Walliser Hobby-Jäger erschiesst Wölfin

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Ein Walliser Jäger hat vergangene Woche während der Fuchsjagd versehentlich eine Wölfin erlegt. Nachdem der 56-jährige Hotelier und Gourmetkoch Peter Gschwendtner aus Blitzingen den Irrtum festgestellt hatte, meldete er den Abschuss unverzüglich der Wildhut.

Die sterblichen Überreste der Wölfin wurden zur näheren Untersuchung ins Tierspital von Bern gebracht, wie der Kanton Wallis am Montag mitteilte. Es handelt sich um das Weibchen F28, die im Sommer vor einem Jahr erstmals im Turtmanntal nachgewiesen worden war. Danach hatte sich die Wölfin über das Nanztal ins Obergoms begeben. Zuletzt wurde die Wölfin am 27. Oktober in Reckingen nachgewiesen.

Peter Gschwendtner

Nach dem irrtümlichen Wolfsabschuss informierte die Walliser Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) die Staatsanwaltschaft. Diese hat unterdessen ein Verfahren eröffnet.

Zum versehentlichen Abschuss kam es auf der bis Ende Februar offenen Fuchspassjagd in der Nacht von Freitag, 2. Februar auf Samstag, 3. Februar 2018. Das sei eine typische Winterjagd auf den Fuchs, wobei die Tiere auf Luderplätze angelockt werden. Die Hobby-Jäger profilieren sich einmal mehr als Naturschänder und Tierquäler.

„Ich habe das Tier zu schlecht angesprochen und zu schnell geschossen,“ meint Peter Gschwendtner

Peter Scheibler vom Amt für Jagd und Fischerei sagt, der versehentliche Abschuss könnte damit zu erklären sein, dass diese Form von Jagd ausschliesslich in der Nacht stattfindet. Da herrschten natürlich nicht die gleichen Sichtverhältnisse vor, wie tagsüber.

«Normalerweise sollte das natürlich nicht passieren. Doch je nach Umständen, etwa bei tiefem Schnee oder Mulden kann es womöglich zu einer Verwechslung kommen»,

mutmasst Scheibler gegenüber dem Schweizer Radio und Fernsehen. Gleichzeitig stellt er jedoch klar: «Ich kenne die Verhältnisse aber nicht und möchte sie auch nicht beurteilen.»

Passjagd

Diese Jagd finde ausschliesslich in der Nacht statt. Es ist eine der niederträchtigsten Jagdformen überhaupt und zeigt den wahren Charakter eines Menschen. Bei dieser hinterlistigen und feigen Jagdform werden Füchse, Dachse, Marder usw. in der winterlichen Notzeit mit Futter (Katzen- und Hundefutter, Jagdabfälle, Innereien usw.) beim sogenannten Luderplatz angelockt, vertraut gemacht und getäuscht, nur um sie sinnlos und zum Spass töten zu können. Wildtiere hinterlassen oftmals einen gut sichtbaren Weg den sogenannten Pass. Davon rührt auch der Ausdruck Passjagd her, in der Hobby-Jäger das Tier auf seinem Wildwechsel abpassen.

Aus Schlafzimmern, Maiensäss, Passhüttchen ausgestattet mit einem Tarnfensterchen wird geschossen. Egal ob es der gesunde Vaterfuchs oder sogar möglicherweise die Mutter der im Bau liegenden Jungen ist. Gejagt werden die Füchse durchgehend bis 1. März ab dem 15. Juni. Das Motto der Jäger „Nur ein toter Fuchs ist ein guter Fuchs“ ist Tier-verachtend.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass selbst bei einem Abschuss von drei Vierteln eines Bestands im nächsten Jahr wieder die gleiche Zahl an Tieren da ist. Und so verhält es sich beispielsweise auch mit dem Waschbären. Je stärker Füchse bejagt werden, desto mehr Nachwuchs gibt es – eine wie auch immer geartete „Regulation“ von Fuchsbeständen ist weder nötig, noch ist sie mit jägerischen Mitteln überhaupt möglich.

Gemäss der eidgenössischen Jagdverordnung sind Nachtsichtgeräte als Zielvorrichtungen verboten. Der Kanton Wallis erteile auch keine Bewilligung für solche Geräte bei ordentlichen Jagden.

Erlaubt seien hingegen Wärmebildgeräte, die in keiner Verbindung zur Waffe stünden.

2014 ähnlicher Fall in Graubünden

«In meiner Dienstzeit habe ich keine Kenntnis von einem Fall, bei dem während einer Fuchspassjagd ein Wolf erlegt wurde», sagte Peter Scheibler. Im 2014 sei es aber zu so einem Fall im Kanton Graubünden gekommen.

Auch dort erstattete der Jäger sofort Selbstanzeige bei der Wildhut, nachdem er den Fehler bemerkt hatte. Der Abschuss erfolgte im Raum Domleschg in Mittelbünden. Beim erlegten Wolf handelte es sich damals um ein junges, männliches Tier.

Jetzt Petitionen unterschreiben:

Hobby – Jäger in den Schulen? Nein Danke!

Seit geraumer Zeit ist zu beobachten, dass Hobby-Jäger in Kindergärten und Schulen eine sektenartige Image – Kampagne betreiben, mit dem Ziel, unsere tierliebenden Kinder an die grausame Hobby Jagd heranzuführen.

 

Schluss mit der Tierquälerei der Jäger

Laut Tierschutzgesetz (Art. 26 TSchG) muss ein “vernünftiger Grund” für das Töten eines Tieres vorliegen – bei der Jagd auf Füchse handelt es sich jedoch lediglich um die Befriedigung eines blutigen Hobbys. Für Füchse gibt es keine rechtliche Abschussplanung.

 

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3 Kommentare

  1. Marianne Trya on

    Versehentlich?? Das ist doch sehr zweifelhaft und unglaubwürdig! Ihm muss die Jagdlizenz auf Lebenszeit entzogen
    und er muss hart bestraft werden! Außerdem müssen diese Nachtjagden verboten werden! Die sind hinterlistig in FEIGE! Allen Hobbyjägern die Lizenz entziehen und die Gewehre annehmen!
    Das ist die grundlose pure Lust am Töten und Quälen!!

  2. War dieser Jäger wiedermal besoffen oder nicht ganz bei Verstand!!?? Was erschiesst er als nächstes aus versehen? Eine Katze, seinen Jäger Kollegen oder Spaziergänger!!!??? Unglaublich und so einer besitzt eine Schusswaffe!!!

  3. Versehentlich…:D der war gut…jetzt fehlt nur noch, das seine Büchse kein optisches Visier von 5 oder 10 Fach Vergrößerung hatte…und er die Lady auf kime und korn auf gute 300 Meter durch Zufall erwischt hat…:D diesen tölpel sollte man gleich seinen jagtschein entziehen, beim nächsten mal erlegt er noch ein Schaf weil er dachte es sei ein Eisbär… ein Jäger sollte wissen darauf er schießt, schließlich ist er nicht an der Front….. Dummkopf…

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