Holland: Änderung der Jagdgesetze geplant

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Die niederländischen Regierungsparteien VVD und PvdA stellen an diesem Montag einen Vorschlag zur Änderung der Jagdgesetze vor.

Bisher mussten Jäger vor der Jagd einen Plan vorlegen, in dem sie beschrieben wie viele Tiere von welcher Art geschossen werden sollen. „Jäger laufen Gefahr, häufiger hinter dem Schreibtisch zu sitzen als durch den Wald zu laufen“, beschrieb VVD-Abgeordneter Rudmer Heeremadie dadurch entstandene Situation. Mit dem neuen Gesetz fällt diese Schätzung weg, allerdings sollen sich die Jäger vorher mit Naturschutzorganisationen darüber verständigen, wie gejagt wird. Durch diese Maßnahmen soll die Bürokratie rund um die Jagd abgebaut werden. Ein Großteil der Zweiten Kammer befürwortet diese Pläne, wie die Uni Münster schreibt.

Wenn die Gesetzesinitiative angenommen wird, werden künftig Natur- und Tierschutzorganisationen kontrollieren, ob verantwortungsvoll gejagt wird. „Indem wir diesen Organisationen sowie dem Tierschutz Stimmrecht geben, sorgen wir dafür, dass die Interessen der Natur immer an erster Stelle stehen“, erklärte der PvdA-Abgeordnete Henk Leenders.

Schon im Parteiprogramm aus dem Jahr 2012 hatte die PvdA die Jagd thematisiert. Dort wollte die PvdA sich für die Abschaffung der „Vergnüngungs-Jagd“ einsetzen. Diesen Vorsatz hat die Partei nun verworfen. Stattdessen hat sie zusammen mit derVVD die jetzige Gesetzesänderung erarbeitet. „Für uns war das Verbot der Jagd ein Mittel, kein Ziel an sich. Mit unserer Gesetzesänderung regeln wir, dass verantwortungsvoll gejagt wird. So sorgen wir für Transparenz. Natur- und Tierschutz bekommen eine wichtige Stimme. Notwendiges Gleichgewicht in der Natur, darum geht es meiner Partei“, äußerte sich Leenders zur Kursänderung.

Der neue Kurs der PvdA wird nun zum Nachteil für Marianne Thieme von der Tierschutzpartei Partij voor de Dieren. Diese präsentiert der Zweiten Kammer am Montag eine Gesetzesinitiative für ein Verbot der „Jagd ohne Grund“. Da sich bisher nur die PVV, SP und GroenLinks dafür positiv interessieren, wird die Gesetzesinitiative wohl scheitern. Thieme hatte für den Erfolg der Initiative auf die Zustimmung der PvdA gehofft, begründet durch deren Erklärungen im Parteiprogramm 2012. Der VVD-Abgeordnete Rudmer Heerema zeigte sich Thiemes Entwurf wenig zugetan. Das große ehrenamtliche Engagement der Jäger in der Natur würde durch ein völliges Jagdverbot entfallen.

Die Königliche Niederländische Jägervereinigung (Koninklijke Nederlandse Jagersvereniging) zeigte sich glücklich über die geplante Gesetzesänderung. Man würde den Jägern endlich das Vertrauen entgegenbringen, das sie verdienen, erklärteLaurens Hoedemaker, Geschäftsführer der Jägervereinigung, erfreut gegenüber Radio 1. Die neue Regelung sei kein Problem. Man arbeite schon lange mit Naturschutzorganisationen zusammen. „Wir arbeiten jetzt schon zusammen und streben alle nach dem Gleichen: einer schönen, ausbalancierten Natur in den Niederlanden“, fasste Hoedemaker die Lage zusammen.

Jetzt Petition unterschreiben:

Hobby – Jäger in den Schulen? Nein Danke!

Seit geraumer Zeit ist zu beobachten, dass Hobby-Jäger in Kindergärten und Schulen eine sektenartige Image – Kampagne betreiben, mit dem Ziel, unsere tierliebenden Kinder an das grausame Hobby Jagd heranzuführen.

 

Schluss mit der Tierquälerei der Jäger

Laut Tierschutzgesetz (Art. 26 TSchG) muss ein “vernünftiger Grund” für das Töten eines Tieres vorliegen – bei der Jagd auf Füchse handelt es sich jedoch lediglich um die Befriedigung eines blutigen Hobbys. Für Füchse gibt es keine rechtliche Abschussplanung.

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1 Kommentar

  1. Wild beim Wild on

    „Das große ehrenamtliche Engagement der Jäger in der Natur würde durch ein völliges Jagdverbot entfallen.“

    Noch Fragen? Dieser Satz hebt sich selber auf, ist ein Oxymora.

    Entweder ist es ehrenamtlich, dies bedeutet, man macht es selbstlos, ohne dafür etwas zu verlangen, erwarten oder man macht es selbstsüchtig, um weiter aus Spass Tiere ermorden zu können.

    Jäger machen gar nichts ehrenamtlich in der Natur. Normale Menschen engagieren sich ehrenamtlich für die Natur.

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