Erleben und melden Sie das Eintreffen der Zugvögel

Die ersten Weissstörche sind bereits auf ihren Nestern eingetroffen, weitere Zugvogelarten sind auf dem Rückweg in die Schweiz. BirdLife Schweiz lädt die Bevölkerung ein, an der Beobachtungsaktion „Spring Alive“ teilzunehmen, dabei nach fünf Zugvogelarten Ausschau zu halten und die jeweils ersten Beobachtungen auf www.birdlife.ch/springalive zu melden. Mit der Teilnahme an dieser europaweiten Erfassung kann viel Spannendes rund um den Vogelzug erlebt und gelernt werden.

Die Rauchschwalbe gilt als Frühlingsbotin. Sie ist aber nicht die erste eintreffende Art der fünf im Rahmen der Aktion Spring Alive beobachteten Arten. Zuerst kommt der Weissstorch aus seinen Winterquartieren zurück; die ersten Vögel sind bereits auf ihren Schweizer Nestern eingetroffen. Bei manchen Störchen handelt es sich dabei auch um Tiere, die sogar den ganzen Winter in der Schweiz geblieben sind. Es folgen gegen Mitte März die Rauchschwalben, im April Kuckuck und Mauersegler. Der seltene Bienenfresser wird oft erst ab Mitte Mai in der Schweiz gesichtet. BirdLife Schweiz lädt alle interessierten Personen ein, sich näher mit dem faszinierenden Phänomen des Vogelzugs zu befassen und an der europaweiten Beobachtungsaktion Spring Alive von BirdLife International teilzunehmen. Über die Internetseite www.birdlife.ch/springalive kann man auf einer interaktiven Karte verfolgen, wann und wo die fünf Zugvogelarten Rauchschwalbe, Weissstorch, Kuckuck, Mauersegler und Bienenfresser in Europa ankommen und die Ankunft dieser Vögel in der Schweiz melden. Inzwischen nehmen Zehntausende von Beobachterinnen und Beobachtern aus rund 50 Ländern in Europa und Afrika an Spring Alive teil.

Erstaunliche Leistungen der Zugvögel

Zugvögel erbringen erstaunliche Leistungen: So fliegt eine nur 20 Gramm schwere Rauchschwalbe zwischen ihrem Winterquartier in Südafrika und ihrem Brutgebiet in der Schweiz jedes Jahr zweimal fast 10‘000 Kilometer weit. „Kein Wunder, sind so viele Kinder und Erwachsene von den Zugvögeln begeistert“ sagt Eva Inderwildi, „Spring Alive“-Koordinatorin bei BirdLife Schweiz.

40 Prozent der Vögel gingen zurück

Ein so langer Zugweg birgt aber auch viele Gefahren. Besonders wichtig ist, dass die Vögel unterwegs intakte Rastgebiete finden, in denen sie ausreichend Energie auftanken können. Zerstörungen ihrer Lebensräume im Brutgebiet, an den Rastplätzen und im Überwinterungsgebiet machen den Zugvögeln zu schaffen. So sind über 40% der Vogelarten, die von Europa nach Afrika ziehen, in den letzten drei Jahrzehnten in ihren Beständen zurückgegangen. “Deshalb spielt bei Spring Alive neben dem Gewinn an Daten auch die Sensibilisierung für die Probleme der Zugvögel eine wichtige Rolle”, sagt Eva Inderwildi. BirdLife Schweiz setzt sich zusammen mit den anderen BirdLife-Partnern entlang der Zugstrecken dafür ein, dass der Lebensraum der Vögel erhalten oder wieder aufgewertet wird.

Die Teilnahme ist ganz einfach

Jede und jeder ist herzlich eingeladen, an der Aktion „Spring Alive“ teilzunehmen – vor allem angesprochen sind Familien mit Kindern, Schulklassen oder andere Gruppen. Die Teilnahme ist einfach: Auf der Seite www.birdlife.ch/springalive stehen die nötigen Informationen bereit. Beobachterinnen und Beobachter können online eintragen, wann und wo sie ihren ersten Weissstorch, die erste Rauchschwalbe, den ersten Kuckuck und Mauersegler oder Bienenfresser gesehen haben. Die gesuchten Vogelarten können mit Hilfe der auf der Internetseite bereitgestellten Dokumentation leicht bestimmt werden.

Das Projekt Spring Alive

Spring Alive ist ein europäisch-afrikanisches Projekt, dass von BirdLife International, dem internationalen Dachverband von BirdLife Schweiz, ins Leben gerufen wurde. Es hat zum Ziel, die Neugierde der Kinder und Erwachsenen an der Natur zu wecken und sie für deren Schutz zu sensibilisieren. Das Kernstück von Spring Alive ist eine Internetseite, an der heute 50 Länder teilnehmen. Die Bevölkerung und speziell Schulen, Kinder und Familien sind aufgerufen, jedes Jahr die Rückkehr von fünf Zugvogelarten zu beobachten und zu melden.

Das Projekt hat seinen Ursprung in Deutschland. 1987 startete der BirdLife-Partner in Bayern ein solches Beobachtungsprojekt. 2006 übernahm es BirdLife International für Europa. 2010 wurde auch Afrika mit der Beobachtung der Rückkehr im Herbst ins Projekt einbezogen.

Neben der Sensibilisierung beinhaltet das Projekt auch eine wissenschaftliche Komponente. Das Sammeln der Daten über einen langen Zeitraum soll Aussagen über den Vogelzug erlauben. Und es soll die Frage klären, ob sich die Ankunftsdaten der Vögel in Zusammenhang mit der Klimaerwärmung verschieben.

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