Zürich: Neue Wildtier-Warnung für Autofahrer

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Ab dem 7. März 2018 erkennt eine Wildwarnanlage im Kanton Zürich, wenn sich Wildtiere in der Nähe der Strasse aufhalten. Sie warnt die Verkehrsteilnehmenden und reduziert auf dem kurzen Strassenabschnitt die Höchstgeschwindigkeit vorübergehend auf 40 km/h.

Waldränder, die an Wiesen und Landwirtschaftsflächen grenzen, sind für Wildtiere beliebte Aufenthaltsorte. Im Schutz der Dämmerung verlassen beispielsweise Rehe die Wälder, damit sie in Wiesen und Feldern an Nahrung gelangen. Die Albisriederstrasse am Fuss des Uetlibergs verläuft durch ein sogenanntes Wildaustrittgebiet und weist insbesondere in der Dämmerung viel Berufsverkehr auf. Seit 2000 führte das zu etlichen Kollisionen mit Wildtieren; alleine an diesem Ort starben seither über 50 Tiere. Ein Wildtierunfall ist aber auch für Fahrer und Fahrerinnen von Motorfahrzeugen ein einschneidendes Erlebnis. Das Fahrzeug nimmt zum Teil erheblichen Schaden, der Unfall muss administrativ bewältigt werden und die Unfallbilder bleiben in Erinnerung.

Neue Wildwarnanlage soll Kollisionen verhindern

Am 7. März 2018 wird an der Albisriederstrasse eine für Zürich neuartige Anlage in Betrieb genommen. Hält sich ein Tier in der Nähe der Strasse auf, wird das von den Infrarotsensoren der Anlage registriert. Während dieser Zeit leuchtet die Wildwarntafel auf und die Höchstgeschwindigkeit wird für den kritischen Strassenabschnitt von rund 400 Metern vorübergehend von 60 km/h auf 40 km/h herabgesetzt. Im Vergleich zu herkömmlichen Massnahmen, wie statische Warntafeln oder Systemen, welche die Tiere abschrecken sollen, erwartet Grün Stadt Zürich von diesem aktiven System eine erheblich höhere Wirksamkeit. Die positiven Erfahrungen aus dem Kanton Aargau, in dem bereits vier solcher Anlagen in Betrieb sind, bekräftigen dies. Auf der längsten mit diesem System überwachten Strecke der Schweiz zwischen Pontresina und dem Berninapass im Kanton Graubünden wurde die Anzahl der Wildunfälle seit der Installation praktisch auf Null gesenkt.

In den ersten Wochen nach der Inbetriebnahme wird die Anlage auf die örtlichen Gegebenheiten eingestellt. Auch im Betrieb wird von Zeit zu Zeit eine Nachjustierung nötig sein. Die gesamte Anlage inklusiver aller Installationen für den Anschluss und Umgebungsarbeiten kostete 305 000 Franken.

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