Jäger muss 40.000 Euro bezahlen, weil er Hund erschoss

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Weil er einen preisgekrönten Hund erschoss, ist ein 60-jähriger Jäger vor dem Strafgericht in Löwen in Belgien zu sechs Monaten Haft und einer Schadenersatzzahlung in Höhe von 40.000 Euro verurteilt worden.

Das dreijährige Tier, ein Rhodesian Ridgeback, war am 23. März 2015 während eines Spaziergangs in Bierbeek (Flämisch-Brabant) mit vier Kugeln getötet worden. Um den Täter zu finden, hatte die Besitzerin eine Autopsie durchführen lassen. Die Ergebnisse führten die Ermittler zu dem Mann aus Bierbeek, der damals mit mindestens zehn anderen Jägern im Wald auf der Jagd war.

Der erschossene Hund hatte kurz zuvor auf einer Hundeausstellung in Großbritannien mehrere Preise gewonnen. Nach Angaben der Besitzerin war das Tier auf dem besten Weg, für vielversprechende Nachkommen zu sorgen. Dies führte dazu, dass sie eine bemerkenswert hohe Entschädigung von 224.000 Euro forderte, wie das Grenzecho schreibt.

Das Gericht sprach der Besitzerin nun 1.000 Euro moralischen und 39.000 Euro materiellen Schadenersatz zu. Der Richter sah es als erwiesen an, dass der Jäger vier Kugeln in freier Wildbahn abfeuerte. Das Gericht folgte der Forderung der Staatsanwaltschaft und verurteilte den Mann zudem zu sechs Monaten Gefängnis.

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4 Kommentare

  1. Sabine Gohil bei

    Fast jedes ermordete Haustier hat für den Eigentümer einen hohen Wert, auch wenn dieser Wert meistens „NUR“ ideeller Natur ist. Wenn Kinder in diese Art von Verlust involviert sind, wird es leider oft tragisch.
    Solchen Gefühlen sind für Jäger/Mörder wohl nicht nachzuvollziehen.

    • Hallo. Ich denke gerade Jäger können diesen Verlust eines geliebten Kameraden nachvollziehen.
      Ein hoher Anteil der Jäger besitzt Hunde die sie sicher auch in Ihre Familien integriert sind mühselig ausbilden zu welchem Zweck auch immer.

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