Graubünden: Autofahrer will totgefahrenes Reh verspeisen

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In der Nacht auf 12.12.2017 ist ein Autolenker in Brienz mit einem Reh kollidiert. Er nahm das getötete Reh mit und fuhr, ohne Meldung zu erstatten, nach Hause.

Ein 47-jähriger portugiesischer Automobilist fuhr am Dienstag um 2 Uhr auf der Brienzerstrasse von Lenz kommend in Richtung Brienz. Bei der Örtlichkeit Tranter igls Ers kollidierte er mit einem Reh. Der Mann lud das bei der Kollision getötete Tier ein und verliess die Unfallstelle ohne Benachrichtigung der Polizei oder der Wildhut.

Im Laufe des Tages stellte eine Polizeipatrouille Kollisions- und Blutspuren am Unfallort fest. Gemeinsam mit dem Wildhüter konnte der fehlbare Lenker ermittelt werden. Er beabsichtigte das Tier für sich selbst zu verwerten. Der in Graubünden wohnhafte Mann ist geständig und wird an die Staatsanwaltschaft Graubünden verzeigt.

Wild gehört dem Kanton

Der in Graubünden wohnhafte Mann ist laut Polizei geständig und wird an die Staatsanwaltschaft Graubünden verzeigt. Der Portugiese lebe schon lange in der Schweiz und sei mit den hiesigen Gesetzen vertraut, sagt Polizeisprecher Markus Walser. «Das Wild gehört dem Kanton. Wildunfälle müssen deshalb entweder der Polizei oder der Wildhut gemeldet werden», so Walser.

Ein Wildtier wurde angefahren

Auch ein Wildtier, etwa ein Fuchs, oder ein Reh, das angefahren wurde, darf auf keinen Fall unversorgt am Strassenrand zurückgelassen werden. Wildtiere sind in den allermeisten Fällen allerdings so schwer verletzt, dass sie an ihren Verletzungen sterben oder getötet werden müssen.

Es besteht die gesetzliche Verpflichtung, bei einem Wildschaden noch vor Ort die Polizei zu informieren. Aber auch eine Person, die den Unfall nicht selbst verursacht hat, sollte nicht wegschauen, sondern handeln.

  • Nehmen Sie Verkehrsschilder mit dem Hinweis auf Wildwechsel ernst und schützen Sie damit Wildtiere und sich selbst vor Unfällen.
  • Fahren Sie auf Landstrassen und in Waldgebieten besonders achtsam. Reduzieren Sie die Geschwindigkeit, vergrössern Sie den Sicherheitsabstand und behalten Sie den Wald- und Feldrand im Blick.
  • Schalten Sie wenn möglich die Scheinwerfer ein, damit Sie Wildtiere möglichst frühzeitig sehen.
  • Sobald ein Wildtier am Strassenrand auftaucht: sofort bremsen, abblenden und, falls das Tier sich nicht entfernt, hupen. Achten Sie dabei auf den nachfolgenden Verkehr.
  • Seien Sie gewappnet für weitere Wildtiere am selben Ort. Die Tiere sind oft im Rudel unterwegs. Das bedeutet: Wo eines ist, sind auch andere, denn sobald das Leittier flüchtet, folgt meist das Rudel nach.
  • Ruhe bewahren! Panik hilft dem Tier nicht.
  • Unfallstelle absichern, damit kein anderes Fahrzeug in die Unfallstelle hineinfährt (Warndreieck, Warnblinker, Warnweste)
  • Anruf bei der Polizei (Tel. 117) oder Feuerwehr: Angaben zur Unfallstelle. Wichtig: Verlassen Sie die Unfallstelle nicht bis die Rettungskräfte tatsächlich eingetroffen sind und teilen Sie dies den Rettungskräften bei Ihrem ersten Anruf gleich mit. Damit schließen Sie aus, dass das Tier womöglich stundenlang an der Unfallstelle liegen bleibt. Sollte auch nach einer halben Stunde noch Niemand am Unfallort eingetroffen sein, rufen Sie erneut bei den Rettungskräften an. Stellen Sie sicher, dass wirklich jemand in angemessener Zeit an der Unfallstelle eintrifft.
  • Bei verletzten Füchsen oder Rehen: Halten Sie Abstand zu den Tieren, bis professionelle Hilfe eintrifft. Verletzte Füchse oder Rehe können sehr wehrhaft und unberechenbar sein und den Finder ggf. gefährden.

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