England: Hobby-Jäger quälen Fuchswelpen

Indemini – Eine polizeiliche Untersuchung über die mutmassliche Tötung von Fuchswelpen durch Jagdhunde stagnierte seit fast zwei Jahre, weil gegen den damit beauftragten Polizisten intern ermittelt wurde, schreibt die BBC.

Richard Barradale-Smith von der West Mercia Polizeistation wurde jetzt von allen Anschuldigungen gegen ihn freigesprochen – einschliesslich, dass er eine Affäre mit Anti-Jagd-Aktivisten hatte.

Die Anschuldigungen gegen ihn begangen, als im Jahr 2016 ein Video erschien, wo Fuchswelpen Jagdhunden zum Spielen „offeriert“ wurden.

Die Polizei hat jetzt verkündet, dass in diesem Fall fünf Menschen wegen Tierquälerei angeklagt werden.

Drei Männer und zwei Frauen zwischen 29 und 54 Jahren müssen nächste Woche in Birmingham vor Gericht erscheinen.

Im Mai 2016 haben Aktivisten des „Hunt Investigation Team“ mit versteckten Kameras einen mutmasslichen Hobby-Jäger aus South Herefordshire gefilmt, der offenbar jungen Füchse in einen Schuppen mit bellenden Jagd-Hunde trägt und später mit ihren Kadavern wieder auftaucht.

Die Anti-Jagd-Aktivisten glauben, dass der Hobby-Jäger seine Jagdhunde darin ausbildet, Füchse als wertlose Beute zu sehen.

Das Video-Material und Kadaver von Fuchswelpen wurden dem Polizisten Richard Barradale-Smith übergeben, der bereits früher Anzeigen von Tierschützern untersucht hatte.

Richard Barradale-Smith

Aber die Polizeikräfte von West Mercia begannen stattdessen mit einer internen Untersuchung gegen den Beamten, nachdem sie Anschuldigung erhalten haben, dass Barradale-Smith in einer Beziehung mit zwei Anti-Jagd-Aktivisten stehe, einschliesslich der Frau, die ihm die Beweise brachte.

Dies wäre ein Fehlverhalten in öffentlichen Ämtern gewesen.

Die Polizei durchsuchte sowohl sein Haus als auch jenes der Anti-Jagd-Aktivistin, die die BBC gebeten hatte, ihren Namen nicht zu verwenden.

Anonyme Drohbriefe wurden an eine andere Frau geschickt, die sich gegen die Fuchsjagd eingesetzt hatte und ebenfalls beschuldigt wurde, eine Affäre mit Richard Barradale-Smith zu haben. Sie reichte die Briefe an die Polizei weiter.

Die Person, die den Vorwurf erhoben hat, arbeitet in der Landwirtschaft und hat enge Verbindungen zur South Herefordshire Jagd. Sie ist jedoch keiner von denen, die angeklagt sind.

Die BBC berichtet weiter, dass die Person den Polizisten nicht namentlich genannt hat und den Polizeikräften gesagt hat, dass sie nicht weiter involviert werden möchte.

Die Familie von Herrn Barradale-Smith glaubt, dass es sich um eine „Schmutz-Kampagne“ aus dem Milieu der Hobby-Jäger handelt, die darauf abzielt, den Fall mit den Fuchswelpen zu stören.

Weitere Vorwürfe gegen den Polizeibeamten wurden im Oktober 2016 von einem leitenden Staatsanwalt erhoben, der sagte, der Polizist Barradale-Smith habe vertrauliche Informationen an den Aktivisten weitergegeben, der ihm den Videobeweis gab.

Er wurde auch beschuldigt, jemand mit E-Mails bombardiert zu haben.

Dies löste eine gesonderte Fehlverhalten-Untersuchung aus und er wurde von dem Fuchswelpen-Fall suspendiert.

Im Januar 2017 wurde der Polizist auch noch krank geschrieben.

Im März 2018 wurden die Ermittlungen gegen ihn nun abgeschlossen und  Richard Barradale-Smith wurde von jeglichem Fehlverhalten freigesprochen.

Jetzt, innerhalb weniger Wochen, wurde der Beschluss zur Strafverfolgung gegen die Fuchswelpen Quäler getroffen, zwei Jahre nach Beginn der Untersuchung.

Das Hunt Investigation Team beschreibt die Reaktion der Polizeikräfte als einen Skandal und behauptet, die Polizei schien mehr daran interessiert zu sein, den Beamten, der die Vorwürfe untersucht hatte, zu „belästigen“, als die Vorwürfe selbst zu untersuchen.

Die Anti-Jagd-Aktivistin, die den Fall ins Rollen brachte und anonym bleiben möchte, sagte aber: „Die Polizei ist dazu da, ohne Furcht oder Bevorzugung zu ermitteln, wenn ihnen Beweise für ein Verbrechen zur Kenntnis gebracht werden.“

„Seit zwei Jahren untersuchen sie eine unbegründete Behauptung, dass ich eine Affäre mit einem Polizisten hatte, den ich einmal getroffen habe. Es wäre sehr leicht gewesen, zu zeigen, dass das völlig falsch war. Vermutlich ging es um einen Interessenkonflikt.“

In einer gemeinsamen Erklärung sagte die West Mercia Polizei und die Staatsanwaltschaft, dass die Fuchswelpen-Untersuchung eine Reihe von „komplexen Faktoren“ beinhaltet habe.

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Schluss mit der Tierquälerei der Jäger

Laut Tierschutzgesetz (Art. 26 TSchG) muss ein “vernünftiger Grund” für das Töten eines Tieres vorliegen – bei der Jagd auf Füchse handelt es sich jedoch lediglich um die Befriedigung eines blutigen Hobbys. Für Füchse gibt es keine rechtliche Abschussplanung.

 

1 Kommentar

  1. Was ist das für eine Welt?! Die waren Täter also die Fuchswelpenmörder laufen schön ungestraft, fröhlich weiter herum und machen mit ihrem grausamen Hobby weiter! Und die guten Menschen, die unschuldigen, die Helfer und Tierschützer versucht man zu bestrafen?!
    Was soll das???!!! Das ist alles eine reine Mafia!!! Die Jagt ist grausam und veraltet! Heute braucht niemand mehr einen Jäger! Es soll endlich verboten werden, dass Jäger mit Waffen im Zeugs herum ballern! Denn eines dürfen wir nicht vergessen, es wurden schon viele Haustiere (Katzen, Hunde ja auch Schafe) und auch Menschen von Jägern angeschossen!

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