Jetzt hat der Winter uns doch noch mit aller Wucht erreicht: Knackige Temperaturen weit unter null Grad und eisiger Wind bremsen den Frühling aus. Jetzt sind die ersten grünen Blattspitzen wieder von Schnee bedeckt. Für Vögel ist diese plötzliche Kältewelle lebensbedrohlich: In einer einzigen Frostnacht verbrennt ein kleiner Vogel von der Grösse einer Meise bis zu 20 Prozent seines Körpergewichtes. „Da natürliche Wasserquellen wie Pfützen zugefroren sind, brauchen Vögel nicht nur Futter, sondern auch ein extra Glas Wasser“, sagt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung.

Es muss keine teure Vogeltränke am Futterhaus stehen; ein Blumentopfuntersetzer oder alter Suppenteller eignen sich perfekt als Wasserstelle. „Achten Sie darauf, dass der Wasserstand circa zwei bis drei Zentimeter hoch ist und nicht gefriert“, rät Eva Goris. „Legen Sie in die Mitte der Schale einen flachen Stein, der dem Vogel als Lande-Insel dient.“ Besonders wichtig ist Sauberkeit an der Wasserstelle! „Wechseln Sie das Wasser täglich und reinigen Sie die Futterstelle mit einer Bürste.“

In diese nahrungsarme Zeit fällt in den nächsten Wochen obendrein die energieaufwendige und anstrengende Balz- und Brutzeit. Bei geschlossener Schneedecke bleibt so mancher Schnabel leer. Brennstoff in Form von pflanzlichen Fetten aus Nüssen und Samen helfen über die eisigen Tage. Fettfutter mit vielen Haferflocken hat einen hohen Nährwert und liefert die nötige Energie. Wichtig ist ein großer Anteil von Sonnenblumenkernen, Hanf und Erdnüssen im Futter. Auch aufgeschnittenes Obst, Beeren und Rosinen sind besonders für Amseln und Rotkehlchen ein willkommener Happen. „Küchenabfälle und Speisereste sind dagegen absolut tabu. Vögel sind keine Müllschlucker“, sagt Eva Goris.

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