Indien: Illegale Stierrennen und brutale Tierquälerei

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PETA India veröffentlicht heute die Ergebnisse ihrer Ermittlungen bei neun aktuellen Stierrennen in Indien, den sogenannten Jallikattu. Wie die Aufnahmen beweisen, wurden bei diesen Veranstaltungen Bullen gequält und Menschenleben gefährdet. PETA India beabsichtigt, die Ergebnisse dieser Untersuchungen beim Obersten Gerichtshof Indiens einzureichen. Damit will die Tierrechtsorganisation ihren laufenden Fall unterstützen, mit dem sie sich dafür einsetzt, die verfassungsrechtliche Gültigkeit des sogenannten „Prevention of Cruelty to Animals (Tamil Nadu Amendment) Act, 2017“, nach dem die Jallikattu im indischen Bundesstaat Tamil Nadu zugelassen sind, anzufechten. Die im Zeitraum vom 14. bis 28. Januar 2018 bei Veranstaltungen in vier Distrikten des Bundesstaates festgestellten Tierquälereien dokumentierte PETA India detailliert in Form eines Berichts sowie mithilfe von Foto- und Videoaufnahmen.

Die Videoaufnahmen zeigen folgende Inhalte:

In den sogenannten Vaadi Vaasal wurden die Bullen geschlagen, gepeitscht und mit Metall- und Holzstäben gestoßen. Um die Tiere zu zwingen, in Richtung der bedrohlichen Menge zu rennen, bissen Teilnehmer in die Schwänze der Tiere, rissen brutal daran und verdrehten sie.

  • Die Teilnehmer zerrten so grob an den Nasenseilen der Bullen, dass ihre Nüstern bluteten.
  • In ihrer Panik flüchteten einige Bullen auf die Dorfstraßen, wo sie Zuschauer verletzten und mit ihren Hörnern sogar Menschen aufspiessten und töteten.
  • Bullen, die von dem Platz rannten, auf dem sie zusammengetrieben waren, wurden von Schaulustigen geschlagen. Die Menschen versuchten zudem, auf die Tiere zu springen. Dabei handelt es sich um eine rechtswidrige Praktik namens „Parallel Jallikattu“.
  • Die Bullen erlitten schwere Verletzungen und brachen zusammen.

„Jahr für Jahr zeigen die Ermittlungen immer wieder das Gleiche: Vorsätzliche Tierquälerei, Verletzungen und Todesfälle sind ein fester Bestandteil von Jallikattus. Keine noch so strikte Regelung könnte das ändern – und genau aus diesem Grund hat der Oberste Gerichtshof Indiens das Bullenrennen auch untersagt“, so Dr. Manilal Valliyate, CEO von PETA India.

„Die wahre indische Kultur ist geprägt von Freundlichkeit und Güte gegenüber Rindern; sie ist gekennzeichnet von Achtung vor dem Leben. Eine gewalttätige Menge, die völlig verängstigte Tiere drangsaliert, gehört nicht dazu.“

Seit Jallikattus in Tamil Nadu 2017 wieder erlaubt wurden, sind mindestens 26 Menschen, darunter ein Polizist und ein Jugendlicher, ums Leben gekommen. Berichten zufolge wurden mehr als 2.500 Menschen verletzt. In diesem Zeitraum sind zudem mindestens zehn Bullen ums Leben gekommen. Es ist davon auszugehen, dass die Dunkelziffer der Todesfälle von Bullen noch höher liegt.

Mit seinem Urteil aus dem Jahr 2014 bestätigte der Oberste Gerichtshof von Indien (in der Sache Animal Welfare Board Of India vs A. Nagaraja & Ors), dass Jallikattu „per se grausam“ und daher gemäss dem indischen Tierschutzgesetz (Prevention of Cruelty to Animals Act, 1960; PCA) illegal ist. Mit diesem Urteil hob der Oberste Gerichtshof den „Tamil Nadu Regulation of Jallikattu Act, 2009“ auf, nach dem die Durchführung der Stierrennen erlaubt werden sollte. Die eingereichte Antragsüberprüfung, mit der der Bundesstaat Tamil Nadu versuchte, den Gerichtsbeschluss aufzuheben, wurde am 16. November 2016 vom Gericht abgelehnt. 2011 hatte die indische Zentralregierung den Einsatz von Bullen in Veranstaltungen mithilfe einer Verfügung gemäss dem indischen Tierschutzgesetz (Prevention of Cruelty to Animals Act, 1960; PCA) verboten.

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Laut Tierschutzgesetz (Art. 26 TSchG) muss ein “vernünftiger Grund” für das Töten eines Tieres vorliegen – bei der Jagd auf Füchse handelt es sich jedoch lediglich um die Befriedigung eines blutigen Hobbys. Für Füchse gibt es keine rechtliche Abschussplanung.

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