Bären-Wilderei im karpatischen Biospähren-Reservat

Das Biospähren-Reservat in den Karpaten (Ukraine) ist international bekannt für seinen Buchen-Urwald. Es gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und wurde vor kurzem mit dem European Wilderness Quality Standard Zertifikat ausgezeichnet.

Gemäss eines Berichts der European Wilderness Society gehören fünf grosse Wildnisgebiete zum karpatischen Biosphären-Reservat, von welchen bereits 2 erfolgreich ein „Wildnis-Audit“ bestanden haben. Die drei weiteren erfolgversprechenden Gebiete sind die Svydovec-, die Chornohiora- und die Maramorosh-Wildnis.

Die Gebiete sind sehr abgelegen und unerschlossen und daher die perfekte Umgebung für einheimische Beutegreifer wie etwa Wölfe, Luchse oder Braunbären. Nun wurde bekannt, dass es zu Wilderei-Fällen gekommen ist, welche jetzt untersucht werden.

Wilderei – ein weitverbreitetes Phänomen in Europa

Auch wenn Ranger und öffentliche Behörden Massnahmen zum Schutz solcher Reservate ergreifen, ist die Wilderei eine Begleiterscheinung aller entlegenen Naturschutzgebieten. Vor kurzem hat zum Beispiel ein dänischer Jäger in Deutschland einen Wolf erschossen, ein Wilderei-Fall eines Luchs wird derzeit in Süddeutschland untersucht und im Fall dieses Artikels wurde ein Braunbär – Wahrzeichen des Biosphären-Reservat der Karpaten – gewildert.

KarpatenMykola Rybak, Direktor des Biosphären-Reservat, informierte über Facebook, dass es seit dem 3. November Anzeichen für Wilderei im Reservat gibt. Funde von Rotwild- und Braunbär-Fleisch lassen darauf schliessen. Das Biosphäre-Reservat hat daraufhin umgehende Untersuchungen angekündigt und schuf eine Inspektionskommission, welche aus Mitarbeitern der Naturschutzbehörde und der lokalen Polizei besteht.

Umgehende Reaktion des karpatischen Biosphären-Reservat

Der Direktor sprach die Wilderei unmittelbar und offen an, unabhängig der Möglichkeit, dass Ortsansässige darin verstrickt sein könnten. Dieses rasche Handeln des Reservats ist ein ausgezeichnetes Vorgehen und verdient internationale Anerkennung.

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Geschrieben von Wild beim Wild

Jagdgegner wird man nicht aus Langeweile, sondern aus Kenntnis dieser Tierquälerei.

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