Schluss mit der Fuchsjagd

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +

Schluss mit der Tierquälerei der Hobby-Jäger

Um die erbarmungslose Verfolgung eines unseres interessantesten Beutegreifers (Vertreter der Familie der Hunde) zu rechtfertigen, behauptet man kurzerhand, die Fuchsjagd auf der Niederjagd sei notwendig, weil die Fuchsbestände ansonsten überhandnähmen – eine längst überholte Ansicht!

Laut Tierschutzgesetz (Art. 26 TSchG) muss ein “vernünftiger Grund” für das Töten eines Tieres vorliegen – bei der Jagd auf Füchse handelt es sich jedoch lediglich um die Befriedigung eines blutigen Hobbys. Für Füchse gibt es keine rechtliche Abschussplanung. Die Tiere dienen den Hobby-Jägern als lebendige Zielscheibe, denn es besteht weder aus wild biologischer noch aus gesundheitlicher Sicht ein Grund für die massenhafte Bejagung der Beutegreifer.

Demnach ist jede Fuchsjagd ein klarer Verstoss gegen das Tierschutzgesetz, weil es am vernünftigen Grund mangelt. Es gibt seit mehr als 30 Jahren mindestens 18 Wild-biologische Studien, die beweisen: Fuchsjagd reguliert nicht und taugt auch zur Seuchenbekämpfung nichts. Im Gegenteil!

Das Töten von Tieren im Rahmen einer Freizeitbeschäftigung hat nichts im 21. Jahrhundert zu suchen und sollte auch strafrechtlich geahndet werden.

Praktisch das ganze Jahr über wird den Füchsen mittels Treibjagd, Passjagd, Baujagd usw. nachgestellt. Wir fordern daher mit dieser Petition die schweizerischen PolitikerInnen auf, das völlig sinnlose Töten dieser wunderbaren Geschöpfe, das einzig der Lustbefriedigung der Hobby-Jäger dient, schnellstmöglich zu verbieten. Luxemburg oder der Kanton Genf hat aufgezeigt, dass es keinerlei stichhaltige Argumente für dieses Abschlachten gibt und dass sich eine Regierung, welcher Natur- und Tierschutz wichtig sind, keinesfalls den Forderungen irgendwelcher militanten Jagdlobbyisten unterwerfen darf!

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass selbst bei einem Abschuss von drei Vierteln eines Bestands im nächsten Jahr wieder die gleiche Zahl an Tieren da ist. Je stärker Füchse bejagt werden, desto mehr Nachwuchs gibt es – eine wie auch immer geartete „Regulation“ von Fuchsbeständen ist weder nötig, noch ist sie mit jägerischen Mitteln überhaupt möglich.

Die soziale Dichtekontrolle reguliert Fuchsbestände. Wie wir aus Jagd-freien Gebieten wissen, sorgt die Sozialstruktur von Fuchspopulationen dafür, dass Füchse sich nicht über Gebühr vermehren. Lässt man Füchse in Ruhe, so leben sie in stabilen Familiengemeinschaften zusammen, in denen nur die ranghöchste Füchsin (Fähe) Nachwuchs bekommt. Gleiches wurde auch bei den Wildschweinen mit der Leitbache wissenschaftlich dokumentiert. Die Geburtenrate ist relativ gering und die Populationsdichte bleibt konstant. Englische Forscher um den Biologen Stephen Harris konnten aufzeigen, dass selbst ein 150-faches Nahrungsüberangebot die Fuchsdichte nicht weiter wachsen lässt. England ist ein interessantes Forschungsgebiet, da es eine Insel ist. Genfs Wildtiere leben auch gut ohne die Jagd und die Fuchspopulation ist seit Jahrzehnten stabil. Gleiches gilt für den Nationalpark im Engadin, Berchtesgaden, Bayerischer Wald oder Grossreviere in ganz Europa und Dünengebieten in Nordholland. Luxemburg wird allgemein gelobt für den Entschluss der Fuchsschonung. Mit dem Jagdverbot des Fuchses kann Luxemburg auf internationaler Ebene glaubwürdig für eine moderne Auffassung der Jagd punkten und trägt sicher auch zum Nation Branding von Luxemburg und einem glaubwürdigen Tierschutz bei.

Immer wieder kommt es bei der Fuchsjagd auch zu fatalen Verwechslungen. So wurde im Februar 2018 erneut von einem Hobby-Jäger, der nichts Besseres mit sich anfangen zu weiss, als nach Feierabend zum Entspannen Füchse zu jagen, eine geschützte Tierart erschossen (Wild beim Wild informierte: https://wildbeimwild.com/2018/02/05/walliser-jaeger-erschiesst-woelfin/).

Ergänzend dazu fordern wir:

- Die Anerkennung wissenschaftlicher Studien und Expertenmeinungen, welche die Notwendigkeit der Bejagung des Fuchses infrage stellen bzw. widerlegen.

- Keine Verbreitung von veralteten bzw. widerlegten Jägerlügen, wie die angebliche Notwendigkeit der Regulation von Fuchsbeständen durch die Bejagung, sowie die Panikmache vor Tollwut, Fuchsbandwurm und Räude, oder der Fuchs sei schuld am Rückgang des Niederwilds.

Begründung:

In der Schweiz wurden in der Jagdsaison 2015/16 laut eidg. Jagdstatistik 22'052 Füchse getötet. Im Jahr 1982 waren es 11'404. Zahlenmässig bilden sie die grösste Gruppe der ermordeten Beutegreifer. Es bleibt die Frage, warum argumentieren dann die Jäger damit, dass sie durch die Bejagung des Fuchses z. B. die Hasenpopulation schützen wollen, der auf der roten Liste fungierenden Feldhase aber von den Jäger immer auch noch bejagt wird? Doch nicht etwa, damit ihnen selber mehr zum Töten bleiben? Welcher Jäger ist schon Fuchsfleisch, wenn es angeblich so mit Krankheiten verseucht ist? Auch die Schein-Argumente der angeblichen Bekämpfung der Tollwut, des Fuchsbandwurms oder der Räude durch die gnadenlose Bejagung sind längst wissenschaftlich widerlegt.

Das Abschlachten der Füchse, das von den Jägern also u.a. mit oben angeführtem Argument immer als „alternativlos“ dargestellt wird, dient in Wirklichkeit nur der Befriedigung der niederen Instinkte dieses Menschenschlages, weil der Fuchs als schlau und vergleichsweise schwierig zu erlegen gilt und die Lusterfüllung für die Jäger dadurch noch grösser ist. Zitat aus einem Jagdforum: „Es macht mir Spass, mich mit den Füchsen zu messen“.

Wie die Erfahrungen in Luxemburg zeigen, wo die Fuchsjagd seit dem Jahr 2015 verboten ist, ist inzwischen wissenschaftlich gut belegt, dass der Fuchsbestand sich weitestgehend unabhängig von jagdlichen Beeinflussungsversuchen entwickelt, weil die Bejagung im Gegenteil die Fortpflanzungsraten erst in die Höhe schnellen lässt.

Auch die angebliche Gefährdung der Wiesenvögel, also der Bodenbrüter durch die Füchse, kann ins Reich der Jägermärchen verwiesen werden, gibt es doch Forschungsarbeiten, die den Einfluss der Füchse auf die Vogelpopulationen als unbedeutend einstufen. Das ist umso nachvollziehbarer, wenn man sich die Hauptnahrung der Füchse vergegenwärtigt: Mäuse. Würden nicht so viele Füchse getötet, müssten die Bauern auch nicht so viel Gift auf den Feldern gegen die Mäuse ausbringen.

Untersuchungen in verschiedenen Ländern und zu verschiedenen Zeitpunkten haben den Einfluss des Rotfuchses nicht nur auf die Rehpopulation belegt: Für das Berner Mittelland wird geschätzt, dass ein Fuchs in den Monaten von Mai bis Juli durchschnittlich elf Kitze erbeuten kann. Damit würde auch der Wildverbiss reduziert. In der Schweiz schiessen Hobby-Jäger aber jedes Jahr rund 20’000 gesunde Füchse für die Mülltonne bzw. Verbrennung. Genau die Anzahl, damit die Risikogruppe Hobby-Jäger später ihr sektiererisches Jägerlatein als unabdingbare Regulatoren verbreiten können. Der unsinnige Kadaverberg auf Kosten der Steuerzahler muss beendet werden. Die Jägerschaft verursacht also wieder einmal mehr Probleme, als sie angeblich löst.

Die Fuchsjagd ist ökologisch, ökonomisch und epidemiologisch sinnlos – ja sogar kontraproduktiv! – und muss daher im Sinne von Mensch, Natur und Tierwelt sowie natürlich auch aus Sicht von Ethik, Moral und Tierschutz verboten werden.

Es gibt wohl nichts unehrenvolleres, als diese Hobby-Jagd!

Mehr Infos über Füchse auch unter www.fuechse.info

**your signature**

2,198 signatures

Teile diese Petition mit Freunden:

   

Letzte Unterschriften:
2,198 Katja L. Völlig unnötige Vernichtung sozialer Lebewesen. Außerdem ist der Fuchs ein großer Nützling Apr 22, 2018
2,197 tamara e. Apr 22, 2018
2,196 Dag F. Apr 21, 2018
2,195 Martin B. Apr 20, 2018
2,194 Sabine I. Apr 20, 2018
2,193 Sabrina R. Apr 20, 2018
2,192 Nicole H. Apr 20, 2018
2,191 jean-pierre c. wird langsam zeit Apr 20, 2018
2,190 Thomas T. Apr 17, 2018
2,189 birgit p. Apr 17, 2018
2,188 susanne s. Apr 17, 2018
2,187 Ingrid H. Neustadt a.d. Donau Apr 16, 2018
2,186 danielle j. belgique Apr 16, 2018
2,185 Roland P. Apr 16, 2018
2,184 hilde j. Apr 16, 2018
2,183 Eva S. Apr 16, 2018
2,182 Wendy V. Apr 14, 2018
2,181 Gabi K. Apr 14, 2018
2,180 Agnes T. Apr 14, 2018
2,179 Nicolette S. Apr 14, 2018
2,178 Sarah S. Apr 14, 2018
2,177 Karl Heinz B. Es muss endlich Schluss sein mit der Fuchsjagd Apr 13, 2018
2,176 Valentina G. Apr 13, 2018
2,175 Marion B. Apr 12, 2018
2,174 Sandra W. Apr 12, 2018
2,173 Frank C. Apr 12, 2018
2,172 Maria K. Basel Apr 12, 2018
2,171 Dominika K. Basel Apr 12, 2018
2,170 Aleksandra M. Basel Apr 12, 2018
2,169 Krystian F. Basel Apr 12, 2018
2,168 Barbara B. Apr 12, 2018
2,167 Kathrin M. Apr 12, 2018
2,166 Simone B. Apr 11, 2018
2,165 Mike A. Lawrenceville Apr 11, 2018
2,164 Ian M. Apr 11, 2018
2,163 DONNA H. Canada Apr 11, 2018
2,162 Tallyana K. Apr 11, 2018
2,161 Gisela L. Apr 11, 2018
2,160 Ronny D. Apr 11, 2018
2,159 Kathy S. Apr 11, 2018
2,158 candice t. Apr 11, 2018
2,157 Sudeshna G. Apr 11, 2018
2,156 Yancette H. Apr 10, 2018
2,155 Kalliopi B. Athens Apr 10, 2018
2,154 Anna D. Apr 10, 2018
2,153 Zanelli S. Schlimm, wenn man als Hobby jagen geht. Tragisch, wenn man Tiere aus Lust tötet um eine Befriedigung im Leben zu finden. Krankhaft und nicht nachvollziehbar. Apr 10, 2018
2,152 Ingrid L. Apr 10, 2018
2,151 Benjamin P. In die Natur soll der Mensch nicht eingreifen! Apr 10, 2018
2,150 Gerhard G. Apr 10, 2018
2,149 Monika H. Vienna Apr 10, 2018
2,148 Sofie F. Apr 10, 2018
2,147 Andréa B. Apr 10, 2018
2,146 Clivia B. Bremen Apr 09, 2018
2,145 Barry Frederick B. Apr 09, 2018
2,144 swantje w. Apr 09, 2018
2,143 jacqueline n. das muss aufhören!!! Apr 09, 2018
2,142 Barbara B. Es muss doch Hobbies geben bei denen keine Tiere leiden müssen. Apr 09, 2018
2,141 Monika M. Pfäffikon ZH Apr 09, 2018
2,140 Katharina W. Apr 09, 2018
2,139 Marianne M. Apr 09, 2018
2,138 Ragna B. Bochum Apr 09, 2018
2,137 solange s. Apr 09, 2018
2,136 Maria Alice S. Brasilia Apr 09, 2018
2,135 Rosa C. Apr 09, 2018
2,134 Andrea F. Apr 08, 2018
2,133 Ingrid C. Apr 08, 2018
2,132 dallas b. dunmanway Apr 08, 2018
2,131 Tiziana B. St.Ulrich Apr 08, 2018
2,130 Petra S. Apr 08, 2018
2,129 G. S. Apr 08, 2018
2,128 A. O. Apr 08, 2018
2,127 Bernhard K. Apr 08, 2018
2,126 Beatrix K. Apr 08, 2018
2,125 denise n. Apr 08, 2018
2,124 Heike W. Apr 08, 2018
2,123 Eros D. Biederitz Apr 08, 2018
2,122 Frauke B. Apr 08, 2018
2,121 Evgenia B. Apr 08, 2018
2,120 Madeleine S. Apr 08, 2018
2,119 Angela S. Apr 08, 2018
2,118 Roswitha H. Trophäenjagd ist so überflüssig wie ein Kropf! Apr 07, 2018
2,117 Nicole B. Monheim Apr 07, 2018
2,116 astrid s. Die Tier-Lust-Massen-Mörder können sich gegenseitig erschießen. DAS wäre das erste Sinnvolle, was die tun. Apr 07, 2018
2,115 Hans-Hermann B. Apr 07, 2018
2,114 Elisabeth W. Apr 07, 2018
2,113 Cornelia B. Guten Tag, ich bin außerdem dafür, dass die Hobbyjägerei verboten wird. Wie kann es angehen, dass ich als Hobby Töten erlaube. Apr 07, 2018
2,112 Monika F. Diese Tierquälerei sofort beenden. Apr 06, 2018
2,111 Martina G. Wald-Michelbach Apr 05, 2018
2,110 Iris C. Bretzwil Apr 05, 2018
2,109 Ulrich D. „Wir jagen, weil es uns Freude macht, und was wir Hege nennen, ist blanker Eigennutz, gelegentlich Fressneid. Wir wollen den Habicht nicht fangen, weil uns die armen Fasanen leid tun, weil wir ihnen das ewige Leben wünschen. Wir wollen Habicht, Wiesel, Fuchs und Co. nur ans Leder, weil wir deren Beuteanteile selbst schlagen und kröpfen wollen“ - so Bruno Hespeler, Jagdautor, in „Raubwild h Apr 04, 2018
2,108 Astrid F. Apr 03, 2018
2,107 Birgit K. Apr 03, 2018
2,106 Rosmarie H. Wenn es wissenschaftlich erwiesen ist, dann ändert doch bitte dieses sinnloses Abschiessen und lasst die Natur walten ! Apr 03, 2018
2,105 Karin S. Wenn man noch weiss,dass gewisse Jäger Jungfüchse AUFFÜTTERN um sie dann später abzumurksen,weiss man genug über die kranken,perversen,mordhungrigen Jägerhirne! Solche Leute sind eine Gefahr für die ganze Gesellschaft!! Apr 02, 2018
2,104 Marc O. Muss man noch kommentieren was die sadistische, mordlustige, geldgierige Menschheit treibt???? Apr 02, 2018
2,103 Anja B. Apr 02, 2018
2,102 Margit L. Apr 02, 2018
2,101 Melanie F. Macht endlich Schluss mit der Tierquälerei der Hobby-Jäger Apr 01, 2018
2,100 Iris S. Die sog. "Hobby"-Jagd muss im ersten Schritt europaweit, im zweiten Schritt weltweit verboten werden. Apr 01, 2018
2,099 savannah s. FEIGES DRECKSPACK - small penis-go hunting!!!! Apr 01, 2018

Die IG Wild beim Wild unterstützen

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Wildtiere. Helfen Sie mit, tierquälerische Jagdmethoden zu beenden, bei der Herstellung von Informationsmaterial, Initiativen, Recherchen, Administration, Web, Werbung usw.

Fr
Zahlungsmethode auswählen
Persönliche Informationen

Die IG Wild beim Wild ist auf Ihre Spende angewiesen. Jede Unterstützung freut uns sehr. Um eine Spende via Bank oder Post zu tätigen, befolgen Sie bitte folgende Anweisungen:

Bankverbindung:

IBAN: CH49 00767 000U 5074 2536
Adresse: Sonnthal Carl, Arisciöö 45, 6571 Indemini
Banque Cantonale Vaudoise
Place St-François 14, CP 300
1002 Lausanne
Clearingnummer: 767
SWIFT/BIC: BCVLCH2LXXX
CCP: 10-725-4

Alle Zuwendungen werden dankbar entgegengenommen und sind steuerlich abzugsfähig.

Spendensumme: Fr 5.00

Werbeanzeigen
Teilen macht Freude:

2 Kommentare

  1. Brigitte Matern on

    Fuchsjagd, Hetzjagd ist grausam,, muß verboten werden, oft ist der wahre Grund für die Teilnahme an dieser qualvollen Jagd einfach die Lust
    am Töten und Jagen. Der Fuchs muß geschützt werden vor diesen „Lust-Freizeit-Jägern.Es ist eine Schande, wozu denkende Menschen fähig sind.

Kommentar verfassen