In die ewigen Jagdgründe mit der Jagd

Jäger beschreiben die Jagd als grosse Leidenschaft, die eine starke Faszination ausübt.

Im Wort Leidenschaft klingt der Beilaut von etwas zerstörerischem und Leiden schaffendem mit. Bei der Jagd geht es um entfesselte Gier, Egoismus, Gewalt und Selbstdarstellung – keine Tugenden sondern Unkultur und Tierquälerei.

Die Frage, ob das Töten der Tiere wirklich notwendig und ethisch vertretbar ist, dringt im Rausch des Jagdfiebers kaum in die Wahrnehmung des Jägers. Dennoch möchte kein Tier, wie wir Menschen auch, vorzeitig aus dem Leben gerissen werden. Ein noch bevorstehender Lern- und Nachdenkprozess für den Jäger, um dem Töten von Tieren als Freizeitvergnügen zu entsagen.

Ich bin Leben inmitten von Leben, das leben will – Albert Schweitzer

"Albert Schweitzer, Etching by Arthur William Heintzelman" by The Library od Congress Prints & Photographs Online Catalog; http://www.loc.gov/rr/print/catalog.html. Licensed under Public Domain via Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Albert_Schweitzer,_Etching_by_Arthur_William_Heintzelman.jpg#/media/File:Albert_Schweitzer,_Etching_by_Arthur_William_Heintzelman.jpg

Das persönliche Weltbild und Wertgebäude des heutigen Jägers ist arg in Schieflage. Alles Leben hat einen gemeinsamen Ursprung und wir sind auch nur eine Säugetierart, die sich selbst Mensch nennt. Im Zweifelsfall entscheidet man sich immer für das Leben, wie wir das in unserem Kulturkreis auch den Menschen zugestehen.

Bei der heutigen verkommerzialisierten Jagd ist deren Glaubwürdigkeit und Sinn längst wissenschaftlich widerlegt. Das Überbleibsel ist eine militante braune Brühe Jägerlatein, welches sich in unserer Kultur breit gemacht hat.

Die Gewinnung von Wildbret (Fleisch) ist heute nicht mehr lebensnotwendig. Tieren Schmerzen, Leiden, Ängste und Tod anzutragen, ist gemäss dem Tierschutzgesetz keine Jagdethik sondern reine Tierquälerei. Wildtiere leben auch in Familienverbänden. Dennoch erschiessen Jäger im Sog der Jagd-Passion Muttertiere, Vatertiere, Jungtiere und in der Regel sowieso nur gesunde Tiere. Damit steigern sie die Reproduktionsleistung von bestimmten Tierarten, um noch mehr Jagen bzw. Erlegen zu können.

Der erste Bundespräsident von Deutschland Prof. Dr. Theodor Heuss hat sich ebenfalls treffend zur Jagd geäussert:

Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.

theodor heuss

Unzählige andere Persönlichkeiten aus unserer Kultur haben ähnliche Umschreibungen für die heutige Jagd formuliert.

Die heute mehrheitlich aus Spass gejagten Tiere, sind dem Menschen gegenüber friedliche Lebewesen, welche mindestens genauso eine Daseinsberechtigung haben wie der Mensch, um sich an unserer gemeinsamen Evolution zu beteiligen und sie sind auch von der Mehrheit der SchweizerInnen gerne gesehene Tiere auf Spaziergängen und Wanderungen in Wald und Flur.

Es gibt keine Ethik, die das Töten von Tieren ohne Rechtfertigung befürwortet. Wenn früher Menschen gejagt haben, wurde dies mit Respekt vor dem Leben getan und nur um die eigene Sippe zu ernähren. Heute muss niemand mehr auf die Jagd gehen, um sich zu ernähren. Die Steinzeit ist vorbei!

Der Wald und die Natur sollte den Menschen und Tieren als friedlicher Erholungsraum und Lebensraums des Zusammenlebens zurückgegeben werden. Unsere Zeit wird zunehmend von Brutalität und Gewalttätigkeiten geprägt und daran ist die Jägerschaft nicht unbeteiligt. Diese negativen Energien von Gewalt, Angst, Terror, Respektlosigkeit, Tierquälereien, Störungen, Umweltverschmutzung, und Unbehagen welche die Jägerschaft in der Natur vor allem bei den Wildtieren hinterlässt, ist längst nicht mehr zeitgemäss und eine kulturelle Minderung an Lebensqualität für die Gesellschaft.

Written by Wild beim Wild

Jagdgegner wird man nicht aus Langeweile, sondern aus Kenntnis dieser Tierquälerei.

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