Albanien verlängert Jagdbann um fünf Jahre

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Das albanische Parlament hat eine Verlängerung des landesweiten Jagdbanns um fünf Jahre beschlossen.

Entgegen aller Proteste der Jägerschaft stimmte es dem Gesetzesentwurf des Umweltministeriums mit einer knappen Mehrheit zu. In Kraft treten wird der Jagdbann mit der Veröffentlichung des Gesetzes, voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Wochen. Die längst überfällige Verlängerung ist eine Folge des beharrlichen Drucks von nationalen und internationalen Naturschutzverbänden, darunter albanische Partnerorganisationen der Naturschutzstiftung EuroNatur. Im März 2014 hatte die albanische Regierung erstmals ein zweijähriges Jagdmoratorium über das gesamte Land verhängt. Ausschlaggebend war der massive Rückgang von Wildtieren in Albanien.

„EuroNatur gratuliert der albanischen Regierung und dem albanischen Parlament zu dieser Entscheidung. Die Verlängerung des Jagdmoratoriums ist wegweisend und dringend notwendig. Jetzt gilt es dafür zu sorgen, dass der Jagdbann konsequent in die Praxis umgesetzt wird“,  sagt EuroNatur-GeschäftsführerGabriel Schwaderer. Die Wildtierbestände Albaniens befinden sich noch immer auf einem katastrophal niedrigen Niveau. Unter anderem werden die Feuchtgebiete an der albanischen Adriaküste und im Hinterland jedes Jahr zur Todesfalle für Hunderttausende Zugvögel.

„Um das Ruder herumzureißen, muss die albanische Regierung das Jagdmoratorium nutzen und die bereits laufende, umfassende Reform des Jagdsektors mit Hochdruck vorantreiben. Unabdingbar ist ein Monitoring der jagdbaren Arten, das internationale Standards erfüllt. Jagdquoten und die Liste jagdbarer Arten dürfen nicht mehr länger aus der Luft gegriffen sein. Entscheidend sind auch der Aufbau zuverlässiger Kontrollen und die Ahndung von Jagdvergehen“, sagt EuroNatur-Projektleiter Thies Geertz.

Obwohl die Lage weiterhin kritisch ist, sind erste positive Auswirkungen des Jagdbanns bereits sichtbar: Im Jahr 2015 ging der kommerzielle Jagdtourismus zurück. Stattdessen ist die Zahl der „Birdwatcher“ in attraktiven Vogelbeobachtungsgebieten wie der Karavasta-Lagune angestiegen. „Der Jagdbann hat der lokalen Bevölkerung neue, nachhaltige Einkommensquellen eröffnet. Auf diesem Weg muss es jetzt weitergehen“, sagt Thies Geertz.

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Schluss mit der Tierquälerei der Jäger

Laut Tierschutzgesetz (Art. 26 TSchG) muss ein “vernünftiger Grund” für das Töten eines Tieres vorliegen – bei der Jagd auf Füchse handelt es sich jedoch lediglich um die Befriedigung eines blutigen Hobbys. Für Füchse gibt es keine rechtliche Abschussplanung.

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3 Kommentare

  1. Brita Günther bei

    Klasse, und meinen Respekt!! Ich frage mich aber immer wieder, warum bei uns in Deutschland kein Jagdverbot erteilt wird? Argumente, Studien und Petitionen die die Sinnlosigkeit z.B. der Jagd auf Füchse nachweisen werden arrogant ignoriert😡
    Sind unsere Politiker schon soooo jägerhörig oder sitzen dort Jäger in verantwortlichen Positionen, in denen sie aufgrund Interessenkollision nicht sitzen dürften??😡

  2. ich wünsche mir den Jagd-Bann endlich auch für Deutschland und den gesamten Planeten. Wichtig wäre: 100%-ige Empfängnis-Verhütung in Jägerfamilien, wir, als Menschheit müssen ethisch endlich vorwärts kommen, Rückschläge auf Kosten der Tiere und der Natur können wir uns nicht mehr leisten….

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