Schluss mit Steinzeit: „In einer Welt ohne Mitleid hiess es ‚Fressen oder gefressen werden‘“. Mit dem neuen, an Männer adressierten Anti-Fleisch-Spot „Stone Age“ appelliert PETA an Verbraucher, bei der Ernährung nicht an längst überholten Rollenbildern festzuhalten. Die Tierrechtsorganisation fordert mit dem Clip auf humorvolle Weise zum Umdenken auf. Fleischessen war gestern: Männer, die wahre Stärke beweisen wollen, sollten Mitgefühl zeigen und im „Jagdrevier Supermarkt“ zu veganen Nahrungsmitteln greifen.

„Rollenbilder wie das vom starken, Fleisch essenden Mann sind längst überholt. Dass etwas schon immer oder lange Zeit so war, bedeutet nicht, dass sich nichts daran ändern muss“, so Hendrik Thiele, Leitung Kreation und Special Projects bei PETA. „Mit ‚Stone Age‘ haben wir gemeinsam mit der Filmakademie Baden-Württemberg und triebwerk films einen humorvollen Spot entwickelt, der hoffentlich viele Männer zum Umdenken anregen wird.“

Nach Ansicht der Tierrechtsorganisation gehören Klischees wie das vom Fleisch als Stück Lebenskraft ebenso in die Geschichtsbücher wie die Stereotypen Frau am Herd und der Mann als ihr Beschützer. Früher diente die Jagd dem Überleben; je nach Region und Versorgungslage ernährten sich allerdings auch Neandertaler vegetarisch und vegan. Fakt ist: Es besteht keine Notwendigkeit, Fleisch zu verzehren – die Zeiten von Jägern und Sammlern gehören der Vergangenheit an. Daher ermutigt PETA Konsumenten mit „Stone Age“, im Supermarkt Jagd auf Tofuschnitzel und zahlreiche andere pflanzliche Nahrungsmittel zu machen, statt Tiere zu essen.

Allein in deutschen Schlachthäusern werden jedes Jahr etwa 800 Millionen fühlende Lebewesen für die Fleischproduktion getötet. Ferkeln werden schon in den ersten Lebenstagen ohne Narkose die Ringelschwänze abgeschnitten und männlichen Tieren die Hoden herausgerissen. Ihr restliches, kurzes Dasein fristen sie meist auf harten, verdreckten Spaltenböden. Mutterschweine sind entweder in schmutzigen, engen Buchten oder in Kastenständen untergebracht, die so klein sind, dass sie sich nicht einmal umdrehen können. Meist sind die Muttertiere durch Gitter von ihren Kindern getrennt. All diese Praktiken sind legal. Etwa 99 Prozent der Schweine in der Fleischindustrie leben in solchen Verhältnissen – und 100 Prozent werden am Ende getötet oder sterben bereits in den Ställen.

PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht da sind, um für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht.

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