Unkultur

Schweizer Ehepaar auf Trophäenjagd in Afrika

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Der Freiburger Pierre-Antoine und seine Frau Cristina S. gingen nach Simbabwe auf Grosswildjagd und schossen dort einen Elefanten.

Jetzt ernten sie nicht nur in den Medien einen Shitstorm.

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„Ich fühlte mich ganz klein vor diesem grossen Tier. Ich war stolz, einen so grossen Elefanten geschossen zu haben“ sagt die ehemalige Zahnärztin in der französischen Sendung „Spécial Investigation“ von Canal+ (Min. 18.30).

„Jagd ist eine Leidenschaft und da spielt Geld keine Rolle“ antwortet der Banker auf die Frage nach dem Preis für den Abschuss. Ein Elefant zu erlegen, sei so etwas wie der Heilige Gral für Jäger.

Es sei das schönste Souvenier ihrer zweiwöchigen Safari resümieren sie weiter.

Es gibt nicht gefährlicheres als Wissenschaft ohne Ethik.

Trophäenjagd ist ein No-Go!

Tiere für Trophäen zu töten, ist teilweise kriminell, aber immer falsch – eine Unkultur.  Es ist moralisch nicht vertretbar, Trophäenjagd zu betreiben. Das ist ein Überbleibsel aus der Kolonialzeit, als es noch die Grosswildjagd der Weissen gab.

Wie sollte denn ein Elefant vor dem Gewehr davon laufen können? Die Hobbyjäger können sich aus sicherer Distanz bequem auf die Lauer legen. Den Rest besorgt der Jagdprofi, der auf dem Elefanten sitzt.

Die Tötung des Elefanten ist nicht nur aus Sicht des Artenschutzes ein grosser Verlust. Bei der Trophäenjagd sind meist die stärksten und schönsten Tiere begehrt. Gerade diese sind aber für die Arterhaltung am wichtigsten, da sie in der Regel für Nachkommen und das Überleben einer Art sorgen. Trophäenjäger dezimieren auch die afrikanische Tierwelt in erheblichem Ausmass und bringen einige Tierarten erneut an den Rand des Aussterbens.

Die Trophäenjagd ist ein abscheulicher Zeitvertreib reicher abgestumpfter Menschen, die mehr Geld als Moral besitzen. Diese Killer müssen sich der Öffentlichkeit stellen und mindestens ihre Jagdlizenz verlieren.

Wild beim Wild fordert den Import von Jagdtrophäen grundsätzlich zu verbieten. Denn darum ginge es Grosswildjägern ja vor allem: um Hörner, Häute und Ohren, die sie als Urlaubssouvenir für persönliche Zwecke mit nach Hause nehmen können. Allein im Jahr 2011 erlegten Wilderer in Afrika rund 40.000 Elefanten, um an das begehrte Elfenbein zu gelangen und grösstenteils auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Es ist völlig absurd, dass ganz legal jede Menge Jagdtrophäen von streng geschützten Tieren eingeführt werden dürfen.