Jagdgesellschaften müssen sich an der Entschädigung von Schwarzwildschäden finanziell beteiligen.

Das hat das Bundesgericht entschieden und die Beschwerde einer Solothurner Jagdbande gegen die kantonale Entschädigungspflicht abgewiesen.

Die Jagdbande Wartenfels-Lostorf muss nun – wie vom Kanton Solothurn Ende 2014 verfügt – 8635 Franken und 25 Rappen bezahlen. Die zwölf Beschwerdeführer der Jagdbande hatten das nicht akzeptieren wollen.

wildschwein

Sie bestritten in ihrer Beschwerde die im kantonalen Jagdgesetz verankerte Entschädigungspflicht von Schwarzwildschäden von 50 Prozent. Diese Pflicht sei bundesrechtswidrig, argumentierten sie.

Das sehen die Bundesrichter in Lausanne ganz anders. Sie bestätigten einen Entscheid des Solothurner Verwaltungsgerichtes, wie aus dem am Donnerstag publizierten Bundesgerichtsurteil hervorgeht.

Weder das Jagd- noch das Waldgesetz des Bundes würden es ausschliessen, die Jagdberechtigten zur Finanzierung von Entschädigungen heranzuziehen. Diese hätten den Nutzen der Jagd, und sie hätten es in der Hand, den Bestand der Tiere zu regulieren und damit die Höhe der Wildschäden zu beeinflussen.

Anders als privatrechtliche Haftpflicht

Aus dem Jagdgesetz des Bundes ergebe sich auch nicht, dass diese Entschädigung der privatrechtlichen Haftpflicht nachgebildet sein müsse, schreibt das Bundesgericht in seinen Ausführungen. Es sei vielmehr Sache des kantonalen Rechts, die Voraussetzungen für die Entschädigung festzulegen.

Das öffentliche Recht könne sogar eine Entschädigungspflicht vorsehen, ohne dass eine Pflichtverletzung vorliege. Die Beschwerde der Jäger ist gemäss Bundesgericht unbegründet. Die Beschwerdeführer müssen daher die Gerichtskosten von 2000 Franken bezahlen.

Neues Gesetz senkt Kostenbeteiligung

Im neuen Jagdgesetz ist des Kantons Solothurn ist vorgesehen, dass die Revierpächter künftig nur noch 35 Prozent der angefallenen Schwarzwildschäden bezahlen müssen.

Der Betrag soll zudem nicht höher sein, als der Jahrespachtzins der jeweiligen Gesellschaft. Im Kanton Solothurn entstehen Wildschweinschäden von von 60’000 bis zu 300’000 Franken pro Jahr.

(Urteil 2C_975/2015 vom 31. März 2015)

Die IG Wild beim Wild unterstützen

Ihre Spende kann von den Steuern abgezogen werden. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Wildtiere. Helfen Sie mit, tierquälerische Jagdmethoden zu beenden, bei der Herstellung von Informationsmaterial, Initiativen, Recherchen, Rechtsbeistand usw.

Fr
Zahlungsmethode auswählen
Persönliche Informationen

Um eine Spende via Bank oder Post zu tätigen, befolgen Sie bitte folgende Anweisungen:

Bankverbindung:

IBAN: CH49 00767 000U 5074 2536
Adresse: Wild beim Wild, Arisciöö 45, 6571 Indemini
Banque Cantonale Vaudoise
Place St-François 14, CP 300
1002 Lausanne
Clearingnummer: 767
SWIFT/BIC: BCVLCH2LXXX
CCP: 10-725-4

Alle Zuwendungen werden dankbar entgegengenommen und sind steuerlich abzugsfähig.

Spendensumme: Fr 5.00

Jetzt Petitionen unterschreiben:

Hobby – Jäger in den Schulen? Nein Danke!

Seit geraumer Zeit ist zu beobachten, dass Hobby-Jäger in Kindergärten und Schulen eine sektenartige Image – Kampagne betreiben, mit dem Ziel, unsere tierliebenden Kinder an die grausame Hobby Jagd heranzuführen.

 

Schluss mit der Tierquälerei der Jäger

Laut Tierschutzgesetz (Art. 26 TSchG) muss ein “vernünftiger Grund” für das Töten eines Tieres vorliegen – bei der Jagd auf Füchse handelt es sich jedoch lediglich um die Befriedigung eines blutigen Hobbys. Für Füchse gibt es keine rechtliche Abschussplanung.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen