Pseudo-Jäger, was ist das?

Indemini – Die IG Wild beim Wild startet mit spannenden Themen und Begriffserklärungen eine neue Online-Aufklärungsreihe, welche nicht nur für die Hobby-Jägerin und den Hobby-Jäger in der neuzeitlichen Kulturlandschaft interessant sind.

Zuerst analysieren wir, was ein Hobby-Jäger und anschliessend der Pseudo-Jäger genau sind:

Ein Hobby ist laut Wikipedia eine Freizeitbeschäftigung, die der Ausübende freiwillig und regelmässig betreibt, die dem eigenen Vergnügen oder der Entspannung dient und zum eigenen Selbstbild beiträgt, also einen Teil seiner Identität darstellt. Das Wort „Hobby“ ist vom englischen hobby horse abgeleitet, das mit „Steckenpferd“ in beiden Bedeutungen – Kinderspielzeug und Freizeitbeschäftigung – übersetzt wird.

In unseren Breitengraden ist die Jagd in der Gegenwart eine Tätigkeit, die mehrheitlich in der Freizeit von berufstätigen Menschen ausgeführt wird. Der Grund dafür ist, dass heute niemand mehr auf die Jagd gehen muss, um sich zu ernähren. Die Steinzeit ist vorbei.

Es gibt heute jedoch keine Ethik, die das Töten von Tieren oder den Fleischkonsum befürwortet, da wir uns längst gewaltfrei und gesund ernähren können, ohne dafür mordend durch Wald und Flur ziehen zu müssen, mahnt die IG Wild beim Wild.

Wenn früher Menschen gejagt haben, wurde dies mit Respekt vor dem Leben getan und nur um die eigene Sippe zu ernähren. Es wurden nicht zum Spass Füchse, Vögel und Co. getötet, weil man sich gelangweilt fühlte, Entspannung suchte oder über eine falsch verstandene Naturerfahrung Erholung suchte (was bei einer genauen Analyse auch nicht funktioniert – siehe Jagdfieber).

Man kann es drehen und wenden wie man will, die Jagd findet im deutschsprachigen Raum hauptsächlich in der Freizeit statt. Das ist keine Erfindung von radikalen Tierschützern, sondern einfach eine Tatsache. Hobby-Jäger werden immer Amateure bleiben, weil sie eben keine Berufsjäger bzw. professionelle Wildhüter sind.

Auch ein Rentner in einer Totschiessgesellschaft, der täglich viele Stunden im Wald unterwegs sein kann, ist ein Hobby-Jäger, denn er tut dies in seiner Freizeit.

Sowohl der Hobby-Jäger (Indoktrination, Jägerlatein) als auch der Wildhüter (wissenschaftliches Fachwissen) können gut ausgebildet sein. Theorie ist jedoch nicht alles. Ein Gramm Praxis ist mehr wert, als Tonnen von Theorien.

Es käme niemandem in den Sinn, ein Grümpelturnier mit Hobby-Fussballern einen höheren Qualitätsstandard zuzusprechen als der Champions League mit professionellen Fussballern. Es ist doch glasklar, dass mit professionellen Wildhüter eine ganz anderes Niveau an die Stelle der Hobby-Jäger tritt. Davon profitieren die Wildtiere durch weniger Tierleid, die Bevölkerung, Natur und Umwelt.

Viele Hobby-Jäger sind mit diesen einfachen Zusammenhängen scheinbar bereits überfordert und haben grosse Schwierigkeiten, dies mental richtig einzuordnen.

Der Geschäftsführer David Clavadetscher von Jagd Schweiz in Zofingen, behauptet zum Beispiel in einer Schweizer Boulevard Zeitung: „Der Begriff ‹Hobby-Jäger› wurde von militanten Jagdgegnern konstruiert, um die anspruchsvolle Tätigkeit der Jäger zu verunglimpfen“. Kann er dies auch beweisen oder ist es wieder nur Jägerlatein?

Auf jeden Fall gibt es an dem Begriff „Hobby-Jäger“, „Freizeit-Jäger“, „Amateur-Jäger“ usw. nichts auszusetzen, denn der Begriff beschreibt sprachlich präzise und einwandfrei einen Sachverhalt.

Der Pseudo-Jäger

Das Präfix Pseudo hingegen, macht kenntlich, dass etwas nicht echt, sondern nur nachgemacht oder nachgeahmt ist.

Pseudo wird häufig genutzt, um auszudrücken, dass eine Person oder Sache nur dem Anschein nach jemand oder etwas ist bzw. sich den Anschein gibt, jemand oder etwas zu sein, es in Wirklichkeit jedoch nicht ist.

Der Geschäftsführer David Clavadetscher und Co. sind keine richtigen Jäger wie wir sie von den Naturvölkern her kennen, sondern immer auch Pseudo-Jäger, die in ihrer Freizeit nicht selten einfach einem dekadenten, sadistischen oder auch tierquälerischen Hobby nachgehen, was selbst die richtigen Jäger der Naturvölker niemals gutheissen oder machen würden.

David Clavadetscher, Geschäftsführer des Verbands Jagd Schweiz. XING

David Clavedetscher, präsentiert sich in der Öffentlichkeit übrigens sinnbildlich und wohl aus gutem Grund nicht als Hobby-Jäger, sondern im Internet geistert ein Bild durchs Netz, dass ihn als Geschäftsmann beim Wassersport zeigt. Im Umkehrschluss könnte David Clavadetscher auch behaupten: „Der Begriff ‚Hobby-Segler‘ wurde von militanten Gewässer-Schützern konstruiert, um die anspruchsvolle Tätigkeit der Segler zu verunglimpfen“. Wie absurd.

David Clavadetscher und sein Verein Jagd Schweiz sind stark in der Kriminalität seiner Mitglieder (Hobby-Jäger) verwurzelt. Eine neue Masche von dem militanten Verein ist: Faktenbasierte Kritik von friedfertigen Bürgern mit willkürlichen Anzeigen mundtot zu machen.

Herr David Clavadetscher kontaktiert auch persönlich auf eine unangenehme Art und Weise mit wirren Gedankensprüngen Journalisten, die objektiv oder negativ über die Jagd schreiben. Da braucht es schon Rückgrad als normaler Bürger, um den teils nicht nur subtilen Drohungen seitens der Hobby-Jäger nicht zu erliegen.

Das heutige Töten von Tieren durch den modernen Hobby-Jäger resultiert hauptsächlich aus Habsucht, Gewinnsucht, Dummheit, Genuss, Gleichgültigkeit, Ärger, Neid, Wichtigtuerei, Protzerei, Angeberei, Eifersucht, Arroganz, Unwissenheit, Gier, Überheblichkeit, Egoismus, Missgunst und Geringschätzung von Lebewesen allgemein gegenüber.

In der neuzeitlichen, weitgehend von Menschen bestimmten und gestalteten Umwelt ist es laut namhaften Wissenschaftlern, Forschern, Wildbiologen und Fallbeispielen ohne weiteres möglich und ethisch verantwortungsvoll, Wildbestände sich selber zu überlassen. Der Kanton Genf kennt dieses moderne Wildtiermanagement bereits seit über 40 Jahren. Was dort früher hunderte von Hobby-Jäger auch schlecht gemacht haben, erledigen heute ein gutes Dutzend professionelle Wildhüter, die bei Bedarf regulatorisch eingreifen und nicht anhand von willkürlichen Jagdzeiten sowie aus Freude am Töten Fuchs, Dachs, Vögel und Co. massakrieren und Leid antragen.

Sanitarische und therapeutische Abschüsse der Wildhüter sind nicht das Gleiche, wie eine regulatorische Bejagung anhand des Jägerlateins oder falsch verstandener Naturerfahrung der Hobby-Jäger.

Mit dem freizeitlich motivierten Verletzen und Töten von Wildtieren durch Hobby-Jäger werden Verhaltensweisen wie Grausamkeit, Gewalt, Lügen, Unrecht, Brutalität usw. „kultiviert“ und zugleich ideologisch überhört, die es im zwischenmenschlichen Bereich zu eliminieren gilt.

Für den Hobby-Jäger steht nicht das Wohl des Wildtieres, welches ein Interesse am Weiterleben hat, im Vordergrund. Aus diesem Grund sollte man Hobby-Jäger unter anderem auch keine Bühne in Schulen mit Kinder und Jugendlichen für ihr sektiererisches Gedankengut geben. Denn die Hobby-Jäger verschleiern und täuschen bewusst ganz gezielt die Kinder. Ist man später doch einmal in einer Jagdgesellschaft drin, offenbart sich erst das volle Ausmass des ganzen abscheulichen und grausame Gedankenguts und die oftmals sinnlosen Taten (Fuchsjagd, Trophäenjagd im In- und Ausland, Treibjagd, Drückjagd, Vogeljagd, Sonderjagd, Fallenjagd, Baujagd, Hass auf Beutegreifer usw.) der Hobby-Jäger, die es dann auszuleben gilt.

Töten zum Spass darf und kann niemals ein Hobby sein – sondern ein Fall für die Psychiatrie.

Aus gutem Grund, lassen wir auch keine Pädophilen an Schulen unterrichten, obwohl die bestimmt auch „anspruchsvolle“ Leistungen erbringen könnten. Sowohl die Pädophilen als auch die Hobby-Jäger haben jedoch ein gestörtes Verhältnis zur sozialen Norm. Beide Gruppen haben es immer auch ganz unchristlich auf die Schwächsten innerhalb der Gesellschaft abgesehen, um sich zu erholen, entspannen, mit der Natur eins zu sein usw.

Jagd Schweiz

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