Frankreich: Schweizer Jäger massakriert vier Esel

Am Sonntag, den 17.9.2017, gegen 16:00 Uhr wurden von einem Schweizer Jäger in Arith (Savoie) in der Nähe von Genf vier Esel getötet. Ein fünfter Esel aus der Herde konnte fliehen.

Der 38-jährige Jäger aus der Romandie hatte die Esel kaltblütig in der Nähe eines Waldes erschossen. Der Jagdverband von Savoyen verurteilt die Tat und weigert sich, von einem „Jagd-Unfall“ zu sprechen.

Nach dem Verbrechen hat sich der Schweizer Jäger (Jäger, die ja so gut ausgebildet sind), aus dem Staub gemacht. Erst Stunden später meldete sich sein Bruder bei den Besitzern. Zwei Tiere starben sofort, die anderen zwei litten über mehrere Stunden und mussten euthanasiert werden.

Die Esel erhielten jeweils mehrere Kugeln

Der Schütze schoss wahrscheinlich auf die Esel, als sie aus dem Unterholz kamen. Alle Esel erhielten mehrere Kugeln – besonders auf Höhe der Beine. Der Wald-Terrorist, der mit seinem Bruder Jagdkarten beim örtlichen Jagdverein gelöst hatte, war in der Region, um eigentlich Reh, Hirsch und Wildschwein zu quälen. Gegenüber der Polizei sagte der Schweizer Jäger, dass er die Esel mit Hirschkühen verwechselt hat.

Es ist mit unbeschreiblichen Schmerzen, dass ich die Trauer habe, die Ermordung von fast der ganzen Eselherde bekannt zu geben: Fanfan, Ulule, Moustique, Mistral wurden von einem Schweizer Jäger massakriert.“

Schreibt Sandrine Lassiaille , die Besitzerin der getöteten Esel, auf Facebook.

Sandrine leitet eine Tourismus-Unternehmen mit Esel Trekking und steht jetzt praktisch vor dem Nichts. Eine Strafanzeige gegen den Jäger wurde umgehend eröffnet. „Was mich am meisten schockiert hat, ist das grosse Kaliber, welches der Jäger verwendet hat. Ein Kaliber, welches im Innern des Ziels explodiert“, erklärt Sandrine.

„Es ist kein Jagd-Unfall, diese Tat ist aussergewöhnlich“, sagt der Direktor Pierre Sicard vom Jagdverband Savoie einem Radiosender.

Letztes Jahr wurde in der Region schon ein Pferd von einem Jäger erschossen, was ebenfalls für grosses Entsetzen sorgte.

Forderungen von der IG Wild beim Wild

Die Grenze, ab der ein Jäger für den Umgang mit Waffen unter Alkoholeinfluss als waffenrechtlich unzuverlässig gilt, sollte aus Sicht der IG Wild beim Wild zwingend bei 0,0 Promille Blutalkohol gezogen werden, wie das beim Militär- oder Polizeidienst auch der Fall ist. Wer auf die Jagd geht, der geht zum Töten. Niemand darf im alkoholisierten Zustand mit einer Waffe hantieren oder gar schiessen. Wer alkoholabhängig ist, dem muss der Jagd- und Waffenschein umgehend entzogen werden. Nach Jagdunfällen sind obligatorische Alkoholtest einzuführen. Zusätzlich braucht es ein regelmässiges medizinisch-psychologische Gutachten für Jäger sowie auch eine Altersbegrenzung nach oben. Die grösste Altersklasse bei den Jäger sind wohl die, wie in Deutschland auch, mit 65+, jene mit Alters-, Seh-, Konzentrations- und Reaktionsschwächen sowie Ausbildungs- und Trainingsdefiziten.

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Geschrieben von Wild beim Wild

Jagdgegner wird man nicht aus Langeweile, sondern aus Kenntnis dieser Tierquälerei.

14 Kommentare

  1. Ich kann diese Jäger und deren Fleischfressende Gefolgschaft mit ihren dümmlichen Parolen warum wir angeblich solche schwerbewaffneten Psychopathen bräuchten nicht mehr hören. Die Jägerei ist was für Geisteskranke, keine der debilen Jäger-Vorwände zu deren angeblicher Notwendigkeit hält wissenschaftlichen Studien zur Überlegenheit gegenüber tötungsfernen Alternativen stand, alles nur dummes haltloses Geschwätz, und das immer noch im 21. Jahrhundert. Als Wissenschaftler ärgert mich das ganz besonders. Wir haben verdammt nochmal eine ethische Verantwortung gegenüber unseren Mitgeschöpfen, das geht in diese Schrumpfköpfe einfach nicht rein. TÖTUNG darf niemals eine Option sein, NIEMALS, wir reden hier von schmerzempfindlichen Mitgeschöpfen und nicht von Sachgegenständen…

  2. Wir brauchen keine jaeger die natur regelt alles alleine seit millonen jahre.der einzige fehler ist der mensch und ich schaeme mich einer zu sein

  3. ich bin wirklich FASSUNGSLOS!!! Ich hoffe auch, dass diesen „Jäger“ auf lebzeit sein Jagd-u Waffenschein entzogen wird und er eine empfindliche Geldstrafe bekommt- die dieser Frau ausgehändigt wird! Jeder, der Esel kennt, weiß was für liebenswerte und GUTMÜTIGE freundliche und lustige Tiere das sind- so ein Verlust ist entsetzlich!! Mir kommen wirklich die Tränen… Über diesen „Jäger“ möchte ich keinen Kommentar abgeben– dieser wäre MEHR als unschicklich. Ich denke allerdings, dass dieser Unmensch brandgefährlich ist!! Mir fehlen einfach nur noch die Worte… Mein uneingeschränktes Mitgefühl für Sandrine– es tut mir unendlich Leid für Dich und Deine Tiere..

      1. Das ist leider so nicht ganz richtig. Dank der immer kleiner werdenden Waldflächen, der Urbanisierung der Natur und der immer weiter ausgedehnten landwirtschaftlich genutzten Flächen „brauchen“ wir Jäger leider.
        Ich bin selbst kein Freund der Jagd, aber ein Jäger übernimmt weit mehr Aufgaben als nur Tiere abzuknallen.

        Der Kerl war zwar ganz offensichtlich Besitzer eines Jadgscheines, aber in erster Linie wohl eher ein Arschloch und dann erst Jäger.

    1. Thomas, tja der Depp wird vielleicht bestraft, aber was ist mit der Frau, deren Einkommen er zerstört hat, die ihre Tiere geliebt hat??, aber sowas versteht ihr Jäger wohl nicht, daß man Tiere liebt, ihr schießt sie ja nur ab…

    2. Hallo Thomas, ich sehe es genauso wie du. Dem Jäger gehört die Karte entzogen und er muss den Schaden ersetzen. Leider wird hier auf Grund eines Fehlverhalten einer Person die nicht mal aus Deutschland kommt wieder über jeden hergezogen. Sollen wir demnächst auch sagen oh sie sind Autofahrer, sie verhindern die Rettungsgasse und filmen sterbende Patienten Frau Meyer und Frau Glarner-Frey? Genauso wie sie hier die Lust zu morden unterstellen.

    3. Einfach nur zum Kotzen, dieser Typ gehört weggesperrt! Kein normaler Mensch, erst recht nicht ein Jäger, schiesst mehrmals wahllos auf irgend ein Ziel, ohne erst sicherzustellen, worauf er überhaupt zielt. Das ist doch absolute Willkür. Ich kann dieser armen Frau nur viel Kraft wünschen!

  4. Ich liebe Esel und dieser Bericht ist einfach nur grauenhaft. Ich schäme mich für die Dekadenz dieser Schweizer und ich entschuldige mich im Namen aller Schweizer für solche Landsleute, die sich dazu nach solchen Tiermorden noch vor der Verantwortung drückten und sie elendiglich sterben liessen.Jedem Tierliebhaber fehlen die Worte über eine solche Greueltat! Ich lebe schon länger nicht mehr in der Schweiz und kenne Savoyen sehr gut. Diese „Jäger“ sollten rechtlich zur Rechenschaft gezogen werden. Aber sicher! Sandrine sollte finanziell entschädigt werden, was ihr die geliebten Tiere natürlich niemals zurück bringt, aber sie ist geschäftlich nicht auch noch ruiniert.
    Ich habe im Frühjahr auch bitterlich um meinen geliebten Siamkater geweint, der von einem Katzenhasser brutal erschlagen wurde.

  5. Einfach unfassbar! Ich kann meinem Entsetzen gar nicht die richtigen Worte geben! Hoffentlich darf dieser Mörder kein Gewehr mehr angreifen! Und wird hoch bestraft!!! Wobei man ein Eselleben gar nicht ersetzen kann!

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