Am Sonntagvormittag (8.4.2018) meldeten Bewohner einer Liegenschaft am Dorfrand von Gais der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden einen kranken Luchs. Die kantonale Wildhut (Im Kanton AR gibt es keine diplomierten Wildhüter) fand daraufhin den Luchs, welcher keine Fluchtreaktion mehr zeigte und sich atypisch verhielt. Das ausgewachsene Tier hatte sich in einem Holzschopf verkrochen. Es war abgemagert und hatte an der linken Vorderpfote eine offensichtliche Verletzung und Reste einer Fangschlinge. Der Luchs musste laut den Hobby-Jägern erschossen werden.

Mitte März versuchte die St.Galler Jagdbehörde für ein internationales Umsiedlungsprojekt einen Luchs einzufangen: Um ein gerissenes Reh wurden Fussfallen aufgestellt, knapp 100 Meter entfernt lagen Hobby-Jäger mit Nachtsichtgeräten ausgestattet auf der Lauer. Ein Luchs ging ihnen in die Falle. Nur wenige Sekunden später riss sich das Tier jedoch wieder los. Die Hobby-Jäger leiteten sofort eine Suchaktion ein – doch vom Luchs keine Spur. Nicht einmal Blutspuren konnten gefunden werden.

Urs Breitenmoser

In der Folge stellte sich heraus, dass die vom Verein für Raubtierökologie und Wildtiermanagement (KORA) bereitgestellte Falle einen Konstruktionsfehler aufwies. «Fussschlingen-Fallen sind seit 35 Jahren eine bewährte Methode. Bei der Auslese des Materials für die neue Serie ist nun aber ein Fehler unterlaufen», sagt Urs Breitenmoser, Projektleiter der KORA, und nimmt die Schuld auf sich. Alle Fallen sind mittlerweile vom Verein zurückgezogen und korrigiert worden.

Trotz intensivem Nachsuchen mit spezialisierten Hunden konnte das Tier vom St.Galler Fangteam nicht gefunden werden. Offenbar hatte sich der Luchs bei der Flucht derart unglücklich verletzt, dass er nicht mehr jagen konnte und deshalb erlegt werden musste. Zurzeit laufen weitere Ermittlungen zur Abklärung der genauen Umstände. Das Tier wird am Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin FIWI in Bern pathologisch untersucht.

Die Schweiz beteiligt sich seit 2013 an sehr fragwürdigen Luchs-Wiederansiedlungsprojekten im benachbarten Ausland, um den Aufbau neuer Populationen in den Nachbarstaaten zu unterstützen und die Vernetzung zu fördern. Daher werden seit einigen Jahren Luchse in der Schweiz eingefangen und nach Italien, Österreich oder Deutschland umgesiedelt (Wild beim Wild informierte).

Jetzt Petitionen unterschreiben:

Hobby – Jäger in den Schulen? Nein Danke!

Seit geraumer Zeit ist zu beobachten, dass Hobby-Jäger in Kindergärten und Schulen eine sektenartige Image – Kampagne betreiben, mit dem Ziel, unsere tierliebenden Kinder an die grausame Hobby Jagd heranzuführen.

 

Schluss mit der Tierquälerei der Jäger

Laut Tierschutzgesetz (Art. 26 TSchG) muss ein “vernünftiger Grund” für das Töten eines Tieres vorliegen – bei der Jagd auf Füchse handelt es sich jedoch lediglich um die Befriedigung eines blutigen Hobbys. Für Füchse gibt es keine rechtliche Abschussplanung.

 

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