Jäger

Wildtiere mögen keine Jäger

Ein metaphysischer Augenschein ins Jagdunwesen.

Die heutigen Jäger werden lautstark, besonders vom weiblichen Geschlecht (es gibt weitaus mehr Jagdgegnerinnen als Jagdgegner), mit unschönen Worten betitelt.

Jäger verhalten sich wie Psychopathen und wissen nichts über die grossen Zusammenhänge der Natur und Schöpfung. Sie haben in der Regel keine Barmherzigkeit und posieren gerne mit falschem Stolz über ihre Opfer. Die Jagd ist in eine Kriegsmaschinerie für Freizeitkiller verkommen usw. monieren grosse Teile der Bevölkerung.

Jäger sind eifrige Käufer von teuren Waffen und todbringendem Jagdzubehör. Dieses will gebraucht werden, im unfairen Spiel mit Lebewesen im In- und Ausland. Der Ruf nach einem professionellem Wildtiermanagement ist unüberhörbar.

Täglich kann man von Schandtaten, Tötungsdelikten, Wilderei, Unfällen, Fehlschüssen, Waffenschmuggel, Suchtproblemen, Kriminalität, Tierquälereien, Verkehrsdelikten, Vergehen usw. der Jäger lesen, hören oder sehen.

Immer mehr Menschen wollen nichts mit Jäger und Jagd zu tun haben. Als Gegenmassnahme versuchen Jäger sektiererisch in den Grundschulen bei den Kindern und Jugendlichen Nachwuchs zu rekrutieren und legen ihnen auch schon mal Schusswaffen in die Hände.

Jäger sind Laufburschen einer geldgierigen Obrigkeit

Wie unvollkommen und armselig ist eine Kulturlandschaft, dass Jäger zum Spass Lebewesen hetzen, quälen und töten müssen? Wer heute noch glaubt, man könne Wildtierbestände nur über die Jagd anpassen, ist schlecht informiert oder verdient daran.

Wenn ein Pädophiler einem Kind Süssigkeiten, Kleider, Nahrung usw. gibt – es hegt und pflegt – ist er dann ein Kinderschützer? Deshalb sind Jäger die Tiere hegen und pflegen nur um ihnen bei nächstbester Gelegenheit in den Rücken zu schiessen, auch keine Tierschützer. Tierschutz ist subjektiv. Jagd ist objektiv. Jagd sucht Objekte. Tierschutz bringt Wandlung von der Barbarei zur Ethik.

Überall dort, wo keine Jäger in der Natur aktiv sind, gibt es eine reichhaltigere Biodiversität. Gebiete wo Wildtiere stark bejagt werden, produzieren einen noch grösseren Bestand. Die Grösse der Wildtierpopulationen und die Schäden durch Wildverbiss sind in den Jagd-freien Gebieten nicht zwingend grösser, als in den Gebieten in denen gejagt wird.

Die Jagd hat seit Jahrzehnten im Wildtiermanagement versagt und hinterlässt jährlich gleichfalls Millionen an Schäden für die Landwirtschaft, Forst, Weinbau, Strassenverkehr, Artenschutz, Biodiversität usw. Die Jagd ist also meist wirkungslos und kontraproduktiv. Sogar Steuerzahler müssen für das Hobby der Jäger aufkommen. Die Jagd löst die Ursache eines Problems nicht zeitgemäss. Sie ist Teil und Verursacher des Problems.

Jäger Scheinsein

Die normale Persönlichkeit eines Menschen ist in konstantem Fluss: lernen, wachsen, verändern. Ein lebenslanger evolutionärer Prozess ist die Tagesordnung. Nicht so im Umfeld von Jägern. Die heutigen Jäger sind wie abscheuliche Raubtiere in Menschengestalt.

Das was vom heutigen Jäger für „gut“ gehalten wird, hat nichts mit Wahrheit, Wissenschaft, Ehre, Anstand, Ethik, Rücksicht auf Andere oder irgend etwas anderes zu tun, ausser mit dem, was der Jäger haben will. Auf diese Weise wird die Verletzung von Rechten anderer, jedes Foul, jede böse Tat vom Jäger verübt.

Wenn ein Jäger frustriert ist, scheint er zu spüren, dass die gesamte Welt gegen ihn geht und dass er selbst gut und schwer leidend ist, und eigentlich nur nach dem Ideal von Liebe, Frieden, Sicherheit, Schönheit, Wärme und Komfort trachtet. Das heisst, wenn ein Jäger mit etwas Unangenehmem oder bedrohendem konfrontiert ist, wird das betreffende Objekt (Person, Tier, Idee, Gruppe, was auch immer) in die „absolut böse“-Kategorie gesteckt, denn, wenn der Jäger es nicht leiden kann, dann kann es einfach nicht gut sein!

Jäger sind heute bekannt für:

  • ausnützerisch
  • trickreich sprachgewandte Blender mit oberflächlichem Charme
  • erheblich übersteigertes Selbstwertgefühl
  • pathologisches Lügen (Pseudologie)
  • betrügerisch-manipulatives Verhalten
  • Mangel an Gewissensbissen oder Schuldbewusstsein
  • oberflächliche Gefühle
  • Gefühlskälte, Mangel an Empathie
  • mangelnde Bereitschaft und Fähigkeit, Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen
  • Stimulationsbedürfnis (Erlebnishunger), Gefühl der Langeweile, Jagdfieber
  • parasitärer Lebensstil, Wildtiere gehören nicht den Jägern
  • unzureichende Verhaltenskontrolle
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Polykriminalität
  • Waffennarren
  • usw.

Allein in der Hirschfabrik Graubünden in der Schweiz wurden im Jahr 2013 wegen Verstösse gegen die Jagdgesetzgebung 995 (964) Ordnungsbussen ausgesprochen und 127 (125) Anzeigen an die Kreisämter erstattet. Praktisch jeder fünfte Jäger der 5’289 war ein Delinquent, mit einer grossen Dunkelziffer im jährlichen Wechselspiel. Aktuell sind 2 Volksinitiativen am Start gegen die jagdliche Unkultur in Graubünden.

Die ganze falsche Jagdideologie und Ethik sind unwichtig. Sie dient nur als eine Tarnung und als Sammelbecken für einen kleinen Prozentanteil der Bevölkerung. Jagd ist immer auch eine Form von Krieg. Der Jäger glaubt die unheilbringenden Slogans seinesgleichen und ist unfähig, hinter die Maske zu blicken. Jagd und Krieg bringen immer nur auch das Schlechte aus dem Menschen hervor.

Das systemische Böse stammt von einer kleinen Gruppe von Menschen, die scheinbar kein Gewissen haben; entweder, weil sie so geboren wurden, d. h. sie haben ein genetisches und familiäres Handicap, oder, weil aufgrund von Verletzungen in ihrer Jugend oder in ihrer Erziehung ihr Gewissen verstorben oder verdorrt ist.

Jäger sehen überhaupt nicht ein, dass ihre Haltung und ihr Verhalten fehl sein könnte, und profitieren daher nicht freiwillig von den vielen Behandlungsmethoden, die erfunden wurden, um ihnen bei ihren psychosomatischen Krankheiten zu helfen.

Es finden sich in den heiligen Schriften der grossen Weltreligionen keine Hinweise, die das Treiben der Jäger gutheissen würden. Im Gegenteil, man findet Erklärungen, was Jäger in Zukunft zu erwarten haben. Sogar der selbsternannte Schutzpatron der Jäger, Hubertus, spricht sich gegen die Jagd aus.

Der Jäger kurz umschrieben: Sie können alles vortäuschen, nur um zu bekommen, was sie wollen. Jägern fehlt das Gewissen und die Anteilnahme per Definition. Dazu ein Beispiel: Eine Jägerfamilie hat zwei Söhne. Einer begeht Selbstmord mit einem Jagdgewehr. Beim darauffolgenden Weihnachtsfest schenken die Eltern genau dieselbe Waffe ihrem anderen Sohn. Als sie gefragt werden, warum, sagen sie: „Die Waffe funktioniert einwandfrei!“

Unter Betrachtung der unreifen inneren Struktur eines Jägers wird es einfacher, diesen lügenden Aspekt zu verstehen. Der Jäger lügt nicht auf die Art, wie eine normale Person lügt. Das primitive Jägerlatein ist nicht nur im Sinne einer Täuschung, sondern auch im Sinne einer Erzeugung der Realität. Die Realität muss dem Verlangen des Jägers nachkommen. Die jägerische Realität existiert durch Befehl: sie deklarieren Dinge so zu sein, wie sie es wollen, und erwarten von Anderen, dies zu akzeptieren.

Jäger legen ein extrem verzerrtes Verständnis von dem an den Tag, was wir Fakten nennen. Normale Menschen haben wirklich Schwierigkeiten, dies zu verstehen, weil Fakten für uns ein fundamentaler Teil unseres Lebens ist. Wir leben durch sie, basieren unsere Beurteilungen und Entscheidungen auf sie. Wir stellen Fakten fest, testen Dinge dann, und stellen weitere Fakten fest. Wenn wir diskutieren, dann beginnen wir mit Fakten und zeigen, wie wir unsere Schlussfolgerungen aus diesen Fakten ableiten. Wenn wir das tun, dann rechnen wir damit, dass diese Fakten wahr sind, d.h. sich auf die Wirklichkeit abbilden lassen.

Jäger tun so etwas meistens nicht. Weil ihnen die Tiefe echter Emotionen wie Devotion fehlt, haben sie keine Bindung an die Vorstellung von Wahrheit und Rechtschaffenheit.

Der Jäger ist so vollständig selbstzentriert, dass er denkt, dass andere ihm glauben sollten, einfach nur deshalb, weil er es sagt. Selbst wenn er sich zunächst gewahr ist, dass er lügt, werden sein Bedürfnis, Recht zu haben, kombiniert mit seiner Unfähigkeit, irgendwelche selbstkritischen Gedanken zu haben, ihn überreden, auch ohne die anderen Recht zu haben. Er spricht ‚einfach nur‘ die Wahrheit. Wie können diese Leute es wagen, seinen guten Ruf in Frage zu stellen? Nicht zuletzt ist er der schlaueste Kerl, den er kennt; warum sollte er also falsch liegen?

Ein Jäger wird sich zu einem Experten im Erzeugen von ‚Fakten‘ entwickeln, die normale Menschen veranlassen, an etwas zu glauben, was dem Jäger dienlich ist. Er versucht eine Realität zu schaffen, die so gar nicht sein sollte.

Wenn ein normaler Mensch fordert, dass die Erklärungen eines Jägers überprüft werden sollten, wird der Jäger im Gegenzug erklären, dass jener, der solch eine Forderung stellt, keine Integrität hat.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass das, was wir sagen und worauf wir hinweisen, unabhängig von den Bergen von vorgeführten Fakten, für Jäger einfach nicht zählt. Sie haben nur ein Ziel: uns glauben zu machen, sie als normale Menschen anzusehen, damit sie weitermachen können, uns im Sinne ihrer eigenen Macht und Herrlichkeit zu täuschen, zu kontrollieren und zu benutzen. Denn das ist es, was sie gut fühlen lässt.

Die Jäger sind unfähig, irgendetwas Echtes, kreatives zu tun. Sie sind angewiesen auf Menschen mit Gewissen und entwickeltem Charakter, um etwas Kreatives zu verrichten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass es in der Vergangenheit Tierschützer waren, die den Antrieb für Verbesserungen im Wildtierschutz aufgleisten. Die Jäger reagierten immer widerwillig auf Initiativen des Fortschritts. Der gesunde Menschenverstand führte im Jagdwesen zu mehr Wildtierschutz. Z. B. durch die Abschaffungen von Tellereisen oder die Vogeljagd mit Leimruten. Tierschützer waren die treibende Kraft, damit die Jagdzeiten eingeschränkt und die Anzahl an jagdbaren Arten reduziert wurde. Um die Ausrottung der Wildtiere zu verhindern, haben Tierschützer den Jägern die moralische Verpflichtung zur hege auferlegt. Das die ganze Munitionsthematik auf den Tisch kam. Die Ethik der Jäger rennt traditionell immer dem Zeitgeist hinterher.

Wenn man es mit Jägern zu tun hat, hat man es mit einer Art von kriminellem Geist zu tun, und wenn solche Geister sich in Positionen absoluter Macht befinden – so wie heute – gibt es fast nichts, was sie zurückhält – und nichts hält sie scheinbar in ihrem Reich zurück – ausser die Tierschützer.

Der Charakter der Jäger gehört reguliert

Regulationen sind insbesondere für Menschen da und nicht für Tiere. Wenn im Strassenverkehr ein Tier sich nicht korrekt verhält, wird es auch nicht gebüsst. Auch nicht, wenn es ohne Pass die Landesgrenze überschreitet. Die Gewaltlosigkeit ist ein Angelpunkt und Zeichen einer zivilisierten Gesellschaft. Sie bringt Vervollkommnung einer Gesellschaft und Kulturlandschaft.

Man geht davon aus, dass sich die Seelen in menschlichen Körpern und in Tieren dem Wesen nach nicht unterscheiden. Daher schützt die Gewaltlosigkeit als bindende Verhaltensregel im Prinzip Tiere ebenso wie Menschen.

Gewaltlosigkeit unterscheidet den Menschen vom Beutegreifer in der Tierwelt. Die meisten Wildtiere ernähren sich vegan. Jagd und Schlachtung sind mit Gewalt verbunden.

Wahrer Frieden ist durch das Fehlen von Gewalt gekennzeichnet. Gewaltlosigkeit fördert die Lebensqualität aller Beteiligten. Das gilt nicht nur für Mitmenschen, sondern für jede Form des Lebens. Leben von Produkten wie Früchten, Nüssen usw., deren Gewinnung ohne Zerstörung der Pflanze möglich ist, ist auch Gewaltlosigkeit. Gewaltlosigkeit ist der erhabene Ausdruck, der höheren menschlichen Natur. Die Tendenz der niederen menschlichen Natur, den Egoismus durchzusetzen, führt zu Ausbeutung, Verhärtung, Herzlosigkeit, Beleidigungen, Misshandlungen, Kämpfen und Streitereien. Sie sind Ausdruck einer falschen Einstellung. Jäger gehen buchstäblich über Leichen.

Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem anderen zu. Man kann auch Hegen und Pflegen, die Natur erleben, ohne Jäger zu sein.

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Geschrieben von Wild beim Wild

Jagdgegner wird man nicht aus Langeweile, sondern aus Kenntnis dieser Tierquälerei.

2 Kommentare

  1. Das ist die Osterbotschaft, liebe Christen!:

    Während meines Theologie-Studiums habe ich mich u.a. auch mit dem Gelehrten Eugen Drewermann beschäftigt und ihn auch
    selbst gehört. Darin u.a. seine Gedanken aus der kleinen Schrift: „Über die Unsterblichkeit der Tiere. Hoffnung für die leidende Kratur“!
    Eine wirklich aktuelle Osterbotschaft! Hört sie Euch wenigstens einmal an!

    Was uns heute die Osterbotschaft vermittelt und ob sie in einer säkularen Welt überhaupt gehört wird, fragt Gisela Keuerleber den Ex-Priester und Psychotherapeuten Drewermann.
    Feiertagsgespräch |28.3.2016| WDR 5
    WDR Religion | 23.03.2016 | 54:29 Min.
    Eugen Drewermann: „Gott wohnt in der Beziehung der Menschen“

    podcast (download): http://podcast-ww.wdr.de/medp/fsk0/108/1081273/wdrreligion_2016-03-24_eugendrewermanngottwohntinderbeziehungdermenschen_wdr5.mp3

    Eugen Drewermann hat über 80 Bücher veröffentlicht, davon steht jedoch keines in streng katholischen Einrichtungen. Immer noch ist er für die Amtskirche ein schwarzes Schaf. Dabei sind seine Vorträge – stets ohne Manuskript und druckreif gesprochen – vielen wertvolle Impulse für einen modernen Glauben: Etwa der Gedanke, dass der Glaube dem Menschen hilft, seine Urängste zu überwinden. Die Erzählungen der Bibel seien als Legenden zu lesen, sagt er. Ob jungfräuliche Empfängnis oder die physische Himmelfahrt Jesu – Spektakel und Aberglaube sei es, wenn man dies wörtlich nehme.
    Zur Person

    Eugen Drewermann, geboren 1940 als Sohn eines Bergmanns in Bergkamen, ist einer der bekanntesten Theologen der Gegenwart. Er studierte Philiosophie, Theologie und Psychoanalyse. Mitte der 1960er Jahre wurde er zum Priester geweiht und lehrte an der Universität Paderborn. Wegen seiner kritischen Haltung zur katholischen Kirche bekam er Predigt- und Lehrverbot. Heute arbeitet er als Publizist und Psychotherapeut. Drewermann hat über 80 Bücher veröffentlicht, davon steht keines in streng katholischen Einrichtungen. Immer noch ist er für die Amtskirche ein schwarzes Schaf.
    Falsche Wörtlichnahme der Bibel

    Eugen Drewermann ergänzt im WDR 5 Feiertagsgespräch sein Lehr- und Predigtverbot mit einem Hinweis: „Ich denke, man muss ich entscheiden zwischen Freiheit und Zwang, zwischen Glauben und Aberglauben, zwischen einer Ernstnahme der Botschaft in symbolischem, fast dichterischem Angebot und einer falschen Wörtlichnahme. Das zerreißt anders zwischen Glauben und Vernunft und ist eine der Hauptursachen für den Atheismus und die Religionslosigkeit.“
    Osterbotschaft falsch vergegenständlicht

    Aus Umfragen weiß man, dass viele Menschen mit der Osterbotschaft „Christus ist auferstanden“ nichts anfangen können. Drewermann sieht als Grund dafür Vorgänge in der katholischen Kirche. Man habe die Botschaft dort und in der katholischen Theologie „auf falsche Weise vergegenständlicht“. Man habe verlangt, an die Auferstehung Jesu zu glauben in dem Sinne, „dass etwas Unmögliches passiert ist. Das Grab Jesu soll physisch leer gewesen sein.“ Das sei in dieser Form nicht glaubhaft und auch in der Exegese umstritten.

    Drewermann verweist auf die Macht der Fragen, die der Tod für die Menschen mit sich bringt. Wir seien die einzige Spezies, die „das Leben lang mit dem Tode leben muss.“ Die Menschen hätten das sichere Bewusstsein, dass „er ziwschen uns hockt, neben uns. Er kann in jedem Moment zugreifen.“
    Kern der Botschaft

    Die Natur, so der Theologe, kenne kein Mitleid und kein Mitgefühl. „Sie hat kein Interesse am Individuellen, sie hat mathematisierbare Gesetze, die über uns hinwegehen.“ Die Basis zu glauben, es gebe etwas Unvergängliches, sei es, „dagegen zu protestieren und den Protest zu stärken im Bewusstsein, was ein Individuum, was ein einzelner Mensch ist, was Liebe bedeutet.“ Dieser Potest gegen das Gnadenlose der Natur macht für Drewermann den Kern der Osterbotschaft aus.
    Glauben – gegen alle Widerstände

    Das Entscheidende dazu fände man im Lukas-Evangelium. Lukas lasse Jesus in den Tod gehen mit den Worten eines Psalms, erläutert Drewermann: „Vater, in deine Hände gebe ich mich ganz.“ Die Ruhe, die in der Bibel von Jesu versiegeltem Grab ausgehehen soll, wird niemals einkehren, sagt der Publizist und Psychotherapeut: „Wenn jemand in diesem Glauben lebt, dass unser Leben, unsere Würde, unsere Person, unsere Wahrheit einzig bei Gott steht (…), dann wird dieser Glaube niemals tot zu kriegen sein.“ Darin gleichten wir Menschen Jesus, da unsere Person ebenfalls „ganz und gar in der Ewigkeit Gottes steht“.

    Ostern bedeute, „zu glauben, gegen alle Widerstände.“ Ob das Grab leer sei oder voll, sei nicht die Frage der Botschaft, sagt Drewermann. „Das Leben ist die Botschaft, und nicht zu suchen auf den Friedhöfen.“
    Fragen, die nicht nur an Ostern bewegen

    Im Feiertagsgespräch unterhält sich Gisela Keuerleber mit Eugen Drewermann außerdem über Fragen, die viele Mneschen nicht nur an Ostern bewegen. Was gibt uns Zuversicht? Können wir angesichts der Weltlage und auch vieler Probleme im eigenen Land optimistsich nach vorne blicken? Was bremst uns? Ist es die Angst vor Ungewissheit? Oder sind es tiefer liegende Ängste? Und welche Rolle spielt für die Menschen die Religion? Sollte man sie womöglich ganz aus dem Spiel lassen? Denn blickt man sich um, muss man den Eindruck bekommen, im Namen der Religion geschieht mehr Unheil als Heil. die christliche Osterbotschaft allerdings verspricht Heil und Grund, mit Zuversicht nach vorne zu schauen.
    http://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/feiertagsgespraech/drewermann-100.html

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