Zürich Initiative Wildhüter statt Jäger

Initiative fordert „Wildhüter statt Jäger“

Die Jagd im Kanton Zürich soll in ihrer heutigen Form endgültig abgeschafft werden.

Künftig sollen nur noch professionell ausgebildete WildhüterInnen eingesetzt werden. Dies fordert die kantonale Volksinitiative „Wildhüter statt Jäger“ der Tierpartei Schweiz (TPS).

Der Kanton Zürich soll „ein kantonweites Wildtier-Management mit professionell ausgebildeten WildhüterInnen“ einführen, welches die Risikogruppe Amateur-Jäger ersetzt. Dabei soll die natürliche Regulierung des Wildtierbestandes im Vordergrund stehen. Bei kranken oder verletzten Wildtieren dürften nur vom Kanton angestellte Wildhüter eingreifen.

Die Tierpartei Schweiz (TPS) hat am Dienstag, 18. Juli 2017, über 7’300 Unterschriften aus der Bevölkerung beim Kanton für das Anliegen eingereicht.

«Der von Jägerkreisen beliebte Ausspruch „Hegen und Pflegen“ zur Rechtfertigung eines blutigen Hobbys ist eine alte Mär», sagt die Mitinitiantin und Präsidentin der Tierpartei Schweiz (TPS) Monika Heierli-Rutishauser. «Heute ist es wissenschaftlich erwiesen, dass sich die Natur selber reguliert.»

Diese Aussage wird durch verschiedenste positive Erfahrungen in Regionen bestätigt, welche jagdfrei sind, wie u. a. auch durch das Wildschongebiet der Stadt Zürich. Man weiss heute, dass die Bejagung der Wildtiere nicht zu einer Regulierung des Wildtierbestandes führt, sondern die Ursache für das Problem darstellt, da sich die Fertilität (Geburtenrate) der Wildtiere durch die Bejagung erhöht!

Für die professionellen Wildhüter gibt es wie bei jenen im Kanton Genf keinen Grund mehr, tierquälerische Jagdmethoden wie die Bau-, Treib-, Drückjagd usw. zu praktizieren. WildhüterInnen müssen zudem nüchtern im Dienst sein –  die Hobby-Jäger wehren sich gegen ein Alkoholverbot auf der Jagd. WildhüterInnen gehen mit 65 spätestens in Pension. Die grösste Altersklasse bei den Amateur-Jäger sind wohl die mit 65+, jene mit Alters-, Seh-, Konzentrations-, und Reaktionsschwächen sowie Ausbildungsdefiziten. Bei der Polizei oder Militär werdeb aus gutem Grund solche Frauen und Männer längst nicht mehr in einen bewaffneten Einsatz geschickt. WildhüterInnen werden auch nicht mehr grundlos Wildtiere quälen und/oder abschiessen (z. B. rund 200 gesunde Füchse pro Monat), denn das gehört sich in einer zivilisierten Gesellschaft einfach nicht.

Gerade während und nach Bewegungsjagden der Freizeitjäger findet z. B. sehr viel Tierleid statt.

Lieber Wildhüter mit Verstand, als Jäger ausser Rand und Band!

Wanderungen und Ausbreitungsbewegungen der Wildtiere werden durch Strassen und Bahnlinien erschwert oder gar verhindert. Von den 18 Wildtierkorridore mit überregionaler Bedeutung sind im Kanton Zürich noch immer 16 beeinträchtigt oder unterbrochen. Aber das erstaunt nicht wirklich. Der seit 2007 zuständige Baudirektor Markus Kägi (SVP) ist nämlich ein leidenschaffender Amateur-Jäger und macht seine umweltschädigenden Schiessübungen in einem Naturschutzgebiet.

Dass die Jagdausbildung und Jagdgesetzgebung nicht von besonders grossem gesellschaftlichem Wert sein kann, bestätigt auch der Regierungsrat Markus Kägi, anlässlich einer Ratsdebatte, gleich selber:

„Gerade im Raum (jagdliche Schiessanlage), der seit den sechziger Jahren mit Tontauben und Schrot beschossen wird, wachsen die Pflanzen besonders kräftig. Man muss also davon ausgehen, dass der Boden dort von besonders hoher Qualität ist.“ (KR-Nr. 197/1991, RRB-Nr. 3964/20.11.1991)

Wildtierpassagen helfen, Wildunfälle zu verhindern und den Lebensraum für die Wildtiere zu öffnen. Damit kann der wichtige genetische Austausch gesichert und das Aussterben von lokalen Tierarten verhindert werden.

Menschen beeinträchtigen und zerstören den Lebensraum der Wildtiere, auf dessen sie aber auch Anrecht haben. Deshalb soll Mann/Frau Wildtiere nicht auch noch unnötig und sinnlos bejagen – übrigens ein klarer Hinweis auf ein ev. psychologisches Krankheitsbild innerhalb der Jägerschaft. Viele Jäger geben ehrlich und offen zu, dass die Jagd kein Wildtiermanagement ist, sondern das triebhaft gestörte Nachstellen nach Wildtieren in Zeiten des Überflusses an Nahrungsmitteln, Kleider usw. Jäger wollen töten! Nur, Wildtiere sind keine nachwachsende Rohstoffe. Wildtiere haben auch Gefühle und Emotionen. Wildtiere können leiden, trauern und Freude empfinden. Wildtiere leben wie wir Menschen in Familienverbänden und Sozialstrukturen, welche die heutigen Jäger meist zum Spass zerschiessen. Welcher Mensch oder welches Tier möchte schon freiwillig in einem Lebensraum leben, der von militanten Hobby-Jägern gestaltet wird? Wir lassen die Verkehrsteilnehmer im Strassenverkehr auch nicht von den Hells-Angels regulieren, kontrollieren und leiten, nur weil die Rocker eine Motorradausbildung gemacht haben und gerne auf den Strassen sind.

Der Verein Zürcher Jagdaufseher schreibt: Die wenigsten Jäger unterziehen sich regelmässigen und intensiven Trainings im Schiessstand. …Von woher sollten diese Hosenlotteri und Ohrengrübler die sichere Schussabgabe und sonst alles plötzlich können..

In einem Report vom Schweizer Tierschutz STS wird ebenfalls darauf hingewiesen, wie unprofessionell die Jagd im Kanton Zürich eigentlich ist. Es werden z. B. keine seriösen Statistiken geführt über Fehlschüsse, Nachsuchen usw. Nachsuchen sind nicht einmal meldepflichtig.

Insbesondere bei der Jagd und den Jägern ist es überaus wichtig, dass die Bevölkerung ganz genau hinschaut. Nirgendwo wird so viel mit Unwahrheiten manipuliert, wie bei den Jägern.

Im Kanton Graubünden der beste Daten liefert, führten z. B. im Jahr 2015 Wildhüter 1’232 Nachsuchen durch. Aber nur 57 %  waren erfolgreich.

Wild-biologische Studien belegen, dass die in einem Wildschongebiet lebenden Tiere einen Grossteil ihrer erzwungenen, unnatürlichen Scheu verlieren und dadurch ihre unnatürlichen, nächtlichen Aktivitäten wieder vermehrt in den Tag verlegen. Dies soll auch zu weniger Strassenunfällen mit Wildtieren führen – was man sieht, überfährt man in der Regel nicht. Wildtiere verhalten sich bei Tageslicht anders. Wildbiologen wie Karl-Heinz Loske berichten immer wieder hoch erfreut über die Entwicklung in Gebieten ohne Jagd. Man sieht eine höhere Artenvielfalt, geringere Dichte von jagdbaren Wildtierarten, geringere Schäden und weniger Autounfälle.

Professor Dr. Josef H. Reichholf, (Zoologe, Evolutionsbiologe und Ökologe) erklärt:

Langjährige Studien und Erfahrungen in den jagdfreien Grossstädten belegen, dass sich der Wildtierbestand weitestgehend selber reguliert. Durch die fortwährende Bejagung erreicht man das Gegenteil, denn die Fertilität der häufigen Tiere steigt an und somit nimmt der Bestand der jagdlich bevorzugten Arten (Schalenwild) nicht ab, sondern zu und wird auf hohem Niveau gehalten. Die „Raubtiere/vögel“ hingegen werden übermässig dezimiert und in ihren Beständen gefährdet. In jagdfreien Gebieten steigt die Biodiversität an. Es konnten auch andere positive „Nebeneffekte“ in jagdfreien Gebieten festgestellt werden, wie z. B. die Abnahme von Verkehrsunfällen mit Wild, da die Tiere ihre aufgezwungene Scheu mit der Zeit verlieren und wieder tagaktiver werden, oder ein Rückgang des Verbisses in der Forstwirtschaft. Alles in allem können die Gesellschaft und die Natur durch ein modernes Wildtiermanagement und das Zulassen der Selbstregulierung des Wildtierbestandes, wie es die Tierpartei in ihrer Initiative verlangt, nur gewinnen. Die verminderte Scheu macht die Tiere erlebbar!

Erfahrungen aus verschiedenen Ländern und Gebieten zeigen somit, dass sich der Wildtierbestand in einem vor Hobby-Jägern geschützten intakten Wildschongebiet weitgehend selbst reguliert. Sollte es dennoch notwendig werden, regulierend einzugreifen, so hat dies aus tierschützerischer Sicht ausschliesslich durch professionell ausgebildete WildhüterInnen zu erfolgen, die sich beruflich mit einem zeitgemässen Wildtiermanagement (Tierschutz, Sicherheit, Wissenschaft, Wildbiologie usw.) beschäftigen.

Die Einführung eines ethischen Wildmanagements führt zudem dazu, dass es künftig möglichst keine Jagdunfälle mehr geben soll. Auch Haustiere und Nutztiere sollen nicht mehr irrtümlich getötet werden. Die Sicherheit der Bevölkerung bei Freizeitaktivitäten in Wald und Flur ist wieder gewährleistet. Tierquälerische Jagdmethoden „for Fun“ gehören dann der Vergangenheit an. Damit ermöglicht der Kanton Zürich wieder zunehmend Naturerlebnisse mit Wildtierbeobachtungen und er fördert wie z. B. im Kanton Genf die Biodiversität sowie das Allgemeinwohl und seelische Wohlbefinden der Bevölkerung.

Gerade in einem dicht besiedelten Gebiet wie dem Kanton Zürich ist die Einführung eines zeitgemässen Wildtiermanagement notwendig, da dieses eine hohe Garantie für weniger Dichtestress (Burnout usw.) für die Wildtiere bedeutet. Entstresste Wildtiere sind auch weniger krankheits- und verhaltensauffällig. Wildtiere wir Reh und Hirsch sind auch keine Nutztiere die man bewirtschaftet und heranzüchtet. Sie gehören nicht einmal den Jägern. Nicht nur anhand der eidgenössischen Jagdstatistik kann man ganz klar sehen, dass im Kanton Zürich einiges völlig schief läuft. Der jagdfreie Kanton Genf hat z. B. heute die höchsten Feldhasenbestände – nicht der Kanton Zürich. Der jagdfreie Kanton Genf hat Rebhühner – nicht der Kanton Zürich. Am jagdfreien Genfersee haben international Ornithologen Freude, weil sie seltene Vogelarten beobachten können usw. Reh- und Wildschweinbestände sind dafür im Kanton Zürich überproportional vorhanden. Jahr für Jahr scheitern die Jäger.

Die für die Jäger interessanten Wildbestände werden seit Jahrzehnten nicht wirklich reguliert, sondern dezimiert und die Geburtenrate stimuliert. Folge der jetzigen Methoden ist, dass zum Beispiel die Weidetiere Rehe noch scheuer werden und ihre tageszeitlichen Aktivitäten vollends in die Nacht verlegen. Dies führt zu vielen Verkehrsunfällen. Die Bestände an Wildschweine und Rehe sind im Kanton Zürich förmlich explodiert und ausser Kontrolle. Das ist kein Naturverständnis.

Jagd ist kein rechtschaffendes Handwerk. Es gibt keine Standards, Ethik, gute Wissenschaft oder Regeln bei der Jagd, die gesellschaftlichen Normen, nicht einmal innerhalb der Jägerschaft, und vor allem tierschützerischen Argumenten standhalten. Bündner Jäger kritisieren die Baujagd als Tierquälerei, Walliser Jäger ergötzen sich an der Trophäenjagd auf den Steinbock, Obwaldner Jäger finden Hochsitze nicht waidmännisch, Glarner Jäger sind in Graubünden keine Jäger, die Verseuchung der Umwelt und des Wildes mit der Jägermunition ist Aufopferung für das Ökosystem – während Naturschützer dagegen protestieren oder bei Deutschen Jäger ist es verpönt, mit Schrote auf Rehe zu schiessen, während Zürcher Jäger das lustig finden, usw.

Genauso wie es ethisch nicht richtig ist, eine Wildtierart zu dezimieren, um eine andere zu schützen, kann das Massakrieren nicht richtig sein. Man hat über Jahrzehnte für die Jagd unnatürlich hohe Huftierbestände herangezüchtet. Dies jetzt mit faulen Ausreden von fehlenden Beutegreifer usw. zu begründen, welche man insbesondere aus Jägerkreisen immer noch bekämpft, ist einfach nur schäbig. Jäger wissen auch nicht, welche Tiere überleben würden, bei der natürlichen Auslese. Hauptsache die Jäger können einen Schuss abgeben, bevor ein Wildtier eines natürlichen Todes (so wie wir uns das als Menschen eigentlich auch wünschen) stirbt.

Jagd stellt immer ein katastrophales Versagen wissenschaftlichen Könnens und Vorstellungsvermögens dar. Wenn es mit dem ökologischen Auftrag wirklich so ernst wäre, so bestünde der Sinn der Jägerei in nichts anderem als der Abschaffung ihrer Notwendigkeit. Die grösste Freude des Jägers wäre dann der sich selbst regulierende Wald, der ihn davor bewahrte, seinem ungeliebt blutigen Handwerk nachgehen zu müssen.

Jagen um Bestände zu dezimieren, ist historische gesehen keine Jagd, sondern terroristischer Zooizid. Das heutige Morden von Tieren durch den modernen Jäger resultiert hauptsächlich aus Habsucht, Gewinnsucht, Genuss, Gleichgültigkeit und Geringschätzung von dem Schicksal der Tiere gegenüber. Die richtigen Jäger der Naturvölker würden so etwas niemals gutheissen.

Würden Jäger von Tier- und Naturschützer nicht immer wieder aufs Neue geschult, gäbe es in der Praxis beim jägerischen Unsinn keine Obergrenze.

Umwelt- und Tierschutz liegen uns am Herzen

So lange die Beutetiere nicht in erster Linie den Beutegreifer gehören, ist Jagd sinnloses töten. Dies ist auch der Standpunkt der grossen Naturschutzorganisation in der Schweiz. Die gängigen Jagd-Gesetze haben wenig mit Ethik und Moral zu tun – ja, sie widersprechen sogar diametral dem schweizerischen Tierschutzgesetz z. B. Art 26 und Art. 4.

Niemand darf ungerechtfertigt einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen, es in Angst versetzen oder in anderer Weise seine Würde missachten. Das Misshandeln, Vernachlässigen oder unnötige Überanstrengen von Tieren ist verboten.

Laut Pro Natura Schweiz mussDie Jagd einen guten Grund haben. Weil auf einfache Weise formuliert, Ethik, Wissenschaft, Gesetzesgrundlagen usw. unabdingbare Voraussetzungen für eine zeitgemässes Wildtiermanagement sind. Der Slogan ist auch umgekehrt wahr: Ohne ausreichende Begründung ist der Abschuss eines Wildtieres ethisch nicht zu rechtfertigen. Diese ausreichende, stichhaltige Begründung fehlt heute bei der Jagd auf Tiere, die einfach nur „beseitigt“ werden (Beispiel Fuchs, Vögel, Trophäenjagd usw.). Eine sogenannte Regulierung von Beutegreifern zugunsten hoher Huftierdichten ist aus fachlichen und ethischen Gründen kategorisch und konsequent abzulehnen. Der moderne Mensch und Wildhüter respektieren Beutegreifer als wichtigen Teil des Ökosystems. Untersuchungen in verschiedenen Ländern und zu verschiedenen Zeitpunkten haben den Einfluss des Rotfuchses nicht nur auf die Rehpopulation belegt: Für das Berner Mittelland wird geschätzt, dass ein Fuchs in den Monaten von Mai bis Juli durchschnittlich elf Kitze erbeuten kann.

Vom Bundesrecht her, muss kein Kanton in der Schweiz die Jagd vorsehen. Es ist das Recht der Kantone zu entscheiden, ob die Jagd zugelassen wird oder nicht. Entscheidet sich ein Kanton gegen oder auch nur teilweise gegen die Jagd, kann er dies laut Bundesverfassung frei tun. Der Kanton Genf hat sich längst für diesen vorbildlichen Weg entschieden. Viele Kantone verbieten heute schon örtlich die Jagd anhand Jagdbanngebieten, Wildasyl usw.

Etikettenschwindel

„Die Ausbildung zum Jäger im Kanton Zürich ist wohl eine der strengsten und umfassendsten in Europa“, meint Urs Josef Philipp, Leiter Fischerei- und Jagdverwaltung Zürich. Ins gleiche Horn bläst Christian Jaques (Präsident Verein Jagd Zürich):

„Die Ausbildung vom Zürcher Jäger ist schwierig und die Jagdprüfung ist die schwerste in der ganzen Schweiz“.

Eine verstaubte Ausbildung in die jägerische Gewaltkultur und Jägerlatein ist jedoch kein Qualitätssiegel für ein sinnvolles Wildtiermanagement und Verständnis der komplexen wild-biologischer und ökologischen Zusammenhänge sowie Naturgesetze. Terroristen, Soldaten usw. und/oder andere Waffenbenutzer werden auch gut ausgebildet, um ihre teils schrägen und militanten Ideologien zu verbreiten. Demnach müsste Zürich die beste Jagd der Welt haben, aber dieses Prädikat beanspruchen auch die Bündner oder Jäger in St. Gallen. Und Graubünden ist ebenfalls ein gutes Studienobjekt, was die kränkelnde Jägerseele bei der Patentjagd so treibt. In Graubünden sind aktuell 2 Volksinitiativen aus der Bevölkerung hängig, weil man dort auch genug hat, von dem barbarischen Terror gegen die Wildtiere, welche die kantonale Jagdverwaltung mit der Risikogruppe Amateur-Jäger organisiert.

Im Kanton Zürich können sogar noch Nichtjäger ohne Prüfung in den 172 Revieren auf die Jagd gehen, sofern sie dies an nicht mehr als an 6 Tagen im Jahr tun und das Bedingungsschiessen nicht länger als 2 Jahre zurück liegt. Und, Personen welche bereits in einem anderen Kanton eine Jagdprüfung absolviert haben, können von den heute bestehenden Gegenrechtserklärungen (AG, BE, BL, GL, LU, SG, SH, SO, SZ, TG, ZG) profitieren. Die Prüfungen dieser Kantone und von Baden-Württemberg sind im Kanton Zürich anerkannt, um jagen zu können. In Baden-Württemberg kann man in drei Wochen die Jägerprüfung absolvieren. Selbst wenn ein Deutscher-Staatsbürger aus Baden-Württemberg nach Zürich umzieht, ist der Jagdschein, welcher er in drei Wochen erworben hat, gültig.

JägerInnen (ausser der Vivisektion) fügen Tiere am meisten Qualen und Missbrauch zu, besonders durch die Art des Tötens. Die Jagd widerspricht seit Jahrzehnten einem aufgeklärten, wissenschaftlichen und ethischen Verständnis von Natur und Tiere aufs Schärfste.

Das grosse Kollektiv der Bevölkerung (99.96 %) sehen in Wildtieren keine lebenden Zielscheiben und engagiert sich sinnvoll für Natur- und Tierschutz – Jäger hingegen schaffen Tötungsgelegenheiten.

Jäger leisten bei einer genauen Analyse auch keinen Frondienst für die Öffentlichkeit und schon gar nicht für die Wildtiere. Wildtiere mögen keine Jäger. Wenn ganze Landstriche über eine Pacht gekauft werden können, um dort Wildtiere sinnlos zu töten und/oder quälen, muss man wohl oder übel ganz andere Begriffe als Frondienst verwenden. Die Jäger würden überhaupt keinen „Frondienst“ leisten, wenn sie nicht töten dürfen. Jäger wollen etwas im Gegenzug für ihre Leistungen und das hat mit dem Geist des selbstlosen Frondienstes rein gar nichts zu tun.

Wie es im Kanton Zürich bezüglich der Wilderei aussieht, bleibt im Dunkeln. Von der zuständigen Jagdverwaltung gibt es zu diesem Thema auch keine Stellungnahme oder Statistik. Die Jagdaufsicht in Zürich obliegt nicht WildhüterInnen (wie in den Patentjagd-Kantonen), sondern einem Freizeitjäger, den die jeweiligen Reviere selber stellen. Die Befangenheit lässt grüssen.

Im ganzen Kanton Zürich gibt es nur einen Wildhüter mit einem eidgenössischen Fähigkeitsausweis und keine diplomierten Jagdaufseher laut der eidg. Jagdstatistik (Stand 2017). Überall nennen sich jedoch die Amateur-Jäger auf unzähligen Jagdgesellschafts- oder Gemeindeseiten „Wildhüter“ oder „Jagdaufseher“, aber dies ist mehr ein Etikettenschwindel. Die Fluggesellschaft Swiss nennt ihre Flugbegleiter auch nicht Piloten und setzt sie ins Cockpit.

In der Schweiz gibt es jedes Jahr mehr menschliche Verletzte und Todesopfer durch Hobby-Jäger als durch islamische Terroristen, Militär, Sekten, Rockerbanden usw.

In den Jahren 2011-2015 wurden insgesamt 1’526 Verletzte durch Jagdunfälle durch die Unfallversicherungen registriert. Dazu mindestens ein gutes Dutzend Todesfälle und dies nur innerhalb der Jägerschaft! Die Gefährdung Dritter durch Hobby-Jäger kann nicht aus den Daten der Unfallversicherer bestimmt werden. Über detailliertere Auswertungen für verschiedene Kantone gibt es ebenfalls keine Statistiken. Diese Statistiken sind mit der Abschaffung der Hobby-Jagd auch nicht mehr nötig. Denn die vielen Jagdunfälle senken die Krankenkassen- und Versicherungsbeiträge für die Bevölkerung auch nicht.

Jagd-Gesetze im Kanton Zürich stammen zum Teil noch aus dem Jahr 1929. Damit wird immer noch auch gegen die Menschenrechte verstossen, denn die Jagd auf privatem Boden muss z. B. nicht geduldet werden. Jedes Siedlungsgebiet gehört mit zu einem Revier. Die Hobby-Jäger dürfen also praktisch bis vor der eigenen Haustür ihrem blutigen Hobby frönen und tun dies auch.

Die Jagd wie sie heute ausgeführt wird, ist kein jahrhundert altes Handwerk, Tradition oder Kultur. Wer sinnlos tötet, schützt nicht und der zivilisierten Gesellschaft nützt es nichts. Was dient der Bevölkerung, Forst, Landwirte usw. mehr: überproportionale Huftierbestände, welche sich tagsüber im Wald verstecken und durch die Jäger provozierte Schäden verursachen oder Wildtierbeobachtungen, wie z. b. im Kanton Genf, dafür in geringerer Anzahl? Auch historisch gesehen sind Bestandesreduzierungen Massaker und keine Jagd.

Im ganzen Kanton Zürich gibt es laut dem BAFU (und das nach 100 Jahre Hegearbeit der Jäger) immer noch keine rechtsverbindlichen Wildtierruhezonen. Das ist wohl auch einmalig in der Schweiz. Es gibt weder Jagdbanngebiete noch regionale Naturparks oder Wildnisgebiete. Die gesunden Beutegreifer werden bejagt und können ihre wichtige Funktion für die Gesellschaft bei der Selbstregulierung im Ökosystem nicht vollumfänglich wahrnehmen.

Man muss auch kein Mathematiker sein, um zu realisieren, dass wenn man die Beutegreifer wie im Kanton Zürich unökologisch bejagt, systematisch ein künstliches Ungleichgewicht in der Tierwelt in Richtung Beutetiere produziert wird, zum Leidwesen der Kulturlandschaft insbesondere des Waldes.

Untersuchungen in verschiedenen Ländern und zu verschiedenen Zeitpunkten haben den Einfluss des Rotfuchses nicht nur auf die Rehpopulation belegt: Für das Berner Mittelland wird geschätzt, dass ein Fuchs in den Monaten von Mai bis Juli durchschnittlich elf Kitze erbeuten kann. Im Kanton Zürich schiessen Jäger aber jedes Jahr rund 2’000 gesunde Füchse für die Mülltonne. Genau die Anzahl damit die Risikogruppe Jäger später ihr Jägerlatein als unabdingbare Regulatoren verbreiten können.

Demnach ist jede Fuchsjagd ein klarer Verstoss gegen das Tierschutzgesetz, weil es am vernünftigen Grund mangelt. Eine Abschussplanung existiert auch nicht. Es gibt seit mehr als 30 Jahren mindestens 18 wildbiologische Studien, die beweisen: Fuchsjagd reguliert nicht und taugt auch zur Seuchenbekämpfung nichts. Im Gegenteil!

Gäbe es weniger Problemjäger, die Naturnutzungsgedanken hegen, könnten sich auch wieder mehr friedfertige Menschen dem Naturschutzgedanken widmen – Menschen, die Flora und Fauna mit Respekt, Anstand und Fairness pflegen.

Die Initiative „Wildhüter statt Jäger“ ist vorausschauend

Jagdwaffen führen zu Missbrauch in unser allem Sozialleben. Immer wieder kommt es zu Schusswaffensuiziden, Drohungen und tödlichen Tragödien. Jahr für Jahr werden unzählige Menschen durch Jäger und Jägerwaffen verletzt, teilweise so schwer, dass sie im Rollstuhl sitzen oder ihnen Glieder amputiert werden müssen. Je mehr Jagdwaffen im Umlauf sind, desto gefährlicher wird es für die Allgemeinheit. Nicht selten ticken Jäger in sachlichen Gesprächen mit der Bevölkerung völlig aus und fangen an mit Gewalt und Waffen zu drohen. Die Risikogruppe Jäger sind im Kanton Zürich gesetzlich nicht einmal dazu verpflichtet, eine Jagd anzukündigen. Menschen in Wald und Flur geraten immer wieder ins Schussfeld der Jäger und anschliessend ins Spital.

Untersuchungen zeigen immer wieder, dass es Hobby-Jäger nicht um Natur- oder Tierschutz geht, sondern dass sie Freude an einer Gewaltkultur haben. Die Gewaltausübung gegen Tiere und Tierquälerei wird als so normal empfunden, wie Radfahren oder Hornussen.

Finanzen

Die Jagdverwaltung im Kanton Zürich leistet laut eigenen Angaben jährlich einen Aufwand von ca. 1.6 Millionen Franken und generiert defizitäre Einnahmen von rund 1.0 Millionen Franken (Pachtzins- und Jagdpasseinnahmen). Berechnungen der Jagdverwaltung haben angeblich gezeigt, dass, wenn der Staat die durch die 172 verpachteten Reviere erbrachten Leistungen selber übernehmen müsste, 20 Millionen Franken nicht ausreichen würden, welche die 1’500 Hasenflüsterer in das Schlachtfeld Natur investieren. Hobby-Jäger argumentieren gerne mit den vielen unbezahlten Arbeitsstunden. Überprüfen lässt sich das freilich nicht genau und vieles ist auch nur Jägerlatein sowie unnötiger Eigennutz.

Im flächenmässig fast doppelt so grossen Kanton Waadt (3’212 km²) sind über 50 % weniger Jäger unterwegs als im Kanton Zürich (1’729 km²) und auch dort dreht sich die Welt noch.

Die Risikogruppe Jäger im Kanton Zürich sind völlig überfordert. Durch falsche Bejagung usw. steigen die Vergütungen des Kantons für die Wildschadensfälle praktisch jedes Jahr (2014/15 sogar um 125 %) und somit zu Lasten des Steuerzahlers. Die Hälfte des Waldes gehört in Zürich Privaten, ein Drittel den Gemeinden, ein Achtel Korporationen und ca. 7 % sind dem Kanton.

Was früher im Kanton Genf über 400 Hundert Jäger auch nicht besonders erfolgreich gemacht haben, erledigen heute 11 Wildhüter, die sich zusammen 3 Vollzeitstellen teilen, nebst vielen anderen Aufgaben vorbildlicher. Aus dem Kanton Genf weiss man auch, dass nicht nur die Überwachung, Monitoring etc. der 400 Hobbyjäger eine enorme finanzielle Belastung war. Die 11 Wildhüter kosten heute den Steuerzahler an Lohnkosten eine Tasse Kaffee pro Jahr. Der Aufwand für den Steuerzahler ist also nicht höher als vor dem Jagdverbot von 1974. Die Ausbildung zum eidg. dipl. Wildhüter kann nur antreten, wer eine Wildhüterstelle beim Kanton hat. Bruttolohn der Wildhüter sind durchschnittlich: 58.153,85. Mit mehr Wildhüter die nur sanitarisch bzw. therapeutisch neben Fuchs, Luchs, Wolf, Greifvögel usw. eingreifen, hätte jeder Kanton wieder Ordnung, Biodiversität und auch mehr Schutz vor Naturgefahren. Dem Steuerzahler würden vermutlich hunderte Millionen von Franken erspart, welche der Bund, Kantone und Gemeinde in die Walderhaltung pumpt, dort wo die Hobby-Jäger Wildtiere parkieren, züchten und als Schadenstifter verunglimpfen und bekriegen.

Zudem gibt es heute bei Bedarf Alternativen wie man Bestandesgrössen sinnvoll und nachhaltig ohne letale Gewalt erhalten kann wie z. B. die Immunokontrazeption usw. Jeder Zoo, Tierpark usw. kann dazu Auskunft geben.

95 % der jägerischen Aktivitäten haben laut Aussagen der Jäger nichts mit Tiere totschiessen zu tun. Dann können sie ja die letale Gewalt mit gutem Gewissen den Profis überlassen und die Initiative der Tierpartei tatkräftig unterstützen. Aus dem Kanton Genf ist bekannt, dass die Wildhüter die besseren Schützen sind, als die Hobby-Jäger, welche für unsägliches Tierleid verantwortlich sind.

Die Hobby-JägerInnen können auch nach Annahme der Initiative weiterhin Flora und Fauna Hegen und Pflegen (vielleicht auch mal die ganzen Ökosysteme von ihrem Müll wie Munitionsrückständen usw. bereinigen und entgiften). Und die guten JägerInnen können sich beim Kanton als Wildhüter weiterbilden bzw. engagieren und das Hobby zum Beruf machen.

Im Kanton Bern schlafen die Wildhüter schon lange ruhiger in der Nacht. Denn: Fährt ein Autofahrer ein Wildtier an, kommen nicht die Jäger bzw. Wildhüter, sondern die Polizei. Das entlastet sie und vor allem die Kantonskasse. Der bernische Jagdinspektor Peter Juesy erklärt: Rund 5000 Überstunden hätten seine Wildhüter jedes Jahr mit Nachteinsätzen angehäuft. Es gibt also durchaus grosses Spar- und Optimierungspotenzial, wenn man das ganze Bild betrachtet.

Moral und Ethik

Wie in jedem Krieg, was der heutige Terror gegen die Wildtiere zweifelsfrei ist, gilt sich grundsätzlich die Frage zu stellen, was wild-biologisch überhaupt nötig ist. Die fanatische Jagd z. B. auf gesunde Füchse oder Vögel sicher nicht. Was ist sinnvoll und was nicht? Was ist mit den indirekten Kosten, welche die Jäger auch noch verursachen z. B. die vielen Gesetzrevisionen, Beschwerden, Justiz, Polizei, höhere Krankenkassen und Versicherungsbeiträge durch die vielen Jagdunfälle, Kosten der Kadaverbeseitigungen, Umweltverschmutzung, Ressourcenverschwendung, Gesundheitswesen, Minderung der Lebensqualität und Biodiversität, Opferkosten, Folgekosten usw? Die Jägerschaft steht seit Jahrzehnten nicht nur im Konflikt mit den Forstverantwortlichen und generiert Millionen von Franken Kosten für den Steuerzahler in der Kulturlandschaft.

Dass Kantone in der Schweiz mit derartigem Blutgeld aus dem jägerischen Treiben Einnahmen generieren, ist wohl auch einmalig in Europa. Die meisten Jagden sind heute schlichtweg unnötig, tierquälerisch und somit eigentlich kriminell. Nur ist unser Rechtssystem noch nicht soweit, dass im Strafrecht zu berücksichtigen.

Lobby-Arbeit einer kleinen jägerischen Gemeinschaft, deren Ansichten meist sehr radikal und abwegig sind sowie den ethischen Grundwerten der Gesellschaft widersprechen, ist reine Meinungsmache und Manipulation. Leider gelingt es solchen Kreisen immer wieder perverse Gesetze aus reiner Machtpolitik zu erwirken, die sich nachteilig auf die Wildtiere, Natur, Gesellschaft und somit das Allgemeinwohl auswirken.

“JagdSchweiz weiss, dass sich Wildtierbestände grundsätzlich – auch in unserer Kulturlandschaft – von selber regulieren würden”. – Dachverband der Schweizer Jäger

“Nötig sei die Niederjagd nicht, aber berechtigt. So könne man sich auch fragen, ob es sinnvoll sei, Beeren und Pilze im Wald zu sammeln!” – Robert Brunold, Präsident des kantonalen Patentjäger-Verbandes Graubünden

Auch ohne Jagd habe es nicht plötzlich zu viele Füchse, Hasen oder Vögel. Die Erfahrung zeige, die Natur könne man sich selber überlassen. – Heinrich Haller Nationalparkdirektor

Jägerparolen sind reine Augenwischerei. Analysiert man z. B. in der Schweizer Politik die Jägerfraktion, erkennt man schnell, dass sie sich selten bis gar nie für die Natur engagieren – klar wird dagegen, dass Ausbeutung und Eigennutz deren wahre Interessen sind. Die Experten der Jäger sind meistens nur Interessenvertreter einer egoistischen Lobby, um eine Unkultur zu erhalten und schön zu reden. Im Umweltranking belegen Jäger sogar den letzten Platz.

Verarbeitetes Wildfleisch ist wie Zigaretten, Asbest oder Arsen ein Gift und krebserregend, erklärt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO. Behörden warnen seit Jahren Kindern, Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch vor dem Verzehr von Wildbret, das mit bleihaltiger Munition geschossen wurde. Wildbret ist zudem mit Rückstände von Pestizide, Spritzmittel, Gülle, Antibiotika usw. aus dem Futter von den Feldern belastet. Es gibt wohl kein minderwertigeres Fleisch als jenes von Treib- oder Drückjagden, welches die Jäger der Bevölkerung unterjubeln.

In Kanada ist es in der Regel verboten, Wildfleisch der Jäger in Restaurants oder Geschäften zu verkaufen, weil es eher als Gift bewertet wird und nicht als Nahrungsmittel, laut einem Artikel in „The Globe and Mail“. Wildtiere leben in ständiger Angst vor den Jägern. Insbesondere wenn sie real von Jägern gejagt werden, produzieren sie Unmengen giftige Hormone, Adrenalin usw. welche sich im Fleisch zusammen mit den anderen bereits vorhandenen Giften und Schlacken vereinigen. Schon den alten Römern war bekannt, dass wenn sie Sklaven zu Tode folterten, diese ein bestimmtes Gift im Speichel entwickelten, mit dem man andere vergiften konnte. Die Todesangst geht also in Gewebe der Wildtiere ein und wird vom Fleischesser mitgegessen.

Natur- und Tierschutz sowie Sicherheit kostet immer Geld, schafft aber auch gute Arbeitsplätze und sind wichtige Eckpfeiler einer zivilisierten Gesellschaft. Wenn man Milliarden für marode Banken, Strassenbau, Militär usw. ausgibt, kann man auch Geld für eine kulturelle sowie ethische Aufwertung für das Allgemeinwohl usw. investieren. Die Bevölkerung und Tierwelt würde so unendlich von dem Mehrwert profitieren. Das Kosten Argument ist kein wirkliches Argument. Wir stimmen in der demokratischen Schweiz regelmässig über Vorlagen ab, die viel grössere Kosten verursachen, aber auch zu einer besseren Schweiz führen können.

Kann man den Wert der öffentliche Sicherheit für die Bevölkerung, Freizeitaktivisten, Spaziergänger usw. in Zahlen beziffern? Nein, auch nicht die Biodiversität und Artenvielfalt, welche in befriedeten Gebieten so schön florieren. Touristische Aufwertung des Branding Zürich, schöne Wildtierbeobachtungen kann man ebenfalls nicht im Wert einer Zahl beziffern.

Jagdleidenschaft ist kein Auftrag der Gesellschaft oder Recht und kann es auch nicht sein. Jäger fördern bis in die Grundschulen eine Kultur der sinnlosen Gewalt.

Mit der Initiative haben Sie die Wahl, eine Win-Win-Situation, für ein modernes Wildtiermanagement.

Vorteile der Initiative in Stichworten:

  • Das Gewaltmonopol gehört in die Hände des Staates und nicht Jägerbanden
  • Bessere Bildung, Forschung, Wildbiologie und Wissenschaft statt Jägerlatein
  • Gerechtigkeit und Verantwortung gegenüber der Natur und Tierwelt
  • Jäger verstossen mit ihren Jagdmethoden – und Leidenschaft notorisch gegen schweizerische Tierschutzgesetze, Wildhüter nicht
  • Wildhüter haben eine ganz andere Motivation als Jäger. Das sagt schon das Wort.
  • Erholung und Tourismus, Touristische Aufwertung des Branding Swissness
  • Zürcher Tierschutz Vorbild für andere Kantone und Länder (wie der Kanton Genf) im Jagdwesen
  • Kein Blutgeld in den Staatskassen von den JägerInnen (weltweit einmalig)
  • Eindämmung des jägerisches Sektentums (Jägerlatein) – Kult des sinnlosen Tötens und Gewalt
  • Zerschlagung des kriminalisierten Jägersystems (weniger Gesetzesübertretungen wie Verstösse gegen das Jagdrecht, Wilderei, Waffenschmuggel, Umweltdelikte, Tierschutzverstösse, Verkehrsdelikte, Korruption usw. der JägerInnen) Kanton Graubünden z. B. pro Jahr über 1’000 Anzeigen und Bussen gegen die Jäger (2015: 1298 Anzeigen und Bussen).
  • Entlastung der Ermittlungsbehörden, Staatsapparat, Staatsanwälte, Gerichte, Rechtswesen (tausende von Gesetzverstösse, Anzeigen, Ordnungsbussen usw. gegen die JägerInnen jedes Jahr in der Schweiz)
  • Entlastung Zeitaufwand und Kosten für die Behörden, Politiker usw. (Jagdrevisionen, Überwachung, Monitoring,  Motionen, Gesetze, Kadaverbeseitigung usw.)
  • Entlastung des Gesundheits- und Versicherungswesen bzw. Beiträge
  • Entlastung für den Steuerzahler (Wald, Landwirtschaft usw.)
  • Entlastung für den Steuerzahler jagdlicher Infrastrukturanlagen und deren Sarnierungen
  • Weniger Personenunfälle mit Jäger-Waffen. (2010 bis 2013 vierzehn tödliche Jagdunfälle und rund 200 nicht tödliche Unfälle mit Jägerwaffen von total 1157 Unfälle) ohne Privatpersonen dazugerechnet laut BFU
  • Initiative fördert gute Arbeitsplätze für Wildhüter und spart xxx Millionen anderswo
  • Mehr Umweltschutz statt Umweltschmutz (toxische Munition, illegale Hochsitze, Autolärm und Verkehr in der Natur, Ressourcenverschwendung, bleiverseuchte Schiessanlagen usw. der JägerInnen)
  • Nachweislich weniger Wildunfälle (rund 60 Personen pro Jahr verletzt und Personen- und Sachschaden von 40 – 50 Millionen Franken). Was man sieht, überfährt man nicht
  • Gewaltprävention, Tier- statt Täterschutz, weniger Gewalt, Waffen und Terror in der Gesellschaft. Gewalt gegen Tieren geht oftmals nahtlos zu den Menschen über
  • Kinder- und Jugendschutz vor JägerInnen und dem Jägerlatein
  • Mehr Wildtierbeobachtungen, Artenvielfalt und Biodiversität für die Bevölkerung wie z. B. im Kanton Genf, Nationalpärke oder andere jagdfreie Gebiete
  • Aufwertung von Ethik, Moral, Fairness und Sicherheit in der Kulturlandschaft
  • Weniger Jagd-Hunde-Missbrauch und derer Manipulation
  • Keine tierquälerische jagdlichen Infrastruktanlagen mehr (Schliefenanlagen, Wildschweingatter usw.
  • Weniger Tierquälerei wie Trophäenjagd, Baujagd, Treib und Drückjagden, Sonderjagden usw.
  • Keine Haustierabschüsse mehr
  • Weniger Verbissschäden im Wald und Landwirtschaft
  • Weniger Pestizide und Gifte in der Landwirtschaft wegen Mäuseplagen aufgrund fehlender Füchse usw.
  • Weniger Alkohol und Betäubungsmittelmissbrauch auf der Jagd. Wildhüter dürfen während der Arbeit keinen Alkohol konsumieren. Der Flachmann und Zielwasser ist ständiger Begleiter der Jäger. Jäger wehren sie gegen Alkoholverbot auf der Jagd.
  • Öffentliche Sicherheit für die Bevölkerung, Freizeitaktivisten, Spaziergänger usw.
  • Keine Jagd auf privatem Boden (muss nicht geduldet werden, laut europäischem Gerichtshof für Menschenrechte
  • Jagdverbot ist auch für das Seelenheil der Jäger gut. Die heutige „Jagd“ ist auch ein krankhaftes Verhaltensmuster (Wer sinnlos tötet, schützt nicht und der Gesellschaft nützt es nichts)
  • Wildhüter, Polizisten, Soldaten werden mit 65 Jahren pensioniert. Hobby-Jäger gehen mit 75 noch mit Schusswaffen ihrer leidenschaffenden Schiesskultur nach
  • Weniger Grundwasserverseuchung und Munitionsreste der Jäger in der Natur
  • Weniger Schiesslärm für die Bevölkerung
  • Z. B. Feldhasendichte im Kanton Zürich mit Jäger bei 1.0 pro 100 Ha oder ausgestorben. Im Kanton Genf mit Wildhütern 17.7 Feldhasen pro 100 Ha usw.
  • Kanton Zürich ist rückständig bei tierquälerischen Jagdmethoden z. B. Baujagd, Treibjagd, Munition usw. Kanton Thurgau hat Baujagd verboten, Genf seit 40 Jahren Jagdverbot usw.
  • Gesundheitswesen: Verarbeitetes Wildbret ist weder Bio noch ein hochwertiges Lebensmittel (insbesondere jenes aus Treib- und Drückjagden) sondern macht krank und ist laut WHO in der gleichen Giftklasse wie Zigaretten, Arsen oder Asbest. In Kanada ist es verboten, Wildfleisch der Jäger in Restaurants oder Geschäften zu verkaufen, weil es unter anderem nicht als nahrungsmitteltauglich klassifiziert wird
  • Waffen sind keine Spielzeuge und Wildtiere keine Schiessbudenfiguren
  • Wildhüter haben eine umfangreichere sowie sinnvollere Ausbildung und ganz andere Motivation als Jäger.
  • Wildtierbestände können sich wieder auf natürliche Weise selbst regulieren
  • Wildtiere werden wieder vermehrt Tagaktiv, sicht- und erlebbar, was nicht nur die Bevölkerung erfreut
  • Im Kanton Zürich gibt es nach Jahrzehnten mit den Jägern kein einziges vom BAFU anerkanntes Wildschongebiet
  • Jagd ist kein wissenschaftliches oder wildbiologisches Wildtiermanagement
  • Was früher schon im Kanton Genf über 400 Hobby-Jäger auch auf Kosten der Wildtiere, Tierschutzes, Ethik, Sicherheit und Bevölkerung unbefriedigend gemacht haben, erledigen heute 11 Wildhüter, die sich drei Vollzeitstellen teilen und nur eine davon ist für jagdliche Tätigkeiten vonnöten.
  • Der Kanton Waadt ist doppelt so gross wie der Kanton Zürich und hat 50 % weniger Hobby-Jäger
  • usw.

pro-wildtier

Kontakt für Medienschaffende: monika.heierli@tierpartei.ch

Medien:

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Geschrieben von Wild beim Wild

Jagdgegner wird man nicht aus Langeweile, sondern aus Kenntnis dieser Tierquälerei.

14 Kommentare

  1. Hallo,
    was für ein Diplom benötigen die Wildhüter denn? Ich kenne einen der Stadt Zürich Wildhüter und habe ihn immer als herzensguten Menschen erlebt.

  2. Bitte doch mal die eigenen Statements vollständig zitieren: Eine Tasse Kaffee pro Jahr und Steuerzahler. Besser wäre es aber einfach Klartext zu reden und die 1.2 Mio Kosten für das Wildtiermanagement zu nennen.

  3. Die geforderten Wildhüter werden uns Steuerzahler sehr viel kosten. Nicht nur der Lohn, Pk und Sozialleistungen. Dazu kommt noch eine Waffe, Feldstecher, Spektiv, Nachtsichtzielgerät, Hund mit Ausbildungs und Futtergeld, Auto, Schlachtraum, etc. Alles zusammen mehrere Fr 10000.00. Die Büro,- und Pseudo-Naturschützer werden die Auslagen der Jäger zu Gunsten des Lebensraumes weder bezahlen noch mit Arbeit ausgleichen. Und als Steuerzahler habe ich auch keine Lust dazu.

  4. Im Kanton Zürich kostet die Jagd die Öffentlichkeit noch weniger als in Genf. Wie glaubst Du übrigens, dass in Genf die Wildschweine reguliert werden? Mit Mitteln, bei denen es einem ethnisch eingestellten jagenden Menschen graust: mit kilometerweiten Maisspuren, Nachtzielgeräten, Schüssen vom Pickup-Auto etc. Daneben, glaubst Du, dass Wildhüter kein Schiesstraining absolvieren müssen? Tiere werden auch durch Wildhüter nicht zutode gestreichelt. Die Jägerinnen und Jäger setzen sich ein für Hecken, Magerwiesen etc., wie es eigentlich jeder vernünftige Mensch machen müsste. Es einfach noch andere Naturnutzer, die abweichende Vorstellungen von der Nutzung haben: Hobby-Sportler und Freizeitgesellschaft , die überall und jederzeit durchfahren, durchrennen, hinparkieren und ins Restaurant gehen wollen beispielsweise. Auch der Teil unserer Landwirtschaft, die nicht so ökologisch ist, zählt dazu. Willst du die auch alle verbieten? Dann kannst du gleich das Menschsein verbieten! Der Rest, den du wiedergibst, ist einfach unbelegbares Geschwätz, das zudem ziemlich arrogant daher kommt: am Zürcher Jagdverbot soll die Welt genesen! Da wartet die Welt darauf.

    1. Ich kenne Sie nicht. Wir sind also nicht per DU.

      Das stimmt so nicht.

      Was früher z. B. in Kanton Genf über 400 Hobby-Jäger schlecht und tierquälerisch gemacht haben, erledigen heute 11 professionelle Wildhüter nebst vielen anderen Aufgaben vorbildlicher und dies kostet den Steuerzahler nicht einmal einen Kaffee pro Jahr. Wildhüter übernehmen auch einige Arbeiten der Polizei und entlasten diese somit. Wildhüter sind zudem die besseren Schützen, laut einer Studie in Genf. Sanitarische und therapeutische Abschüsse sind nicht das Gleiche, wie eine regulatorische Bejagung anhand einer jägerischen Müllbiologie oder falsch verstandener Naturerfahrung.

      Wildhüter dürfen während der Arbeit keinen Alkohol trinken und gehen mit 65 in Rente. Das gilt auch bei der Polizei und Militär. Waffen sind keine Spielzeuge. In der Schweiz, wo es nur Statistiken über Unfälle unter Jägern gibt (durch Jäger betroffene Privatpersonen also nicht erfasst werden!), gab es zwischen 2010 und 2013 vierzehn tödliche Jagdunfälle und rund 200 nicht tödliche Unfälle mit Jagdwaffen von total 1157 Unfälle, laut dem Büro für Unfallverhütung. Hobby-Jäger gehen senil mit 75 und gefährlichen Schusswaffen ihrem blutigen Hobby nach!

      Auch in Zürich ist das Jagdunwesen hoch defizitär. Zudem ist es höchst verwerflich, wenn Blutgeld in eine Staatskasse fliesst. Hobby-Jäger verursachen immense Kosten für die Allgemeinheit (Überwachung, Monitoring, Gesetzesrevisionen, Justizapparat, Gesundheitswesen, Umweltschäden, Behörden, Krankenkassen, Versicherungen usw.). Dem Steuerzahler würden vermutlich Hunderte Millionen von Franken erspart, welche der Bund, Kantone und Gemeinden in die Walderhaltung pumpen, dort wo die Problemjäger die unnatürlich verhaltensgestörten Wildtiere züchten.

      Die JägerInnen dürfen sich auch nach Annahme der Initiative weiterhin für die Natur einsetzen, einfach sinnvoller.

      1. Sehr gern SIE. Unfallstatistik ist ein ziemlich gutes Thema. Schauen Sie Zahlen an von Unfällen im Haushalt, Strassenverkehr, Freizeit- oder Profisport oder irgendeiner körperlichen Tätigkeit. Wollen Sie diese auch alle verbieten? Sie verbieten das Leben an sich. Das Haus, in dem Sie wohnen, war früher ein Lebensraum von Tieren, das Rüebli, das Sie essen, hätte ein Hase essen können, die Bearbeitung des Rüebliackers hat tausenden von Kleinlebewesen und Milliarden von Kleinst- Lebewesen den Tod gebracht. Sie retten mit einem Jagdverbot keinem Tier das Leben. Auch im Kanton Genf stirbt das Rebhuhn aus! Dass die Jagd und Jagende ökologischer werden sollen, einverstanden, doch ist dies eine Forderung, die die gesamte Gesellschaft betrifft und uns alle mit unserem Leben betrifft.

      2. „Sie retten mit einem Jagdverbot keinem Tier das Leben.“ Wildtiere werden heute als Schiessbudenfiguren herangezüchtet. Sie wurden über Jahrzehnte scheu geschossen und haben gelernt, zwischen Menschen und Jäger zu unterscheiden. Tiere fürchten im Menschen den Jäger. Das ist eigentlich kein schöner Zustand.

        2011 wurde in Genf z. B. kein Rothirsch, Reh, Rotfuchs, Dachs, Marder, Feldhase usw. erschossen, laut der eidg. Jagdstatistik. Das ist der Unterschied – dort ist Jagd kein Sport, sondern Wildtiermanagement.

        Wir reden von Lebewesen, welche auch Schmerz, Leid und Freude empfinden können.

        Menschen sollten sich nicht wie Tiere verhalten, das färbt auf die ganze Gesellschaft ab. Danke.

  5. Einfach nur Blödsinn was hier gefordert wird.
    Diese professionellen Wildhüter würden garantiert das mehrfache als die ganz normale Jagd kosten.
    Wer bezahlt das?
    Ach ja, wir Steuerzahler und nicht diese imo verblendeten Tierschützer…
    Und ja, ich bin überhaupt kein Freund der Jäger. Ich verabscheue diese Kerle!
    Aber hier zu dieser lauen Idee sind mir zehn doofe Jäger lieber als ein radikaler Tierschützer!

    1. Eigentlich ist es gerade umgekehrt.

      In Genf kostet das seriöse Wildtiermanagement den Steuerzahler nicht mal eine Tasse Kaffee pro Jahr. Zudem erwirtschaften die staatlichen Wildhüter durch den Verkauf von Wildbret Einnahmen. Das Fleisch wird nicht mehr privat weitergegeben, sondern an die Bevölkerung abgegeben. Die Genfer setzen mit den Umwelthütern auch das Tierschutzgesetz um, denn niemand darf ungerechtfertigt einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen oder es in Angst versetzen. Würden wieder zweifelhafte Amateure in Genf im Wildtiermanagement tätig, wären die Kosten auch nicht tiefer, da die ja wie in den anderen Kantonen intensiv betreut und kontrolliert werden müssten. Wildhüter übernehmen auch einige Arbeiten der Polizei und entlasten diese somit.

      Was früher in Genf hunderte Jäger schlecht gemacht haben, erledigen heute 11 Wildhüter nebst vielen anderen Aufgaben vorbildlicher. Mit mehr Wildhütern die nur therapeutisch neben Fuchs, Luchs, Wolf, Greifvögeln usw. eingreifen, hätten die Kantone wieder Ordnung, Biodiversität und mehr Schutz vor Naturgefahren. Dem Steuerzahler würden vermutlich hunderte Millionen von Franken erspart, welche der Bund, Kantone und Gemeinden in die Walderhaltung pumpen, dort wo die Problemjäger die Wildtiere züchten.

      Gäbe es weniger Problemjäger, die Naturnutzungsgedanken hegen, könnten sich auch wieder mehr normale Menschen dem Naturschutzgedanken widmen – Menschen, die Arten mit Respekt, Anstand und Fairness pflegen und Wildtiere nicht zum Spass abschlachten.

      Jäger argumentieren gerne mit den vielen unbezahlten Arbeitsstunden die sie leisten. Überprüfen lässt sich das freilich nicht genau und vieles ist auch nur Jägerlatein. Schätzungen zufolge erfolgt 85 % aus reinem Eigeninteresse wie Öffentlichkeitsarbeit, Restaurantbesuche, Jagdhornblasen, Missionieren im Schulwesen, Waffenpflege, Wildtiere belästigen, Anlegen von Schussgelegenheiten, Trophäenschauen, Abschussrampen erstellen und andere Nichtigkeiten. Wäre dem nicht so, müsste irgendwo innerhalb der Schweiz eine zweite paradiesische Schweiz sein, mit unzähligen Biotopen, Hecken, Artenvielfalt, Biodiversität, Waffenruhe usw. Dass Jäger sich besonders für die Renaturierung von Flussbetten oder zum Schutz von Hochmooren usw. etwas aktiv beitragen, ist auch nicht bekannt.

      1. Jetzt erzählen Sie aber eher Märchen.
        Diese genannten 11 Wildhütter in Genf sind sicherlich gratis? Finde ich eher naiv.
        Nicht zu vergessen dass die Jäger ein nicht unerhebliche Gebühr für die jährliche Jagd zu bezahlen haben. Ich denke das wiegt die erzielten Erlöse vom staatlichen Wildverkauf locker wieder auf. Ansonsten finde ich könnte man den Jägern die Gebühren ruhig verdoppeln oder gar verdreifachen. Würde ich sogar sehr gut finden.

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