Es gibt keinen einzigen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass die Hobby-Jagd die Befallsrate mit dem Fuchsbandwurm bei den Füchsen reduzieren kann.

Auch bei der Tollwut führten einzig flächendeckende Impfaktionen mit Auslegung von Impfködern zum Erfolg – die Fuchsjagd hatte sich Studien zufolge als kontraproduktiv erwiesen und zur Ausbreitung der Tollwut sogar beigetragen.

Die Füchse, die in freier Natur monogam und reviertreu sind, werden via Hobby-Jagd zum Ortswechsel gezwungen, um sich neue Partner zu suchen, da die Paare durch die Hobby-Jäger auseinander geschossen werden. So werden durch Zerstörung sozialer Tierstrukturen nicht nur neue Paarbildungen verursacht, wo jedes weibliche Tier befruchtet wird und damit die Geburtenrate erhöht, sondern auch verstärkt Krankheiten wie Borreliose oder Hasenpest (Jäger verbreiten Krankheiten) übertragen, welche angeblich durch die Hobby-Jagd bekämpft werden sollen.

Der Jäger liebt die Natur, wie der Vergewaltiger sein Opfer, erklärt sinngemäss K. H. (Name der Redaktion bekannt).

Durch unfachmännisches und sorgloses Herumballern der Hobby-Jäger (Pseudo-Jäger, was ist das?) nebst anderen Faktoren, vermehren sich laut Studien Wildschweine unkontrolliert. Normalerweise hat nur die Leitbache einer Rotte Frischlinge (Junge). Bei ungestörten und Jagd-freien Säugetierrevieren unterdrücken die dominanten Weibchen die Reproduktionsfähigkeit und -bereitschaft der unterlegenen Weibchen durch bestimmte Duftmarkierungen (Pheromone). Wird die Leitbache abgeschossen – was sehr oft der Fall ist, da sehr schwer zu bestimmen, welches eine Leitbache ist – kommt es auch zu diesen unnatürlichen und explosionsartigen Vermehrungen.

Die fadenscheinige Rechtfertigung der Hobby-Jäger besteht normalerweise unter anderem darin, dass Wildschweine usw. in die Städte und Dörfer vordringen würden, Gärten zerstören und die Bevölkerung gefährden. Diese Argumentation wird oftmals für die intensivierte Jagd herangezogen. Doch gerade bei Ansiedlungen am Waldrand sind häufig die Bewohner mit Schuld an den „Übergriffen“ der Wildschweine: Komposthaufen locken die Waldbewohner eben so an wie der gar nicht oder schlecht umzäunte Gemüsegarten.

Es gibt jedoch mehrere Möglichkeiten, Wildtiere von unerwünschten Plätzen fernzuhalten. Neben „Vergrämungsmitteln“ gibt es sanfte Methoden mit Menschenhaar (beim Frisör-gang mit nach Hause nehmen und an den geeigneten Plätzen verteilen) oder das Ausbringen von menschlichem Urin, Zäune usw.

Die Hobby-Jäger vergiften die Umwelt, Natur, Mensch und Tier mit ihrer Munition. Blei ist ein Schwermetall und tötet Tiere nicht nur grausam, sondern es gelangt auch durch chemische Umwandlung in die Nährstoffkreisläufe der Natur und landet schliesslich im Boden, Trinkwasser und Lebensmitteln.

Immer mehr Wildbiologen gelangen zu der wissenschaftlich untermauerten Ansicht, dass die Tiere ihre Populationsdichte selbst regeln und Überpopulationen vor allem auch durch die Hobby-Jagd entsteht.

Die heutige Hobby-Jagd ist mehrheitlich ein massives, zerstörerisches und gewalttätiges Eingreifen in natürliche Rhythmen und kann nicht als eine positive Notwendigkeit bezeichnet werden, hält die IG Wild beim Wild fest.

Der Stress und Manipulation, welche die Jagd auf die Tiere ganzjährig ausübt – Lärm, Angst, Terror und Verfolgung – schränkt erheblich die Fähigkeit der Wildtiere ein, in Frieden und Ruhe Nahrung aufzunehmen, ein normales Sozialverhalten aufrechtzuerhalten, sich frei zu bewegen und die Population den gegebenen Ressourcen anzupassen.

Die heutige Jagd zerstört das normale soziale Zusammenleben der Wildtiere, das ökologische Gleichgewicht, die natürlichen Verhaltensweisen, Familienstrukturen und Sozialverbände, Benutzung von Bauten und Verstecken, Wechsel von Tag– zur Nachtaktivität, verstärkte Abwanderung in nicht bejagte Siedlungsgebiete, unnatürliche Tierkonzentrationen in den Wäldern und sogar in Städten.

Wussten Sie…

  • dass, die Waidgerechtigkeit der Jäger dem Tierschutzgesetz diametralisch widerspricht?
  • dass, Jagd Krieg ist, wo man tierische Konkurrenten einfach liquidiert?
  • dass, es unzählige illegale und nicht gekennzeichnete Hochsitze in unsere Natur gibt, welche zum Teil so morsch sind, dass sie eine Gefahr für Kinder darstellen, Menschen zu Tode kommen können?
  • dass, Jahr für Jahr unzählige Menschen durch Jägerwaffen getötet oder verletzt werden, teilweise so schwer, dass sie im Rollstuhl sitzen oder ihnen Glieder amputiert werden müssen?
  • dass, jährlich in der Schweiz rund 120’000 völlig gesunde Rehe, Hirsche, Füchse, Murmeltiere und Gämsen meist sinnlos ermordet werden
  • dass, es wegen den Jägern heute kaum mehr möglich ist, mit den friedlichen Tieren in Harmonie zu leben, Wildtiere zu sehen?
  • dass, Schrotladungen die Hasen wie kleine Kinder aufschreien lassen und „Geschosse“ Rehen und Hirschen die Innereien zerfetzen, damit sie auf der Flucht Spuren für die Nachsuche hinterlassen?
  • dass, die Behauptung der Jäger, diese grausamen Massaker seien notwendig, um die Tierbestände zu regulieren, wissenschaftlich widerlegt ist?
  • dass, die Jäger offen zugeben, dass es bei der Jagd um die „Lust am Töten“ und „die Freude am Beute machen“ einer krankhaften Passion geht?
  • dass, die Jäger keinen sechsten Sinn haben und dennoch regelmässig behaupten, sie schiessen nur kranke und schwache Tiere, was natürlich in der Praxis nicht stimmt?
  • dass, die gleichen Jäger auch ins Ausland zur Trophäenjagd fahren, fern aller Arten- und Jagdschutzbestimmungen, es sogar Reiseveranstalter für solch debile Jagdvergnügen gibt?
  • dass, die überwiegende Mehrheit keine legitimierten Berufsjäger sind, sondern die Jagd als Hobby-, Sport- und Freizeitvergnügen ausüben, was nicht sittlich ist und eigentlich dem Tierschutzgesetz widerspricht?
  • dass, 99.07 % der zivilisierten Menschen in der Schweiz keine Jäger sind, also nur 0.3 % Jäger Freude an diesen blutigen Aktivitäten haben?
  • dass, Jäger nicht anhand wissenschaftlichen Rechtfertigungen jagen?
  • dass, geschützte Arten eigentlich nicht ins Jagdrecht gehören, weil Jäger mit dem Artenschutz überfordert sind und immer wieder auf der roten Liste stehende Tiere wie Luchs, Wolf, Feldhase, Rebhuhn, Wachtel usw. aus Spass jagen.
  • dass, Jäger bestimmte Tierarten gezielt dezimieren, um keine Konkurrenz zu haben, für ihr widernatürliches Verhalten (Fuchs, Luchs, Wolf, Beutevögel usw.) ?
  • dass, das Wild stirbt, bevor der Jäger auch nur einen einzigen Schuss abgeben kann, es dies zu Verhindern gilt und wohl der zentrale Gedanke der Hege und Pflege sowie Jagdplanungen ist?
  • dass, bei den Wildschweinen normalerweise nur die Leitbache Junge bekommt, aber aufgrund ihres Abschusses alle weiblichen Tiere sich fortpflanzen und wir auch deshalb eine Wildschweinschwemme haben?
  • dass, die Weidetiere Hirsche, Rehe usw. ursprünglich hauptsächlich tagaktiv auf Feldern und Wiesen lebten wie Ziegen, Schafe, Kühe usw. und nicht im Wald?
  • dass, der Wolf für die Gesunderhaltung der wilden Huftiere langfristig lebenswichtig ist, weil er zum Beispiel mit unglaublicher Präzision kranke oder schwache Tiere erbeutet und dadurch den Jägern hoch überlegen ist?
  • dass, die meisten Füchse nach der sinnlosen Jagd einfach im Abfall landen? Dass die Füchse heute hauptsächlich gejagt werden, damit es mehr Hasen für die Jäger in der Bratpfanne hat? Sich der Fuchs aber zu über 90 % nicht von Hasen ernährt, einen gesunden Hasen gar nie erwischt?
  • dass, man gegen Jäger im Tierschutz nicht nur mit Sanftmut, Strassenfesten, Gebetsketten usw. vorgehen kann (auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil)
  • dass, Jäger mit dem Jägerlatein eine respektlose Verhöhnung von Lebewesen betreiben
  • dass, es verpönt ist Hochwild an der Fütterung zu erschiessen, der Jäger aber keinen Skrupel hat, dies beim Beutekonkurrent Fuchs zu tun?
  • dass, in manchen Kantonen die Jäger nur des zarten Fleisches eines Jungtieres wegen auf die Jagd gehen?
  • dass, Jäger trächtige Mutterkühe vor ihren Jungtieren erschiessen oder nur Jungtiere während der Aufzuchtzeit (Nach-Sonderjagd)?
  • dass, Jäger die Umwelt, Natur, Mensch und Tier mit ihrer Munition vergiften?
  • dass, Bestialität, Barbareien, Grausamkeit, Blutvergiessen, sinnlose Qualen kein Kulturgut sein kann in einer zivilisierten Gesellschaft?
  • dass, Jäger im strengen Winter hungernde Tiere mit Futter anlocken, nur um sie hinterhältig erschiessen zu können (Passjagd)?
  • dass, Jäger scharf gemachte Hunde in Höhlen hetzen, um Füchse und Dachse zu eliminieren (Baujagd)?
  • dass, Jäger friedliche Lebewesen in Kastenfallen locken, in denen sie unter Umständen tagelang leiden und auf ihren Mörder warten müssen oder den Tieren oft einen stundenlangen Todeskampf bereiten (Fallenjagd)?
  • dass, Jäger friedliche Tiere hinterhältig und feige mit hochmodernen Präzisionswaffen aus dem Hinterhalt ermorden und verletzen?
  • dass, Jäger Auszeichnungen, Fellmärkte, Preisverleihungen für den Trophäenkult, Trophäenschauen, Pelzhandel usw. unterstützen?
  • dass, Jäger minderjährigen Schulkindern Schusswaffen in die Hände drücken und mit ihnen das Töten üben?
  • dass, Jäger ihre qualvollen Taten oft in der Einsamkeit ausführen, was Tierquälereien fördert?
  • dass, Jäger viele Wildtiere nur schwer verletzen und die Opfer müssen oft stundenlang unter enormen Qualen und Angst leiden, bis ein Schweisshund sie findet und sie erschossen werden?
  • dass, Jäger (ausser der Vivisektion) den Tieren am meisten Qualen und Missbrauch zufügen, auch durch die Art des Tötens?
  • dass, die jägerliche Tier- und Naturliebe sich nicht am Dasein des geliebten Objekts erfreut; vielmehr zielt sie darauf ab, das geliebte Wesen mit Haut und Haar zu besitzen, und gipfelt darin, es durch den Akt des Tötens zur Beute zu machen?
  • dass, Jäger Verbissschäden geradezu fördern durch den Jagddruck insbesondere auf Beutegreifer wie Fuchs, Luchs und Wolf
  • dass, Jäger für asoziales, unethisches und unchristliches Verhalten Tür und Tor öffnen
  • dass, Jäger der Bevölkerung normale natürliche Tierbeobachtungen und Interaktionen vorenthalten?
  • dass, es kein grösseres und mit Blei verseuchtes Quälprodukt gibt, als Wildbret?
  • dass, es schweizweit keine einheitliche Regelung gibt, was Sehtest, Schiesspraxis usw. der Jäger betrifft
  • dass, es kein Alkoholverbot gibt für Jäger, wenn sie mit ihren Waffen auf Tiere schiessen
  • dass, Jäger in schulische Einrichtungen eindringen, um ihr Jägerlatein den Kindern aufzuschwätzen
  • und und und

Bremsklotz der natürlichen Evolution – die Hobby-Jagd

Moderner Erkenntnisstand in Ökologie und Wildbiologie zeigt auf, dass sich die Bestandsdichte von Wildtieren dynamisch aufgrund von Nahrungsangebot, Territorialität, Klima, Krankheiten, Ressourcen sowie sozialen und physiologischen Faktoren usw. ohne menschliches Zutun regelt, wenn sie nicht zerschossen wird. Der Jagddruck sowie andere Faktoren hingegen erhöht die Reproduktionsraten der betroffenen Tierpopulationen, was man nicht nur bei den Wildschweinen, Rehen, Hirschen, Tauben, sondern bei jeder Spezies (Arterhaltung, Überlebensinstinkt, Geburtenausgleich usw.) beobachten kann. Die Natur ist weise und wenn sich eine Spezies in Gefahr sieht, dann steigt die Geburtenrate. Diesbezügliche wissenschaftliche Studien gibt es zum Beispiel in Frankreich und Deutschland. Mit den Hobby-Jägern herrscht ein Ungleichgewicht in der Tierwelt, Chaos und schändliche Manipulationen in unserer Natur.

Die heute mehrheitlich aus Spass gejagten Tiere, sind dem Menschen gegenüber friedliche Lebewesen, welche mindestens genauso eine Daseinsberechtigung haben wie der Mensch, um sich an unserer gemeinsamen Evolution zu beteiligen und sie sind auch von der Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizern gern gesehene Tiere auf Spaziergängen und Wanderungen in Wald und Flur.

Es gibt keine Ethik, die das Töten von Tieren zum Spass befürwortet. Wenn früher Menschen gejagt haben, wurde dies mit Respekt vor dem Leben getan und nur um die eigene Sippe zu ernähren. Heute muss niemand mehr auf die Jagd gehen, um sich zu ernähren. Die Steinzeit ist vorbei!

Der Wald und die Natur sollte den Menschen und Tieren als friedlicher Erholungsraum und Lebensraums des Zusammenlebens zurückgegeben werden. Unsere Zeit wird zunehmend von Brutalität und Gewalttätigkeiten geprägt und daran ist die Jägerschaft nicht unbeteiligt. Diese negativen Energien von Gewalt, Angst, Terror, Respektlosigkeit, Lügen, Grausamkeit und Unbehagen, welche die Jägerschaft in der Natur hinterlässt, verbreitet sich in der Kulturlandschaft.