Das Leiden der extrem überfütterten, abnorm fetten Füchse in Käfigen finnischer Pelzfarmen nimmt auch acht Monate nach der Veröffentlichung ihrer dramatischen Lebensumstände kein Ende. Aktuelle Aufnahmen der Tierrechtsgruppe Oikeutta eläimille zeigen, dass die katastrophalen Bedingungen trotz internationaler Proteste unverändert sind. 

Die Tiere werden auf enorme Grösse gezüchtet und krankhaft gemästet, damit sie mehr Hautfalten bekommen und ihren Peinigern damit mehr Pelz und Profit liefern. Als die Beweise im August vergangenen Jahres vorgelegt wurden, sorgten die Bilder für einen gesellschaftlichen Aufschrei. Angesichts der unveränderten Zustände fordert PETA Unternehmen auf, aus dem Pelzhandel auszusteigen. Zudem appelliert die Tierrechtsorganisation an Konsumenten, vegane Bekleidung zu kaufen und ein Bewusstsein für das Tierleid zu entwickeln, das mit Pelz, Leder und anderen Materialien tierischen Ursprungs verbunden ist.

Die Situation in Finnland zeigt deutlich, dass der Pelzbranche das Wohl der Tiere völlig egal ist“, so Johanna Fuoß, Fachreferentin für Tiere in der Bekleidungsindustrie bei PETA. „Für höhere Profite werden Füchse bis zur Unkenntlichkeit gemästet. Die Tiere leiden auf europäischen Pelzfarmen genauso wie in China. Millionen Tieren könnte der Missbrauch auf Pelzfarmen erspart bleiben, wenn sich Verbraucher für Mode aus veganen Fasern entscheiden.

Dicke Wulste aus Haut, Fett und Fell sammeln sich rund um Gesicht und Körper der leidenden Tiere, ihre Augen sind rot und entzündet. Laut Oikeutta eläimille sind die übergewichtigen Füchse keine Ausnahme, sondern Normalzustand auf Pelzfarmen. Für die skrupellosen Unternehmer geht es um maximale Ausbeutung der Tiere für ihren Umsatz, worin auch der Grund für die Überzüchtung liegt. Die Polarfüchse wurden gezielt auf eine enorme – und damit extrem ungesunde – Größe gezüchtet und gemästet. So hoffen Pelzfarmer pro Tier auf mehr Fellwachstum. Durch größere, dichtere Pelze bekommen sie mehr Geld als durch den Verkauf herkömmlicher Fuchsfelle.

Vertreter der Pelzbranche versprachen nach der Veröffentlichung im vergangenen Jahr, die Machenschaften auf den genannten Farmen genauer kontrollieren zu wollen und die medizinische Versorgung kranker Tiere zu veranlassen.

Die erneute Veröffentlichung zeigt, dass der Pelzbranche nicht zu trauen ist. An den dokumentierten Zuständen auf den Pelzfarmen hat sich nichts verändert.

Pelz ist die abgezogene Haut mitsamt Haaren der Tiere, die ihr Dasein auf Pelzfarmen unter unwürdigen Bedingungen verbringen, bevor sie brutal getötet werden. Einigen wird das Fell bei lebendigem Leib vom Körper gerissen. Am Ende der Kette stehen große Unternehmen, die mit Häuten Modeartikel fertigen. Kein Tier muss für Kleidungsstücke gequält werden, denn mittlerweile gibt es durch technische Entwicklungen genügend hochwertige tier- und umweltfreundliche Alternativen für die Modeherstellung. Die Verwendung rein pflanzlicher oder synthetischer Materialien eröffnen der Bekleidungsbranche neue Märkte mit Potenzial. Mit dem PETA-Approved-Vegan-Logo hat die Tierrechtsorganisation zudem das einzige Label für vegane Mode ins Leben gerufen, das Kleidung und Textilien auszeichnet, für die kein Tier ausgebeutet oder getötet wurde. Dank jahrelanger internationaler Proteste von Tierrechtsorganisationen wie PETA haben sich in den vergangenen Jahren viele Designer wie Gucci, Versace, Michael Kors, Jimmy Choo, Furla, John Galliano und Donna Karan dazu entschieden, künftig keine Pelzkleidung mehr zu verkaufen. Einige Modelabels wie Escada und Canada Goose halten jedoch krampfhaft am blutigen „Modetrend“ fest und stellen sich damit ins Abseits.

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Schluss mit der Tierquälerei der Jäger

Laut Tierschutzgesetz (Art. 26 TSchG) muss ein “vernünftiger Grund” für das Töten eines Tieres vorliegen – bei der Jagd auf Füchse handelt es sich jedoch lediglich um die Befriedigung eines blutigen Hobbys. Für Füchse gibt es keine rechtliche Abschussplanung.

 

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