren in der Massentierhaltung Futter mit Zink und Kupfer gegeben wird. Diese Schwermetalle finden sich in den Exkrementen wieder, welche über die Gülle in die Böden gelangen. Sie hemmen das Pflanzenwachstum und schädigen wertvolle Mikroorganismen und wichtige Bodelebewesen wie Regenwürmer.

Verarbeitetes Wildfleisch ist wie Zigaretten, Asbest oder Arsen zudem krebserregend, erklärt auch die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Es ist im Grunde genommen eine Art Körperverletzung und somit Verbrechen, wenn Hobby-Jäger zum Beispiel Kinder zum Fleischkonsum überreden.

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