Als sich in den 1980er-Jahren im Nationalpark Bayerischer Wald der Borkenkäfer aussergewöhnlich stark vermehrte und die Nationalparkverwaltung eine Bekämpfung bewusst unterliess, hatte das weitreichende Folgen. Binnen weniger Jahre starben mehrere Tausend Hektar alter, ehemals wirtschaftlich genutzter Fichtenbestände in den Hochlagen ab. Aus dem Werk der Borkenkäfer wuchs ein neuer Wald heran, vielgestaltiger und bunter als es der vorherige Wirtschaftswald je war.

Der Film zeigt, wie es im einstigen Wirtschaftswald zur „Katastrophe“ kam, und wie daraus heute der „Urwald von morgen“ heranwächst, wie perfekt hier Werden, Wachsen und Vergehen ineinandergreifen, und warum der Borkenkäfer nicht zum Totengräber, sondern zum Geburtshelfer wurde. Im Gang der Jahreszeiten gibt die aufwendige Dokumentation einen Einblick, auf welche Art und Weise sich die Veränderung des Lebensraumes auf die Tier- und Pflanzenwelt auswirkt.

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1 Kommentar

  1. Mike Remmert bei

    Vielen Dank für diesen Beitrag und das Teilen des schönen Films – diese Zusammenhänge kannte ich so noch nicht!

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